Neuerscheinungen Sachbuch

10.05.20
KulturKultur, TopNews 

 

Buchtipps von Michael Lausberg

Buch 1

Julia Voss: Hilma af Klint. „Die Menschheit in Erstaunen versetzen“. Biographie, S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main 2020, ISBN: 978-3-10-397367-9, 25 EURO (D)

Die schwedische Künstlerin Hilma af Klingt (1862-1944) war bislang nur als Porträt- und Landschaftsmalerin bekannt. Ihr künstlerisches Werk umfasst mehr als 1300 Gemälde. Zu Lebzeiten untersagte sie jegliche Ausstellung ihrer abstrakten Werke und verfügte testamentarisch, dass sie erst 20 Jahre nach ihrem Tod öffentlich gezeigt werden durften. Eine große Zahl der Arbeiten wurde der Öffentlichkeit für längere Zeit nicht bekannt und blieb bei ihrem Neffen und Erben Erik af Klint gelagert. Anfang der 1980er-Jahre machte dieser den Bestand für wenige Kunsthistoriker und Theologen zugänglich. Die langsame Wiederentdeckung der Künstlerin begann durch verschiedene Ausstellungen, die auch das internationale Interesse weckten. Die Kunsthistorikerin Julia Voss lernte Schwedisch und beschäftigte sich intensiv mit af Klints Nachlass. Das Ergebnis ist diese groß angelegte Biografie.

Dabei revidiert Voss eine lang für wasserdicht befundene These in der Kunstgeschichte, nämlich dass die Abstraktion in der modernen Malerei um 1911 entstand, die eng mit Wassily Kandinsky, Piet Mondrian und Kasimir Malewitsch verbunden wird. Die Ergebnisse ihrer Forschung über Hilma af Klint belegen jedoch, dass die Künstlerin schon 1906 abstrakte Werke produzierte und damit als die eigentliche Pionierin der abstrakten Malerei anzusehen ist. Die „Wiederentdeckung“ von Hilma af Klint hat also enorme Auswirkungen auf die Geschichte der modernen Kunst.

Hilma af Klint war eine der ersten Frauen in Schweden, die auf einer Kunsthochschule studieren durften. Auch dort war sie Pionierin. Ihre  großformatigen Serie Malereien für den Tempel mündete, die schließlich 193 Gemälde umfasste, war ihr Hauptwerk. Nach ihrer Hinwendung zur Anthroposophie Rudolf Steiners entwickelte sie in den 1920er-Jahren einen davon beeinflussten Stil. Voss schreibt: „Für Hilma af Klingt war das Wunderbare und Übernatürliche Teil ihrer Erfahrungswelt, ohne dass dadurch das Alltägliche außer Kraft gesetzt worden wäre. Beides konnte sie miteinander vereinbaren, ohne einen Widerspruch zu empfinden oder aus der Spur zu geraten.“ (S. 466)

Ihr stattliches Werk mit mehr als 1300 Gemälden einem Stil zuzuordnen, ist schwierig. Die Werke waren auch immer Ausdruck der stetigen geistigen Weiterentwicklung der Künstlerin. „Ihre Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Notizbücher gleichen einem riesigen Flusssystem, mit unzähligen Wendungen, Verzweigungen und Armen, von denen einige oberirdisch verlaufen, andere unterirdisch.“ (S. 463), so Voss.

Das Buch ist mehr als eine Biografie. Die Autorin erzählt in diesem Buch auch eine alternative Geschichte der Abstraktion in der Kunst. Einiges über Anthroposophie hätte allerdings gestrafft werden können, da verliert sich Voss zu sehr in den Einzelheiten. Sonst ist es das Resultat einer intensiven Beschäftigung mit einer von vielen Künstlerinnen, die wiederentdeckt oder erst im Zuge der fortschreitenden Emanzipation neu entdeckt werden. Das Werk wird auch durch die Diskussion seiner Schlüsselthese maßgeblich die moderne Kunstgeschichte in den nächsten Jahren prägen.

 

Buch 2

Brexit-Abkommen. Vertragstexte. Protokolle. Politische Erklärungen. Mit einer Einführung von Jörg Philipp Terhechte, Nomos, Baden-Baden 2020, ISBN: 978-3-848-76584-3, 36 EURO (D)

Mit dem Brexit-Abkommen wird der Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU und der EURATOM letztlich besiegelt und für eine recht kurze Übergangsfrist Rechtssicherheit geschaffen. Das Abkommen regelt so nur die unmittelbaren Folgen des Austrittes, nicht jedoch die langfristigen Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU.

In seiner Einführung zum Brexit-Abkommen geht Jörg Philipp Terhechte zunächst auf den rechtlichen Rahmen des EU-Rechts und des britischen Rechts für den Austritt ein. Außerdem erläutert er die Systematik und den rechtlichen Status des Abkommens aus der Perspektive des EU-Rechts. Anschließend werden die einzelnen Bereiche des Brexit-Abkommens vorgestellt mit einem Schwerpunkt auf den Grundsatz der Fortgeltung des EU-Rechts sowie die Zuständigkeiten des Europäischen Gerichtshofs. Dann wird noch auf die Protokolle zum Abkommen sowie auf die zukünftigen Entwicklungen rund um das Abkommen eingegangen.

Danach folgt der Abdruck des Abkommens des Vereinigten Königreiches aus der EU und der EURATOM. Das Protokoll zu Irland/Nordirland mit seinen sieben Anhängen wird dann vorgestellt. Das Protokoll zu den Hoheitszonen des Vereinigten Königreiches auf Zypern und zu Gibraltar mit seinen neun Anhängen wird danach abgedruckt. Die politische Erklärung zur Festlegung des Rahmens für die künftigen Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich bilden den Abschluss. Die politische Erklärung skizziert in groben Zügen, wie das zukünftige Verhältnis aussehen könnte und welche Schwerpunkte bei den Verhandlungen im Mittelpunkt stehen sollten.

Im Anhang findet man noch ein Stichwortverzeichnis.

Hier können sich die verschiedenen Gruppen aus Wirtschaft, Recht und Politik über die augenblicklichen rechtlichen Grundlagen und die politische Erklärung, die zukünftige Weichenstellungen enthält, umfassend informieren. Dank des umfangreichen Stichwortverzeichnisses können unterschiedliche Bereiche schnell nachgeschlagen werden.

Buch 3

Ivan Krastev/Stephan Holmes: Das Licht, das erlosch. Eine Abrechnung, Ullstein, Berlin 2019, ISBN: 978-3-550-05069-5, 26 EURO (D)

Die beiden Autoren analysieren in diesem Buch, wie es zu den rechtspopulistischen Gegenbewegungen im postsozialistischen Osteuropa, die sich unter anderem gegen den liberaldemokratischen Ansatz der westlichen EU-Staaten richtet,  kommen konnte. Sie sehen dort eine neue Form des Autoritarismus, vor allem in Ungarn und Polen, wo außerdem Rechtstaatlichkeit und andere demokratische Rechte wie Pressefreiheit praktisch ausgehebelt worden sind.

Die Autoren streichen heraus, dass heutige Transformationsstaaten nur kurze demokratische Perioden in ihrer Geschichte erlebten. Nach dem Kollaps der Sowjetunion sahen sich die Länder Mittel- und Osteuropas aufgefordert, die westlichen Gesellschaftsmodelle nachzuahmen, da es vermeintlich keine Alternative gab. Die neoliberale Ordnung wurde von oben übergestülpt und soziale Akteure wie Gewerkschaften schwach, was in der Folgezeit zu realen Enttäuschungen und damit massiven Vertrauensverlusten einherging. Die Probleme der Transformation schlugen um in Nationalismus, Demokratieverdrossenheit und die Sehnsucht nach einem starken Führer bzw. Staat.

Die Schattenseiten des Kapitalismus waren schon nach dem Zusammenbruch der staatssozialistischen Staaten zu spüren: Arbeitslosigkeit, Armut, Zerfall alter Bindungen und fehlende sozialstaatliche Absicherungen. Die Autoren beschreiben dies gut anhand Verfehlungen der Treuhand und der Vernichtung ganzer Industrien in Ostdeutschland. Was hier aber fehlt: Die Auseinandersetzung mit dem Fehler im System an sich, das Ungleichheit produziert. Außerdem fehlen Hinweise darauf, dass im Staatssozialismus in Osteuropa weniger der proletarische Internationalismus wie proklamiert praktiziert wurde, sondern nationale Praktiken gelenkt durch einen starken Zentralismus. Nicht umsonst gab es in der DDR Institutionen mit Nationaldünkel wie die Nationale Volksarmee usw. und die These von der sozialistischen deutschen Nation. Außerdem ist in einigen hier benannten Fällen die Bezeichnung „Rechtspopulismus“ euphemistisch, es handelt sich dagegen um neonazistische oder extrem rechte Parteien wie Ataka oder Jobbik.

Lesenswert sind jedoch die globalen Betrachtungen über den Niedergang der USA als Weltmacht und damit des Bedeutungsverlustes des Westens insgesamt; zum Aufstieg Chinas mit dessen Selbstverständnis und der neuen Rolle Russlands.

 

Buch 4

Sebastian Ostritsch: Hegel. Der Weltphilosoph, Propyläen, Berlin 2020, ISBN: 978-3-549-10015-8, 26 EURO (D)

In Hegels Philosophie bilden Logik, Naturphilosophie und die Philosophie des Geistes die zentralen Punkte. Hegel selbst sprach davon, dass sich in ihnen „die ungeheure Arbeit der Weltgeschichte“ (PG 34) ausdrücke, die vom „Weltgeist“ verrichtet wurde. Das Ziel der Philosophie könne erreicht werden, wenn sie die Weltgeschichte und die Geschichte der Philosophie begreift und damit auch „ihre Zeit in Gedanken erfaßt“ (R 26).

Der Philosoph Sebastian Ostritsch legt eine Darstellung der Philosophie Georg Wilhelm Friedrich Hegel vor. Für ihn ist er der letzte große Systemdenker der Philosophie; der nicht nur den logischen Widerspruch, sondern auch dessen Aufhebung in einem dynamischen Prozess beherrschte.

Neben biografischen Stationen und seiner Auseinandersetzung mit philosophischen Denkern stellt der Autor Hegels Dialektik, die Phänomenologie des Geistes, die Wissenschaft der Logik, die Enzyklopädie, Hegels Naturphilosophie, seine Rechtsphilosophie, Ästhetik und Religionsphilosophie in einzelnen Kapiteln dar. Ostritsch hebt das Systemische seiner Philosophie hervor: „Als Philosophieren im System ist Hegels Denken nicht mehr überboten worden. Bis auf wenige Ausnahmen hat sich nach Hegels Tod kaum jemand mehr überhaupt an einem System der Philosophie versucht. Heute sind die Systemdenker praktisch ausgestorben.“ (S. 269) Hegels Verdienst sieht er auch darin, die Macht des Geistes und die Selbsterkenntnis des Menschen hervorgehoben zu haben: „Allen Reduktionismen und Einseitigkeiten, die uns nur einen verzerrten Blick auf uns selbst und das Ganze erlauben, stellt Hegel die grandiose Vision eines von der Vernunft beherrschten Universums entgegen, in dem alle Gegensätze in der Einheit des Geistes – des wahrhaft Absoluten – aufgehoben sind.“ (S. 275)

Hegels Schattenseiten in seinem Denkgebäude werden aber nicht mit der notwendigen Ausführlichkeit angegangen. In seinen „Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte“ widmet sich Hegel im Kapitel „Geographische Grundlage der Weltgeschichte“  auch dem afrikanischen Kontinent. Dort heißt es: „Der eigentümlich afrikanische Charakter ist darum schwer zu fassen, weil wir dabei ganz auf das Verzicht leisten müssen, was bei uns in jeder Vorstellung mitunter läuft, die Kategorie der Allgemeinheit. Bei den Negern ist nämlich das Charakteristische gerade, daß ihr Bewußtsein noch nicht zur Anschauung irgendeiner festen Objektivität gekommen ist, wie zum Beispiel Gott, Gesetz, bei welcher der Mensch mit seinem Willen wäre und darin die Anschauung seines Wesens hätte. Zu dieser Unterscheidung seiner als des Einzelnen und seiner wesentlichen Allgemeinheit ist der Afrikaner in seiner unterschiedslosen Einheit noch nicht gekommen, wodurch das Wissen von einem absoluten Wesen, das ein andres, höheres gegen das Selbst wäre, ganz fehlt. Der Neger stellt, wie schon gesagt worden ist, den natürlichen Menschen in seiner Wildheit und Unbändigkeit dar: von aller Ehrfurcht und Sittlichkeit, von dem, was Gefühl heißt, muß man abstrahieren, wenn man ihn richtig auffassen will; es ist nichts an das Menschliche Anklingene in diesem Charakter zu finden.“ (S. 155) Auch die Tatsache, dass Hegel die abendländische Philosophie mit der Weltphilosophie gleichsetzte und damit besonders China, Indien und die islamische Denker zurückstufte, ist aus heutiger Sicht nicht haltbar.

Das Buch ist in einer verständlichen Sprache geschrieben, ohne den Sinn zu verfälschen oder zu reduzieren. Es bietet eine Erläuterung aller wichtigen Teilbereiche seiner Philosophie und auch eine kurze Rezeptionsgeschichte.  Bisweilen fehlt eine kritische Einordnung (siehe oben), dennoch ist es ein gutes Buch zur Einführung in Hegels Leben und Wirken. Im Anhang hätte allerdings nach eine kurze tabellarische Biografie zum Nachschlagen das Lesen erleichtert.

 

Buch 5

Katja Riemann: Jeder hat. Niemand darf. Projektreisen, S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main 2020, ISBN: 978-3-10-397313-6, 24 EURO (D)

Seit 2000 engagiert sich die Sängerin und Schauspielerin Katja Riemann sich als UNICEF-Botschafterin. Auf Einladung von Roger Willemsen für das Mannheimer Literaturfest „lesen, hören“ verfasste sie 2015/16 einen Bericht über ihre Arbeit und Erlebnisse, den sie nun als  in erweiterter Form als Buch herausbrachte. Der Buchtitel „Jeder hat. Niemand darf.“ zitiert Satzanfänge aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Darin geht es vor allem über ihre eigenen Erlebnisse über menschenrechtliche Arbeit vor Ort aus verschiedenen Ländern. Sie schildert dabei das jeweilige Projekt, das Ziel der humanitären Arbeit vor Ort und die damit verbundenen Schicksale. Zwangsläufig kommt dann die konkrete Auseinandersetzung mit Kriegen, Hunger, Armut, politischen Verhältnissen als Hemmschuh oder Förderer für die Projekte.

Dabei schildert sie unglaubliche Zustände, die schockieren und wütend machen. Wie rumänische Kinder, die HIV-positiv oder AIDS hatten, in einem Krankenhaus menschenunwürdig zusammengepfercht wurden und von dem Rest der Gesellschaft versteckt wurden. Oder die schlimmen Folgen für Frauen in Afrika, die beschnitten wurden und weiterhin werden. Nicht nur physisches Leiden, sondern auch kulturelle und gesellschaftliche Ausgrenzungen sind die Folge. Außerdem schildert sie ihre Treffen mit Menschrechtsaktivisten wie Molly Melching oder Maggie Barankitse, die sie persönlich als Bereicherung empfand.

Reisen quer durch die ärmere Südhalbkugel und manche Stationen in der sogenannten Ersten Welt werden ausführlich geschildert. Katja Riemann schildert auch, welche Erfolge erreicht worden sind und wie jeder Einzelne etwas tun kann. Und wie sie sich selbst durch diese Arbeit verändert hat und mit mehr Demut, mehr Empathie und anderen Schwerpunkten durchs Leben geht.

Das Buch wühlt auf, berührt und zeigt wieder mal, dass große Teile der westlichen Welt materiell gesehen und von der Gesundheitsvorsorge auf einer Insel der Seligen leben, ohne die Probleme wie Obdachlosigkeit, Armut, Rechtlosigkeit, oder die der Sans Papiers usw. bagatellisieren zu wollen. Eine stärkere Benennung und Anprangerung der politischen und wirtschaftlichen Verantwortlichen für solch im Buch beschriebenen Zustände wäre allerdings wünschenswert gewesen.

 

Buch 6

Peter Maffay/Gaby Allendorf: Hier und Jetzt. Mein Bild von einer besseren Zukunft, Lübbe, Köln 2020, ISBN: 978-3-431-05004-2, 20 EURO (D)

In diesem Werk geht es hauptsächlich um Maffays Einstellungen zu politischen, ökologischen und sozialen Gegenwarts- und Zukunftsfragen. Er wünscht sich eine bessere Welt für seine und unsere Kinder, und er möchte Schritte aufzeigen, um dieses Ziel zu erreichen.

Mit seiner Stiftung fördert Peter Maffay Projekte in seiner früheren rumänischen Heimat. Er erzählt dabei aus seiner Kindheit in einem rumänischen Dorf ohne viele Annehmlichkeiten, jedoch im Einklang mit der Natur. Er engagiert sich seit Jahrzehnten für sein Heimatdorf und unterstützt andere soziale Projekte, vor allem mit Kindern. Bekannt durch Tabaluga setzt er dies auch abseits der Bühne um. Sein Engagement für eine bessere Zukunft hat auch viel mit der Liebe und der Förderung von Kindern zu tun.

Ein weiteres Thema das Peter Maffay anspricht, ist sein Verhältnis zur Kirche und Religion. Er berichtet, warum er enttäuscht aus der Kirche ausgetreten ist, aber dennoch seinen persönlichen Glauben weiterhin lebt und daraus Kraft schöpft. Er setzt sich auch kritisch mit dem inhumanen Umgang mit Geflüchteten auseinander und kritisiert die Abschottung der EU.

Das Thema, was jedoch den meisten Raum einnimmt, ist der Natur- und Klimaschutz. Er selbst hat sich den Biohof Gut Dietlhofen gekauft, was für ihn ein Rückzugsort, aber auch eine Umsetzung seines Lebens mit der Natur darstellt. Dort werden verschiedene Produkte zum Eigenbedarf und zum Verkauf geerntet, zum Beispiel kann der Kunde seinen Salat selbst pflücken und bezahlen. Hier können auch Wanderer ein Dach über den Kopf findet, sozial benachteiligte und traumatisierte Kinder können dort auch eine Weile leben. Das Gut bietet auch Begegnungszentren wie die Mehrzweckscheune, die Kapelle, das Café und die Freizeithäuser. Einige Bilder vom Gut Dietlhofen, seinen Flächen und andere Impressionen findet man auch im Buch.

Was Maffay im Kleinen vorlebt, dafür wirbt er auch im größeren Stil. Er plädiert für regionales, saisonales Obst und Gemüse und für ein Bewusstsein eines nachhaltigeren Lebensstils. Er kritisiert, dass immer mehr Nutz- oder Waldflächen gerodet werden, um neue Wohngebiete zu erschaffen, anstatt die vorhandenen Projekte wieder nutzbar zu machen. Außerdem spricht er sich für eine ökologische Landwirtschaft und den Schutz der Ozeane und Seen aus. 

Dieses Buch ist ein Plädoyer für ökologisches und soziales Miteinander, wo Maffay anhand von Stationen seiner Biografie sein eigenes Engagement schildert und vorlebt. Das Buch regt zum Nachdenken und Nachmachen an. Es kommt dabei ohne den moralischen Zeigefinger aus und gibt Einblicke in einen sympathischen Menschen jenseits der Musik.

 

 







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