Kathrin Vogler: Friedensnobelpreis wichtiges Zeichen für mehr Zusammenarbeit

09.10.20
InternationalesInternationales, Politik, News 

 

„Krieg, Klimawandel, Ausbeutung – das sind die Hauptursachen dafür, dass weltweit rund 800 Millionen Menschen an Hunger leiden, Tendenz steigend. Die UN warnt zudem, dass durch die Covid-19-Pandemie bis Ende 2020 weitere 130 Millionen Menschen dazukommen könnten, die dringend auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind.

Das UN-Welternährungsprogramm leistet seit 60 Jahren einen überlebenswichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Hungers weltweit, stemmt sich in Krisenregionen dagegen, dass Hunger als Kriegs- und Konfliktwaffe eingesetzt wird und verbessert so auch vor Ort die Bedingungen für eine friedliche Entwicklung.

Bis das Ziel erreicht ist, die Ursachen für Hunger, Unterernährung und die damit verbundenen Krankheiten für immer zu beseitigen - ein Bruchteil der globalen Militärausgaben, die allein 2019 mehr als 1.917 Milliarden US-Dollar betrugen, würde dazu ausreichen - müssen wir dem Welternährungsprogramm und allen  Organisationen, die auf diesem Feld arbeiten, dankbar sein, dass sie täglich die schlimmsten Folgen dieser menschengemachten Katastrophe lindern. Ich gratuliere dem Welternährungsprogramm zum diesjährigen Friedensnobelpreis. Damit setzt das Nobelpreiskomitee auch ein starkes Zeichen gegen die systematische Unterhöhlung der Vereinten Nationen und ihrer Unterorganisationen und damit für die weltweite Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Krisen und Katastrophen.“







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