Gehen der NSA die Terroristen aus?

10.12.13
InternationalesInternationales, Antifaschismus, Politik 

 

von Piratenpartei Deutschland

Virtuelle Geiselhaft von Gamern beenden

Der amerikanische Geheimdienst NSA sowie der britische GCHQ machen auch vor den persön- lichen Nachrichten in Online-Spielen nicht halt. Das geht aus aktuellen Veröffentlichungen von Edward Snowden [1] hervor.

Angesichts der massiven Eingriffe der Geheim- dienste in die Privatsphäre jedes Internetnutzers und der bleibenden Untätigkeit der Politik ruft die Piratenpartei Deutschland die Gamerszene auf, kollektiv Widerstand gegen die Überwachung ihres virtuellen Lebens zu leisten.

»Die NSA spielt mit uns und schreckt tatsächlich nicht davor zurück, in jeden Bereich einzudringen, dessen sie habhaft werden kann. Wir haben es satt, dass Geheimdienste unsere Grundrechte derart mit Füßen treten und die Bundesregierung immer nur weg- schaut. Unsere Kultur ist unsere Festung - bis hierher und nicht weiter. Da die Politik sich offensichtlich mehrheitlich verweigert, die Geheimdienste in die Schranken zu weisen, scheint es wieder einmal einen Akt des zivilen Ungehorsams zu benötigen, um an unsere wichtigsten Grundrechte zu erinnern«, mahnt Thorsten Wirth, Bundes- vorsitzender der Piratenpartei Deutschland.

Wie aus den Dokumenten hervorgeht, sind das XBox-Live-Netzwerk, aber auch Spieler von ›World of Warcraft‹, ›Second Life‹ und verschiedenen Shootern betroffen. Der Datenverkehr zwischen Kunden und Servern wurde untersucht und Chat-Protokolle zu Profilen zusammengefügt. Mitarbeiter der Geheimdienstbehörden wurden direkt in Spiele eingeschleust.

»Unsere Freiheit ist gefährdet, weil inzwischen jede Nachricht auf unserem Handy und unserem Laptop - selbst im vermeintlich geschützten Umfeld der Gaming-Community - von Dritten gelesen werden kann. Wir müssen uns die Freiheit des Netzes zurückero- bern. Das heißt auch, dass wir endlich damit beginnen, das Netz von politischer Seite aus zu einem demokratischen Raum umzugestalten, in dem die Grundrechte selbst- verständlich sind«, so Wirth weiter.

Quellen:
[1] Überwachung in Online-Spielen [engl.]:
www.documentcloud.org/documents/889128-games.html


VON: PIRATENPARTEI DEUTSCHLAND






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