Neben Impfstoffen und Medikamenten auch den universellen Zugang zu effektiver Gesundheitsversorgung sicherstellen

05.05.20
InternationalesInternationales, Soziales, Politik 

 

„Es muss sichergestellt werden, dass Impfstoffe und Medikamente gegen eine COVID-19-Infektion, die mit öffentlichen Geldern entwickelt werden, bei allen Menschen, vor allem Armen und denen, die besonders gefährdet sind, ankommen. Zugleich muss ein funktionierender Koordinierungsmechanismus für die Initiative geschaffen werden, bei dem der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als zentrale öffentliche Instanz in der globalen Gesundheitspolitik eine führende Rolle zukommt“, erklärt Sylvia Gabelmann, für die Fraktion DIE LINKE Mitglied im Unterausschuss für Globale Gesundheit, mit Blick auf die von der EU-Kommission organisierten internationalen Geberkonferenz zur Finanzierung der gemeinsamen Entwicklung, Produktion und gerechten Verteilung von Impfstoffen und Medikamenten gegen die Erkrankung COVID-19. Gabelmann weiter:

„Schon jetzt müssen Regeln hinsichtlich der Transparenz der Forschung und Entwicklung sowie des Umgangs mit Patenten und geistigen Eigentumsrechten aufgestellt werden. Um eine flächendeckende und effektive Versorgung mit Diagnostika, mit potenziellen Impfstoffen oder mit Medikamenten weltweit sicherstellen zu können, muss auf exklusive Nutzungslizenzen und Patentierungen verzichtet werden.

Schließlich müssen große Anstrengungen über die Initiative hinaus getätigt werden. Belastbare und öffentlich allgemein zugängliche Gesundheitssysteme sind die beste Vorbereitung auf Pandemien und im Umgang mit Erkrankungen. Langfristig müssen neben auf einzelne Krankheiten bezogenen Impfkampagnen und Medikamentenverteilungen internationale Programme zur Stärkung der Basisgesundheitsversorgung und der allgemeinen Gesundheitsabsicherung ausgebaut werden. Eine ausfinanzierte und unabhängige WHO muss auch hierbei eine zentrale Funktion einnehmen.“







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