Bericht von 22 europäischen NGO: "Handel gegen den Frieden"

01.05.13
InternationalesInternationales, News 

 

von Clemens Ronnefeld*

Wie Europa zur Erhaltung illegaler israelischer Siedlungen beiträgt"

Liebe Friedensinteressierte,

beiliegend sende ich ein Dokument von 22 Nichtregierungsorganisationen, darunter die Kirche von Schweden, IKV Pax Christi Niederlande, Medico International Deutschland, die Methodistische Kirche in Großbritannien und der Quäkerrat für europäische Angelegenheiten, die gemeinsam einen 36-Seiten umfassenden Bericht erstellt haben mit dem Titel: "Handel gegen den Frieden - Wie Europa zur Erhaltung illegaler israelischer Siedlungen beiträgt".

Der Bericht empfiehlt der EU eine Reihe von konkreten Maßnahmen, die bisherige Politik zu verlassen und die Einhaltung des Völkerrechts zur Grundlage einer geänderten EU-Politik zu machen - was konkrete Maßnahmen bezüglich der israelischen Siedlungen im Westjordanland zur Folge hätte ( s. Seite 30f.).

Nach diesem Bericht importiert die Europäische Union fünfzehn mal mehr aus Israels illegalen Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten als von Palästinensern selbst.

Medico international kommentiert das Dokument u.a. so:

"Unter den Siedlungsgütern, die in Europa verkauft werden, befinden sich vor allem Datteln, Weintrauben, Zitrusfrüchte, Kräuter, Wein, Kosmetikprodukte von Ahava, einige der Kohlensäure-Besprudelungsgeräte von Soda Stream sowie einige der Plastik-Gartenmöbel, welche von Keter produziert werden.

Produkte aus den Siedlungen des Westjordanlandes werden im Kontext von Häuserabrissen, Landbeschlagnahmung und militärischer Besetzung produziert.

Deshalb fordern die Organisationen die europäischen Regierungen auf endlich der Rhetorik der Siedlungsverurteilung Taten folgen lassen und zumindest zu gewährleisten, dass Konsumenten informierte Entscheidungen über diese Produkte in den Läden treffen können. Dies ist nichts weiter als das Einhalten von Europäischem und Internationalem Recht."


www.medico.de/themen/menschenrechte/nahost/dokumente/eu-importiert-15-mal-mehr-von-illegalen-israelischen-siedlungen-als-von-palaestinensern-enthuellt-neuer-bericht-/4324/

Das Dokument vom Oktober 2012 liegt nun auch in deutscher Sprache vor und hat bereits in etlichen Ländern für sehr viel Aufsehen gesorgt.

Clemens Ronnefeldt
Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des internationalen Versöhnungsbundes
A.-v.-Humboldt-Weg 8a
85354 Freising
Tel.: 08161-547015
Fax: 08161-547016
C.Ronnefeldt@t-online.de
www.versoehnungsbund.de



VON: CLEMENS RONNEFELD






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