Ist Maduro die Mafia? (so der „Spiegel“) Oder Venezuela Donald Trumps „Schweinebucht“?


Bildmontage: HF

03.05.19
InternationalesInternationales, Debatte, TopNews 

 

Von Hannes Sies

Derzeit laufen die immer hysterischer umgesetzten Putschpläne der USA gegen Maduro schlecht: Man könnte analog zur gescheiterten Invasion Kubas durch CIA-gesteuerte Exilkubaner von einem „Schweinebucht-Desaster“ sprechen. Es geht um die Macht und um viel Öl. Dennoch feiern ARD und Presse unter Führung ihres Leitwolfs SPIEGEL weiter ihre Lichtgestalt Guaido und dämonisieren Maduro als Drogenbaron. Der SPIEGEL-Artikel "Wie sich Präsident Maduro einen Gangsterstaat schuf" erklärte den sozialistische Administration Venezuela praktisch zu einem Teil der Drogenmafia. Da US-Präsidenten eher wiedergewählt werden, wenn sie ihr Land in einen Krieg führen, besteht für Venezuela und die ganze Region eine brandgefährliche Lage. Unsere Mainstream-Journaille spielt durch ihre unkritisch-willfährige Haltung mit dem Feuer.

Der SPIEGEL liefert in seinem weitschweifigen Maduro-Gangster-Artikel eine wirkungsvolle Mischung aus tränenreichem Claas-Relotius-Stil (wie ihn die Henry 'Hitlertagebücher' Nannen-Schule lehrt) und staatstragender Propaganda, wie sie wohl schon die alten SS-Kader in der SPIEGEL-Red. pflegten: Deren Altnazi-Existenz beim linksliberalen Augstein-Blatt enthüllte übrigens nicht RT, sondern die NZZ, die dabei besonders des SPIEGELs Version des Reichstagsbrandes (die Lubbe-Einzeltäter-Theorie) kritisierte.

Vermutlich glauben viele SPIEGEL-Leser heute, dass der vom Mainstream preisgekrönte, aber als notorischer Märchenerfinder entlarvte Claas Relotius nur ein verwirrter Einzeltäter war, wie angeblich Lubbe, weil der Oskar-verdächtige zerknirschte Auftritt des SPIEGEL-Chefs Knussmann ("Wir geloben Besserung!") sie hinweg schmelzen ließ. Muss man das dem Flaggschiff des Bertelsmann-Konzerns aber wirklich glauben?

Drogenmafia und CIA in Lateinamerika
Könnte was dran sein, an der SPIEGEL-Verschwörungstheorie, dass in der Maduro-Administration einige Leute auch am Drogenhandel verdienen? Ja. Aber die SPIEGEL-Story könnte ebenso gut frei erfunden wie manipulativ ausgeschmückt sein, tendenziös ist sie auf jeden Fall: Sie stellt die USA als hehre Kämpfer gegen die Drogenmafia dar, obwohl lange bekannt ist, dass die CIA tief in diesen Mafianetzen stecken und Fäden ziehen. Dass CIA wie USA alles daran setzen, Maduro mit Dreck zu bewerfen ist wohl offensichtlich.

So ist die CIA mutmaßlich auch in Venezuela/Kolumbien am Werk und dass sie ihre aus geheimdienstlichen Drogengeschäften erwachsenden Möglichkeiten nutzen, um Maduros Leuten etwas anzuhängen, sie zu korrumpieren, zu erpressen, ist wohl mehr als wahrscheinlich. Wenn John Bolton aber die Strafverfolgung von Maduros Leuten betreibt, sollte er auch mal nach Straftätern in seinem eigenen Lager fragen, welches er jedoch lieber vor dem internationalen Strafgerichtshof schützen will -wie ein Mafiosi es wohl auch tun würde.

Und der SPIEGEL, der Maduro als korrupt bezeichnet? Ist selbst nicht so sauber, wie seine Fans glauben: Er produziert z.B. Tendenz-Berichterstattung im Dienste eines jeden, der dafür bezahlt. Das ist wissenschaftlich bewiesen für das Anzeigenjahr 2011 und die dazu gehörige Berichterstattung, wo Firmen, die Anzeigen bezahlen, in SPIEGEL-Berichten lobend erwähnt und ihre Produkte genannt wurden (wie auch im Focus). Als ob wir das nicht geahnt hätten.

Siehe auch:

Stromausfall in Venezuela: Gibt es einen Wirtschaftskrieg der USA?

http://www.scharf-links.de/44.0.html?&tx_ttnews%5bpointer%5d=2&tx_ttnews%5btt_news%5d=69001&tx_ttnews%5bbackPid%5d=56&cHash=f52c4bf244

Washingtons Putschplan wiederholt gescheitert

https://www.heise.de/tp/features/Washingtons-Putschplan-wiederholt-gescheitert-4412126.html?seite=all

und zu Boltons Venezuela-Politik:

Venezuela - Coup Failure Necessitates A New Policy - Bolton The Stache Is Pushing For War







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