Chinas Entwicklung im Presse- und Meinungsspiegel:


04.10.09
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"Die chinesischen Unternehmen sind hochverschuldet. Die Banken stehen am Rande des Kollaps."

Von Reinhold Schramm

Frage: Warum sind europäische und amerikanische Unternehmen so scharf darauf, in China zu investieren?

George Friedmann: "Weil sie dort gigantische Marktchancen wittern. Sie sehen ein Volk von 1,3 Milliarden Menschen. Sie sehen die Millionäre in den Küstenstädten, die sich Mercedes und Maserati kaufen." - "Sie beachten nicht, dass mehr als eine Milliarde Chinesen weniger als 2.000 Dollar pro Jahr verdienen. Ihr Einkommen liegt auf dem Niveau von Äquatorialafrika. Ihre Situation muss sich verbessern, sonst kommt es in China zu sozialen Unruhen. Schon jetzt mehren sich die gewaltsamen Demonstrationen. Ein gefährliches Pflaster für ausländische Investitionen." [1]

Bloomberg "untersucht das soziale Gefälle in China. Im neuesten Gucci-Laden in Shijiazhuang, rund 300 Kilometer südwestlich von Peking, werde eine Geldbörse aus Schlangenhaut für 4.400 Dollar verkauft, das Zweifache des jährlichen Pro-Kopf-Einkommens der Stadt; fünf Stockwerke darüber verdiene eine Verkäuferin von Lamm-Kebab gerade einmal 7,30 Dollar am Tag." [2]

Christine Kühl schreibt in ihrem Beitrag für die "Financial Times Deutschland" unter anderem: "Die jungen Mitglieder nutzen die KP vor allem als Karrieresprungbrett." - "Für die junge Generation der 20- und 30-Jährigen ist die Mitgliedschaft heute vor allem eines: ein Karrieresprungbrett. Nur die Besten eines Jahrgangs an den Universitäten werden in die elitäre Kaderpartei aufgenommen. Das Parteibuch wird zum Bewerbungstool; mit Marx und Mao hat das nicht mehr viel zu tun." [3]

Die "junge Welt" dokumentiert - aus dem "Beschluß des ZK der KP Chinas" - in ihrer Ausgabe am 01.10.2009: "Die harmonische Gesellschaft ist ein wesentliches Attribut des Sozialismus chinesischer Prägung und eine wichtige Garantie für Reichtum und Stärke des Landes, für das Aufblühen der Nation und für das Glück des Volkes." u.a.m.. [4] 

"German.china.org.cn" berichtet: "Ausländische Versicherer sehen riesiges Potential im chinesischen Markt". Demnach meinte Gerry Grimstone, Vorsitzender des britischen Versicherers "Standard Life", einer der größten Versicherungsgesellschaften in Großbritannien: "China ist ein überaus spannender Markt. Ich bin enthusiastisch für China und ein riesiger Anhänger des Landes. Ich bin stolz auf die Tatsache, dass wir Teil des Wachstums in China sind und Produkte verkaufen, die für chinesische Familien gut geeignet sind". - Und: "Das Wichtigste in der Branche ist zu versuchen, langfristigen Nutzen für die Anteilseigner und die Kunden zu erzeugen", sagte Grimstone. [5] 


Quellen: [1] "manager-magazin.de" - am 01.10.2009: "Chinas Banken am Rande des Kollapses" - "China kontrolliert seine Wirtschaft nicht selbst". Ein Interview von Eva Müller mit George Friedman.
Im Internet: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,648882,00.html
[2] "Handelsblatt.com" - am 02.10.2009: "China: Dritte Asienkrise droht" - von Daniel Lenz.
Internet: http://www.handelsblatt.com/journal/presseschau/china-dritte-saienkrise-droht;2463855
[3] "FTD.de" - am 01.10.2009: "In China wird man Kommunist aus Karrieregründen" - von Christiane Kühl.
Internet: http://www.fld.de/politik/internationales/:60-jahre-in-china-wird-man-kommunist-aus-karrieregruenden/50017714.html
[4] "jW" - am 01.10.2009: "Von der Praxis ausgehen" - und ein Foto in der "jungen Welt" zeigt die Montagehalle des kanadischen Elektronikkonzerns "Celestica Technology" in der südchinesischen Stadt Dongguan - Lohnarbeiterinnen am Fließband.
Internet: http://www.jungewelt.de/2009/10-01/056.php
Anm.: In der gleichen Ausgabe berichtet Helmut Peters über die "Entwicklung in Widersprüchen" (Teil II.).
Hier behauptet Peters: "Am Beispiel Chinas, insbesondere an seiner gegenwärtigen Entwicklung, bestätigt sich die These Lenins, dass für einen Übergang aus mehr oder weniger vorkapitalistischen Verhältnissen zum Sozialismus >zivilisatorische Voraussetzungen< zu schaffen sind." - Anm.: Für seine Indienstnahme im Jahr 2009 ist Lenin nicht verantwortlich, auch nicht Marx und Engels.
Siehe zum Beitrag von Peters in der "jungen Welt" am 01.10.2009:
http://www.jungewelt.de/2009/10-01/026.php 
[5] "german.china.org.cn" - am 03.10.2009: "Ausländische Versicherer sehen riesiges Potential im chinesischen Markt".
http://german.china.org.cn/business/txt/2009-10/03/content_18649065.htm







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