Späte Ehre für den ermordeten Arzt und Revolutionär Ernesto "Che" Guevara


15.06.08
InternationalesInternationales, Theorie, Arbeiterbewegung 

 

Argentinische Geburtsstadt Rosario ehrt ihren berühmtesten Sohn mit Bronzestatue

Von Claude Michael Jung

Der legendäre Arzt und Revolutionär Ernesto "Che" Guevara ist in seiner argentinischen Geburtstadt Rosario mit einer Bronzestatue geehrt worden. Das Denkmal wurde im Rahmen der Feiern zum 80. Geburtstag von Guevara eingeweiht.

Ernesto Guevara de la Serna, genannt Che Guevara oder zumeist einfach Che genannt, wurde am 14. Juni 1928 in Rosario, der zweitgrößten Stadt Argentiniens geboren. Am 9. Oktober 1967 wurde Ernesto "Ché" Guevara nach einem Gefecht mit der bolivianischen Armee bei Higueras verwundet und gefangen genommen. Kurze Zeit später wird "Ché" auf Anordnung des UA amerikanischen Geheimdienstes CIA von einem Unteroffizier der bolivianischen Armee im Alter von nur 39 Jahren ermordet.

Die Mörderbande stellte den Leichnam öffentlich zur Schau. Bevor die Mörder den Toten heimlich neben einer Flugzeugpiste verscharrten, ließen sie den toten und zerschundenen Körpers des 39-jährigen Revolutionärs mit halbgeöffneten Augen ablichten. Damit war das genaue Gegenteil, was die Mörder erreichen wollte, den Mythos vom Freiheitshelden „Che" für immer zu zerstören, gründlich verfehlt worden.

Der Aufstieg Che Guevaras als Märtyrer der Unterdrückten war nicht mehr aufzuhalten. Die Macht der Bilder begann sich zu Verselbstständigen und der argentinischen Arzt und Revolutionär Che wurde zur Projektionsfigur jugendlichen Rebellionsgeistes, gerade in jenen Ländern, für deren Herrscher Ernesto Guevara mit seinen Ideen ein Todfeind war.

Bis in die heutige Zeit entstehen immer wieder Filme über das Leben des Ches. Legendär ist bereits der Film „Die Reise des jungen Che" (Originaltitel: Diarios de motocicleta) des brasilianischen Regisseurs Walter Salles aus dem Jahr 2004. Das von Robert Redfort mitproduzierte Road Movie wurde mehrfach preisgekrönt, unter anderem mit dem Oscar im Jahre 2005 für den Song „Al Diro Lado Del Rio".

Ernest Che Guevara gilt als Begründer der Methodik, Strategie und Taktik des modernen Guerillakampfes. Seine Ermordung hat den „Che" zur Legende und wirklich unsterblich gemacht.

Die Aufstellung der vier Meter hohen Bronzestatue in Rosario, der Heimatstadt Ernest Guevaras ist ein Novum in Argentinien. Das drei Tonnen schwere Monument wurde vom argentinischen Bildhauer Andrés Zerneri gestaltet. Als Material verwendete der Künstler Zerneri 75 000 Schlüsseln und andere kleine Metallgegenstände, die ihm von etwa 15 000 Menschen aus aller Welt zugesandt wurden.







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