KURDISCHE BEWEGUNG: Kämpfe. Ziele. Perspektiven

30.09.08
InternationalesInternationales, Berlin, News 

 

Seminar und Podiumsdiskussion: 4.-5.Oktober 2008

Statthaus BöcklerparkU-Bhf. Prinzenstraße (U1) Berlin-Kreuzberg 36

In Deutschland leben rund 800.000 KurdInnen. Die Bundesregierung beteiligt sich mit Waffenlieferungen und dem Verbot der Arbeiterpartei Kurdistans PKK sowie des Fernsehsenders Roj TV am Krieg gegen die kurdische Bevölkerung in der Türkei. Gleichzeitig ist hierzulande auch unter Linken und der Friedensbewegung wenig über die Hintergründe der kurdischen Frage
und die Ziele der kurdischen Freiheitsbewegung bekannt. Auf einem Seminar wollen wir uns mit der Entstehung der kurdischen Frage seit Gründung der Republik Türkei 1923, dem rassistischen Wesen der kemalistischen Staatsideologie, der Entwicklung der kurdischen Freiheitsbewegung seit den 70er Jahren und den Vorstellungen der PKK zu Selbstbestimmung, Sozialismus und Frauenbefreiung beschäftigen. Den Abschluss bildet eines Podiumsdiskussion mit kurdischen, türkischen und deutschen TeilnehmerInnen über die Perspektiven für eine demokratische Lösung der kurdischen Frage.

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Samstag 4.10. 12-18h Seminar im Statthaus Böcklerpark, Prinzenstr.1, 10969 Berlin

Teil 1: Kemalismus und Entstehung der kurdischen Frage
Referent: Demir Kücükaydin / Hamburg (Schriftsteller und Journalist)
Die Gründung der Republik Türkei 1923, die Entstehung der kurdischen Frage, Unterdrückung und Widerstand unter Mustafa Kemal “Atatürk” und seinen Nachfolgern und das Wesen der kemalistischen Staatsideologie bis heute.

Teil 2: Geschichte des kurdischen Freiheitskampfes
Referent: Nick Brauns, Berlin (Historiker, Autor und Journalist “junge Welt”)
Die Entwicklung der kurdischen Freiheitsbewegung von der revolutionären türkischen Studierendenbewegung der 70er Jahre über die Gründung der Arbeiterpartei Kurdistans PKK, den Beginn des bewaffneten Kampfes 1984, Volksaufstände und den Spezialkrieg in den 90er Jahren und die Überlegungen der PKK zu Sozialismus und Frauenbefreiung.

Teil 3: Demokratische Republik und Demokratischer Konförderalismus
Referent: Reimar Heider, Köln (Publizist, Mitarbeiter “Internationale Initiative Freiheit für Abdullah Öcalan – Frieden in Kurdistan”) Von der Verschleppung Abdullah Öcalans durch ein internationales Geheimdienstkomplott und der Einstellung des bewaffneten Kampfes 1999 zum Strategiewechsel der PKK und dem Lösungskonzept des Demokratischen Konföderalismus
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Sonntag 5. Oktober 13 Uhr Wittenbergplatz: Demo gegen Hinrichtungen im Iran

Demonstration gegen die drohende Hinrichtung kurdischer Aktivistinnen und Aktivisten im Iran. 10 kurdische Journalisten, Lehrer, Menschenrechtsaktivisten und eine Frauenrechtsaktivistin droht in der nächsten Zeit ihre Hinrichtung. Ihnen werden Kontakte zur Partei für ein Freies Leben in Kurdistan vorgeworfen, die für einen Sturz der Mullah-Herrschaft im Iran und eine demokratische Autonomie für die kurdischen Landesteile kämpft. In vielen iranischen Gefängnissen findet momentan ein Solidaritätshungerstreik mit den zum Tode Verurteilten statt. Das Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin ruft dazu auf, sich an dieser Demonstration zu beteiligen. Während wir die Kriegsdrohungen gegen Iran strikt zurückweisen, gilt unsere Solidarität all denjenigen, die wie die kurdische Befreiungsbewegung, die Frauenbewegung, Studierendenbewegung und die Arbeiterbewegung für die Selbstbefreiung der Menschen im Iran kämpfen.

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Sonntag 5. Oktober 17-20h Podiumsdiskussion im Statthaus Böcklerpark, Prinzenstr.1, 10969 Berlin
Podiumsdiskussion “Lösungsperspektiven zur kurdischen Frage” mit:

• Mehmet Sahin, Köln (Europäischer Friedensrat Türkei / Dialogkreis)
• Brigitte Kiechle, Karlsruhe (Rechtsanwältin und Publizistin)
• Songül Karabulut, Düsseldorf (Ceni – Kurdisches Frauenbüro für Frieden)
• Moderation Nick Brauns (Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin)
Veranstalter: Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin







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