Arbeiter Chinas im Klassenkampf: Manager erschlagen

26.07.09
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Von Reinhold Schramm

Rundfunkmeldung - "rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg" - am 26.07.2009:
Arbeiter in China erschlugen den Betriebs-Manager und verwehren Rettungskräften den Zugang. Der Manager hatte ein Jahreseinkommen in Umrechnung von 300.000 Euro und die Arbeiter ein (durchschnittliches) pro Kopf Jahreseinkommen von 250 Euro.

'Springers AG' - "Welt-online" berichtet: Aus Wut über die geplante Übernahme ihres Unternehmens haben Stahlarbeiter ihren Geschäftsführer zu Tode geprügelt. Mehrere Hundert Menschen wurden bei Zusammenstößen mit der Polizei während der Protestaktion von 30.000 Arbeitern in der Stadt Tonghua verletzt.  -  Die Angestellten der "Tonghua Iron and Steel Group" machten das Konkurrenzunternehmen "Jianlong" für finanzielle Probleme ihrer Firma verantwortlich. Dem Jianlong-Geschäftsführer Chen Guojun war 2008 ein Gehalt von drei Millionen Yuan (300.000 Euro) ausgezahlt worden, während ehemalige Mitarbeiter im Ruhestand monatlich 200 Yuan (20 Euro) erhielten. [1]

Analog berichtet die "SZ": "Chinesische Stahlarbeiter haben bei Protesten einen Manager zu Tode geprügelt - aus Wut über sein hohes Einkommen und eine drohende Fusion." [2]

"Der Bund" berichtet: "Im Nordosten Chinas wehren sich 30.000 wütende Angestellte gegen die Übernahme ihres Werkes und gegen frappierende Lohn-Ungleichheit. Einen Manager kostete das das Leben." [3] 


"Radio China International" - "Beijing Rundschau" meldete am 24. Juli 2009: "ZK der KP Chinas plant Plenartagung für September" 2009.
Aus der Nachrichtenmeldung: "Das Politbüro des ZK der KP Chinas hat am 23. Juli beschlossen, die 4. Plenartagung des 17. ZK der KP Chinas im September dieses Jahres zu veranstalten. Auf der Konferenz solle darüber diskutiert werden, wie die KP Chinas in der heutigen Zeit besser und effektiver fungieren könne."[4] -
Analog und ausführlicher ist die Nachrichtenmeldung zur Einberufung der Plenarsitzung des Zentralkomitees der KP Chinas bei "German.China.org.cn" - [5]

"German.China.org.cn" berichtete am 02. Dezember 2008:
Viele Chinesen halten ihre Parteichefs auf Bezirksebene für unehrlich und bestechlich. Neben Korruption gehöre auch Machtmissbrauch zu den Schlüsselproblemen. Demnach sei die Mehrheit der Chinesen mit der Arbeit ihrer lokalen Parteichefs unzufrieden. Eine Onlineumfrage der Zeitung "People's Daily" brachte zutage, dass 76 Prozent die Integrität der Parteichefs auf Bezirksebene in Frage stellen. Es mangele ihnen an Ehrlichkeit und Disziplin. [6]

 

Quellen: [1] Aus der "Axel Springer AG" - "Welt-online" am 25. Juli 2009: "Stahlarbeiter prügeln Geschäftsführer zu Tode".
http://www.welt.de/wirtschaft/article4190591/Stahlarbeiter-pruegeln-Geschäftsführer-zu-Tode.html [2] "SZ" am 26.07.2009: "Stahlarbeiter erschlagen Manager".
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/432/481899/text/
[3] "Der Bund" am 25.07.2009: "Chinesische Stahlarbeiter erschlagen einen Manager".
http://www.derbund.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Chinesische-Stahlarbeiter-erschlagen-ihren-manager/story/12667536
[4] "BR": http://german.beijingreview.com.cn/nachrichten/txt/2009-07/24/content_208945.htm
[5] ZK der KPCh beruft Plenarsitzung ein.
http://german.china.org.cn/fokus/2009-07/26/content_18204911.htm
[6] China: Öffentlichkeit bezweifelt Integrität der Parteichefs auf Bezirksebene.
http://german.china.org.cn/fokus/2008-12/02/content_16888991.htm

Empfehlung:
1.) China: Aspekte zur gesellschaftspolitischen Entwicklung in der kapitalistischen und imperialistischen Weltwirtschaftskrise.
http://www.trend.infopartisan.net/trd7809/t117809.html
2.) Aspekte zur aktuellen gesellschaftspolitischen Realität.
http://www.trend.infopartisan.net/trd7809/t587809.html
3.) Der Club der Millionäre in China vergrößert sich: "Demnach leben in Festland-China mittlerweile über 825.000 Multimillionäre." - Siehe hierzu offiziell bei "German.China.org.cn":
http://german.china.org.cn/china/2009-04/17/content_17623617.htm







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