Internationale Solidaritätsbrigaden nach Kobanê (Rojava/Nordsyrien)

01.04.15
InternationalesInternationales, Bewegungen, News 

 

Von MLPD

Im Januar wurde die nordsyrische Kurden-Stadt Kobanê von den faschistischen IS-Milizen befreit. Das war ein wichtiger Sieg des kurdischen Befreiungskampfs gestützt auf die internationale Solidarität. Jetzt heißt es: »Kobanê muss wieder aufgebaut werden!«. Rojava, das steht für den derzeit fortgeschrittensten Kampf für Freiheit und Demokratie. Die demokratische Selbstverwaltung fördert das friedliche Zusammenleben aller Volksgruppen. Rojava ist ein Vorreiter in Sachen Frauenrechte, fördert den Umweltschutz und die Lösung der sozialen Fragen. 

Die revolutionäre Weltorganisation ICOR mit ihren 48 Mitgliedsorganisationen hat beschlossen den Wiederaufbau mit Internationalen Solidaritätsbrigaden zu unterstützen. Sie arbeitet dabei eng mit dem kurdischen Dachverband »Kongress der demokratischen kurdischen Vereinigungen in Europa (KCD-E)« und der führenden Partei in Rojava der PYD, zusammen. Gemeinsam wurde vereinbart, dass die Solidaritätsbrigaden beim Wiederaufbau medizinischer Einrichtungen helfen.

Für viermal vier Wochen werden zwischen dem 20. Juni und dem 19. September 2015 auch aus Deutschland zahlreiche Helferinnen und Helfer nach Syrien aufbrechen. Insgesamt werden sich 60-100 Menschen daran beteiligen. Sie haben sich vor allem den (Wieder-)Aufbau medizinischer Einrichtungen in Kobanê vorgenommen.

In Deutschland hat die ICOR-Mitgliedsorganisation MLPD die Verantwortung für die Brigaden übernommen. Sie ruft zur Teilnahme, finanziellen Unterstützung und zur Spende von benötigtem Baumaterial und medizinischem Gerät auf.

»Die Stadt Kobanê wurde zu 80 % zerstört, 200.000 Einwohner waren geflohen, bzw. evakuiert. Es ist skandalös, dass die Bundesregierung bisher keinerlei wieder Aufbauhilfe leistet, obwohl sie sich überall auf der Welt als große Kämpfer für Menschenrechte und Entwicklung aufspielt«, heißt es im Aufruf zur Beteiligung an den Brigaden.

Das soll den Geist des Internationalismus und die gegenseitige internationale Solidarität stärken.

Am 6. Juni findet in Gelsenkirchen ein großes Internationales Solidaritätsfest  zur Verabschiedung der Brigaden statt.







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