Veränderungen in den Kurdenregionen in Nahost

10.05.13
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von Internationale Initiative”Freiheit für Abdullah Öcalan-Frieden in Kurdistan“

Am 1. September 2012 hatten wichtige Persönlichkeiten und MenschenrechtsaktivistInnen aus verschiedenen Ländern mit der internationalen Unterschriftenkampagne „Freiheit für Abdullah Öcalan und die politischen Gefangenen in der Türkei“ begonnen, die mittlerweile weltweit von hunderttausenden Menschen weltweit unterstützt wurde.

Die Freilassung des kurdischen Repräsentanten Abdullah Öcalan und der ca. 10.000 politischen Gefangenen in der Türkei trägt essentielle Bedeutung für einen gerechten und nachhaltigen Friedensprozess.

Deshalb möchten wir nochmals auf die Unterschriftenkampagne hinweisen, die jetzt auch online hier ausgefüllt werden kann:
www.freeocalan.org/?page_id=59

In der annähernd 30 Jahre andauernden militärischen Auseinandersetzung zwischen dem türkischen Staat und der kurdischen Freiheitsbewegung scheint eine historische Wende eingetreten zu sein. Eine politische Lösung des türkisch-kurdischen Konfliktes wird sich zweifellos positiv auf den Wandlungsprozess im gesamten Nahen Osten auswirken.

Am 8. Mai hat die PKK mit dem Abzug ihrer Kämpferinnen und Kämpfer aus der Türkei in den Norden des Irak begonnen. Dieser Vereinbarung gingen monatelange Verhandlungen zwischen Vertretern des türkischen Staates und dem inhaftierten PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan voraus.

Ende letzten Jahres wurde öffentlich, dass die seit Juli 2011 unterbrochene Dialogphase erneut aufgenommen worden ist. Als Ergebnis der Gespräche und Vereinbarungen unterbreitete Abdullah Öcalan zum kurdischen Neujahrsfest am 21. März 2013 seine historische Deklaration, in der er den Beginn einer neuen Ära mit den folgenden Worten verkündet hat:

Unser Kampf richtete sich gegen Unterdrückung, Unwissen, Ungerechtigkeit und erzwungene Rückständigkeit, gegen alle Formen von Repression und Knechtschaft (…) Heute beginnt eine neue Ära (…) Vor Millionen von Zeugen, die diesen Aufruf hören, sage ich: Endlich beginnt eine neue Ära, nicht die Waffen, sondern die demokratische Politik wird im Vordergrund stehen. Die Zeit ist gekommen, unsere bewaffneten Kräfte hinter die Grenze zurückzuziehen.“

Die kurdische Frage betrifft Syrien, den Irak, Iran und besonders die Türkei und stellt eines der großen, bis heute ungelösten Probleme des Mittleren Ostens dar. Allein in dem Konflikt zwischen dem türkischen Staat und der kurdischen Freiheitsbewegung haben bislang mehr als 40.000 Menschen ihr Leben verloren. Rund 4.500 Dörfer wurden entvölkert oder niedergebrannt und Millionen von Menschen zu Flüchtlingen gemacht.

Ein Friedensprozess braucht bekanntlich starke Persönlichkeiten, die in der Lage sind, ihre Gemeinschaften zu überzeugen, eine Konfliktlösung auf friedlichem Wege anzustreben. Einige Beispiele für solche Persönlichkeiten sind Nelson Mandela, Gerry Adams, José Ramos-Horta und Aung San Suu Kyi. Öcalan gehört zweifellos in diese Reihe. Dass sich in den letzten Jahren der Fokus der kurdischen Freiheitsbewegung vom Militärischen auf politische Wege zur Lösung der Konflikte verschoben hat, ist sein Verdienst.

Das ist auch der Grund, warum die Regierungen der Türkei seit 1993 den Kontakt mit Herrn Öcalan gesucht und damit seine Schlüsselrolle für eine Beilegung des Konfliktes auf politischem Wege anerkannt haben. Darüber hinaus steht die überwiegende Mehrheit der Kurdinnen und Kurden hinter ihm: In einer Unterschriften-Kampagne von 2006/2007 haben sich 3,5 Millionen von ihnen für Öcalan als ihren politischen Repräsentanten ausgesprochen. Sowohl bei der Beendigung eines 68-tägigen Hungerstreiks in den türkischen Gefängnissen Ende letzten Jahres als auch bei der Entwicklung der aktuellen Phase wurde erneut der unumstrittene Einfluss von Öcalan offenbar. Die 'New York Times' listete ihn daher unter den 100 weltweit einflussreichsten Menschen auf.

All dies macht ihn unverzichtbar und zu einer Schlüsselfigur für eine friedliche Beilegung des türkisch-kurdischen Konfliktes. Diese Rolle kann er jedoch nicht im Gefängnis wahrnehmen, wo seine Kommunikationsmöglichkeiten äußerst eingeschränkt sind.

Mit Ihrer Unterschrift können Sie mit dazu beitragen, dass dieser demokratische Friedensprozess unter fairen Verhandlungsmöglichkeiten zum Erfolg führt. Die Geschichte in Südafrika hat gezeigt, dass ohne den aus der Haft entlassene Nelson Mandela als Verhandlungspartner eine solche Entwicklung nicht gewährleistet wäre.

Ihre Unterschrift kann helfen, der Kampagne größere Wirkung zu verleihen. Sie ist damit ein wichtiger Beitrag zu einer friedlichen und gerechten Lösung eines der großen Konflikte im Mittleren Osten. Wir danken Ihnen.

Internationale Initiative Freiheit für Abdullah Öcalan-Frieden in Kurdistan“
Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. - Kurdish Women's Office for Peace

www.aljazeera.com/news/europe/2013/05/201358145139660169.html  


VON: INTERNATIONALE INITIATIVE”FREIHEIT FÜR ABDULLAH ÖCALAN-FRIEDEN IN KURDISTAN“






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