Neuerscheinungen Sachbuch

12.09.21
KulturKultur, TopNews 

 

Buchtipps von Michael Lausberg

Buch 1

Bayerische Architektenkammer: Preis Bauen im Bestand 2021, Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2021, ISBN: 978-3-862-18153-7, 24,80 EURO (D)

Den Preis lobt die Bayerische Architektenkammer unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und in Kooperation mit der Bundesstiftung Baukultur zum zweiten Mal aus. Er gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Baukultur in den verschiedensten Regionen Bayerns und will die Chance eröffnen, öffentlichkeitswirksam für Baukultur zu sensibilisieren.

Ausgezeichnet werden Werke, Bauherrinnen und Bauherren sowie Planerinnen und Planer, die mit zukunftsweisenden architektonischen Konzepten sowohl die Geschichte des Bestands wie auch deren graue Energie in besonderem Maße berücksichtigen und sich damit um einen vorbildlichen Umgang mit bestehender Bausubstanz verdient gemacht haben. In diese Bewertung fließen ebenso gestalterische Eigenschaften und regionale Identität ein.

Die Projekte werden verteilt auf die folgenden drei Kategorien: Bauten, die vor 1900 errichtet und in den letzten fünf Jahren saniert bzw. umgebaut wurden, Bauten die zwischen 1900 und 1945 errichtet und in den letzten fünf Jahren saniert bzw. umgebaut wurden und Bauten, die zwischen 1945 und 1985 errichtet und in den letzten fünf Jahren saniert bzw. umgebaut wurden.

Von den eingereichten 147 Projekten wurde von einer Jury in einem ersten Schritt eine „Longlist“ von 58 Projekten festgelegt. 27 dieser Projekte wurden in die engere Auswahl für Preise und Anerkennungen nominiert. Dieser Band präsentiert die preisgekrönten Projekte in Bildstrecken, begleitet durch Texte der Architekturhistorikerin Ira Mazzoni.

Das Buch beginnt mit den Kriterien und Ziel des Preises in zwei Essays von Reiner Nagel und Mathias Pfeil, danach werden die Jurymitglieder und die Jurymitglieder in beratender Funktion vorgestellt.

Anschließend werden entlang der drei Kategorien die ausgezeichneten Projekte vorgestellt, wobei zunächst die Preise und dann die Anerkennungen präsentiert werden. Bei allen Projekten gibt es zunächst eine Übersicht über Projektname, Bauherr, Architekten, Mitarbeitende und Fotograf. Dann wird das Projekt in Wort und Bild näher beschrieben.

Den Preis für Bauten vor 1900 gewann das Projekt Haus, Stall, Scheune – Die neue Bücherei Gundelsheim, wo ein alter fränkischer Hof zu einer Gemeindebücherei umgebaut wurde. Dem alten Haus und dem Stall wurde wieder eine Scheune zur Seite gestellt, das Konzept variiert spielerisch und bildet sowohl intime als auch großzügige Räume.

Den Preis für Bauten zwischen 1900 und 1945 gewann das Seminar- und Bildungshaus, KZ Gedenkstätte Flossenburg, wo ein ehemaliges SS-Casino zu einem Bildungszentrum ausgebaut wurde. Die Jury stellt heraus, dass das umgesetzte Architekturkonzept es ermöglicht, einen belasteten Ort neu wahrzunehmen und einem positiven Ort der Begegnung und des Austausches umzubauen.

Das Projekt Werk 3 im Werksviertel in München wurde für Bauten zwischen 1945 und 1985 prämiert. Die Vielfalt des Umbaus für mehr als 70 verschiedene Mieter und Nutzungen zur Förderung von einer vitalen Stadtentwicklung wurde hier goutiert.

Danach gibt es noch die „Longlist“ von Projekten aus München, Oberbayern, Niederbayern, der Oberpfalz, Mittelfranken, Oberfranken, Unterfranken und Schwaben.

Hier werden nachhaltige Projekte vorgestellt, die zugleich Lösungen für mangelnden Wohnraum als auch den Klimaschutz offenbaren. Im Gegensatz zum Neubau wird Energie und Kohlenstoff-Emissionen eingespart. Diese Dokumentation der Projekte bietet vielfältige Anregungen für Trends für den Umbau im Bestand, die vielfältigen Projekte sind ein Seismograph für die bayerische Branche. Hier können Bauherren und Architekten im deutschsprachigen Raum sich mit ausgewählten Projekten auseinandersetzen und etwas für die eigene Arbeit bzw. Wünsche mitnehmen.


Buch 2

Heinz Prüller: Grand Prix Story 50. Die Höhepunkte aus 50 Jahren, Residenz Verlag, Wien/Salzburg 2021, ISBN: 978-3-7017-3522-8, 34 EURO (D)

Seit 1971 erscheint das bekannteste Jahrbuch der Formel 1, Grand Prix Story von Heinz Prüller. Er war bei den bewegendsten Momenten auf der Rennstrecke und in den Fahrerlagern dabei, kennt die persönlichsten Geschichten der Fahrer und wird von den Großen des Rennbusiness hochgeschätzt. Die Grand Prix Story ist für viele die inoffizielle Chronik des Rennzirkus. I

In dieser Jubiläumsausgabe erinnert sich Heinz Prüller an die aufregende Zeit, für die er auch sein privates Foto-Archiv öffnet. Die Ausgabe versammelt Heiteres, Tragisches, besondere Interviews und Geschichten.

Aus den letzten 50 Jahren wurde eine repräsentative Auswahl von Highlights von Begegnungen, Momenten und persönlichen Interviews zusammengestellt. Die Beiträge wurden dabei im Original belassen und nicht nach heutigem Wissensstand verändert. Es werden auch immer wieder Zitate und aktualisierte Statistik-Karten eingestreut.

Zu Beginn gibt es Würdigungen als Vorworte von Jackie Stewart, Bernie Ecclestone, Jean Todt und Alexander Wrabera.

Nach den Beiträgen gibt es noch ein Interview mit Prüller über seine Anfänge als Sportjournalist, beim ORF, seine angenehmsten und schwierigsten Gesprächspartner, Kontakte mit Spitzensportlern und Grand-Prix-Highlights. Anschließend kommen noch Kolleginnen und Kollegen, Sportler und Sportlerinnen mit würdigenden Worten über Prüller zu Wort wie Gerhard Berger, David Coulthard, Annemarie Moser-Pröll, Karl Schranz oder Hans-Joachim Stuck. Englischsprachige Beiträge werden übersetzt. Am Ende wird noch die vollständige Statistik für das Rennjahr 2020 geliefert.

Bei den vorgestellten Artikeln steht für jedes Jahr die Charakteristik von Prüllers Berichterstattung klar im Vordergrund. Die Ereignisse während die vergangenen fünf Jahrzehnte in der Formel 1 sind dabei Staffage. Das ist gut so, es entspricht der Intention des Bandes. Viele aussagekräftige Bilder säumen die Wegstrecken der letzten Jahrzehnte, mit sportlichen Höhepunkten und während Prüllers Tätigkeit.

Aber: Das Interview mit Prüller hätte hinter die Vorworte gehört und wesentlich ausführlicher ausfallen können.


Buch 3

Peter Bause. Man stirbt doch nicht im dritten Akt. Erinnerungen. Aktualisierte Neuausgabe, Verlag Neues Leben, Berlin 2021, ISBN: 978-3-355-01912-5, 22 EURO (D)

Der Schauspieler Peter Bause lässt in diesem Buch in Art von Memoiren sein künstlerisches Leben Revue passieren. Dies ist die aktualisierte Neuauflage des Buches von 2010, um die letzten 10 Jahre erweitert und insgesamt überarbeitet.

Vor allem von seinen Stationen am Volkstheater Rostock, dem Deutschen Theater in Berlin, am Berliner Ensemble am Theater am Schiffbauerdamm werden zahlreiche Anekdoten erzählt. Dabei stehen nicht nur seine persönlichen Erlebnisse und seine Rollen, sondern auch seine Begegnungen mit Kollegen auf und abseits der Bühne im Mittelpunkt. Das in der Nacht stattfindende Aufnehmen von Märchenschallplatten war bei ihm und seinen Kollegen sehr beliebt, dazu gibt es gleich mehrere Anekdoten.

Bei inzwischen verstorbenen Kollegen wie Hansgeorg Stengel werden die gemeinsamen einprägsamen Erinnerungen nochmals lebendig gemacht.

Bei den Begegnungen stehen aber nicht nur Künstler im Mittelpunkt. Als sich die Radsportlegende Täve Schur in Magdeburg die Haare schneiden ließ, kam es zu einem Massenauflauf von Menschen, wo er sein Idol hautnah erleben konnte und spontan applaudierte.

Die Arbeit am Berliner Ensemble stellt er besonders heraus: Der dritte Akt, der wirkliche Höhepunkt, das war meine Arbeit am Berliner Ensemble unter Manfred Wekwerth.“ (S. 11) Über das Ende wirkt Bausch verbittert. Das Einpersonenstück von Patrick Süskind „Der Kontrabass“ spielte Bausch 36 Jahre lang, seine „Rolle aller Rollen.“ (S. 143) Er berichtet auch ausführlich von seiner Rolle im Stück „Des Teufels General“ in der Burg von Jagsthausen, wo er seinen oft bewunderten West-Kollegen Herbert Bötticher, den er bislang nur aus dem Fernsehen kannte, persönlich traf: „Bötticher war nicht nur ungemein bescheiden, freundlich, nachsichtig, nein, Anna und ich erlebten ihn als großen Zauberer.“ (S. 271)

Dies ist mehr als eine Biografie: Als Leser erfährt man viel vom Innenleben des ostdeutschen Theaters, der schwierigen Zeit nach der Wende für ostdeutsche Künstler, von Bauschs Karriereschritten im Kapitalismus und einige Eigenarten über seine Kollegen. Die Darstellung des nicht chronologischen Erzählens hat einerseits den Vorteil, dass es authentisch ist, aber auch den Nachteil, dass manchmal für den Leser der Überblick verloren geht. Eine Übersicht am Ende über Bauschs Rollen und eine Filmografie hätten ergänzt werden können.


Buch 4

Veith Kilberth: Skateparks. Räume für Skateboarding zwischen Subkultur und Versportlichung, transcript, Bielefeld 2021, ISBN: 978-3-8376-5708-1, 40 EURO (D)

Im Spannungsfeld zwischen subkultureller Herkunft von der Straße und der Versportlichungstendenz, die sich aktuell an der Olympiateilnahme und vor allem an Skateparks manifestiert, schreitet die Entwicklung von immer neuen Bauten von Städten und Gemeinden fort. Veith Kilberth beschreibt konkrete Lösungsvorschläge bei der Planung von Räumen für Skateboarding. Das Ziel liegt darin, wissenschaftliche Erkenntnisse als Orientierungshilfe für alle an der Planung von öffentlichen Skateboardprojekten interessierten und beteiligten Personen und Organisationen bereitzustellen. Dabei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt:

Was sind die identitätsstiftenden Merkmale von Skateboarding?

Wie lassen sie sich im Spannungsfeld zwischen Subkultur und Versportlichung fassen?

Wie lassen sich diese sozialwissenschaftlichen Erkenntnisse für die kommunale und spezifische Skateparkplanung räumlich deuten und konzeptualisieren?

Als Ergebnis werden zehn identitätsstiftende Merkmale von Skateboarding herausgearbeitet, die für die Praxis als insgesamt 23 Gestaltungsgrundsätze konzeptualisiert wurden und sowohl für die kommunal-strategische als auch die spezifische Planung von Skateparks angewendet werden können. Dadurch können die identitätsstiftenden Merkmale von Skatboarding in ihrer räumlich-materiellen Gestaltung sogar noch verstärkt werden. Dies ist eine Erweiterung des Ansatzes, Skateparks mit ausschließlichem Fokus auf die örtlichen Gegebenheiten und die Wünsche und Bedürfnisse der lokalen Nutzer*innen zu gestalten. Die Grundsätze zeigen diejenigen Stellen auf, an denen die Terrains im Sinne der Nachhaltigkeit einer langfristigen Planung modifiziert werden können. Die Arbeit verkleinert im Bereich der geografischen Lage, der Flächengröße und der partizipativen Planungsverfahren die inhaltliche Lücke von fehlenden Spezifika für die Skateparkplanung in der öffentlichen Verwaltung. Sie stellt einen Prozess der spezifischen Planung in den Segmenten der Terrainstruktur, der Elemente und der Aufenthaltsbereiche vor. Die beiden Planungsebenen, die kommunal-strategische und die spezifisch-operationale werden als schematisches Modell grafisch zusammengefasst.

Der Vorteil des Buches liegt in seinem interdisziplinären Ansatz und erweitert das konzeptionelle Wissen über den Bau von Skateparks beträchtlich. Allerdings könnten die Beispiele von konkreten Umsetzungen höher sein. Dass die Planungsgrundsätze dabei nicht an den potentiellen Nutzer*innen vorbeilaufen sollte und deren Bedürfnisse integriert werden müssen, wird als selbstverständlich vorausgesetzt.


Buch 5

Alexander Lüdeke: Die deutsche Panzerwaffe. Typen- Technik-Taktik 1939-1945, Motorbuch, Stuttgart 2019, ISBN: 978-3-613-04182-0, 34, 90 EURO (D)

Die Grundlagen der deutschen Panzerwaffe für ihren Einsatz im Zweiten Weltkrieg, besonders im Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion, wurden schon nach dem Ersten Weltkrieg geschaffen. In diesem militärhistorischen Werk werden die Hintergründe, Strukturen, Typen und die „Einsatzgebiete“ der Panzerwaffe erläutert und mit vielen historischen Abbildungen illustriert.

Das Buch wird eingeleitet durch ein Grundlagenkapitel über die deutsche Panzerwaffe und deren verschiedenen Entwicklungsphasen vor und während des Zweiten Weltkrieges. Anders als die Streifkräfte anderer Länder fasste die Wehrmacht Panzer zu Großverbänden zusammen, in denen später motorisierte später auch gepanzerte Infanterie- und Artillerieeinheiten zu finden waren. Jeder der drei neuen ab Oktober 1935 aufgestellten Divisionen bestand aus einer Panzer- und motorisierten Schützenbrigade sowie einer Panzerjäger-, Panzeraufklärungs- und Nachrichtenabteilung, einem Artillerieregiment sowie einer Pionierkompanie und Versorgungstruppen. In den folgenden Jahren kam es noch zu strukturellen Veränderungen.

Danach werden die unterschiedlichen Typen und deren militärischer „Einsatz“ veranschaulicht. In einzelnen Kapiteln geht es um leichte Panzerkampfwagen, mittlere Kampfpanzer, schwere Panzerkampfwagen, Panzerjäger und Jagdpanzer. Außerdem bilden Sturmgeschütze und Sturmpanzer, Artillerie-Selbstfahrtlafetten, Flack-Selbstfahrlafetten, gepanzerte Kleinfahrzeuge, gepanzerte Vierrad-Fahrzeuge, gepanzerte Sechsrad-Fahrzeuge, gepanzerte Achtrad-Fahrzeuge, leichte Halbketten-Schützenpanzerwagen und mittlere Schützenpanzerwagen Schwerpunkte. Abgeschlossen wird das Buch mit gepanzerten Zugkraftwagen und Gleisketten-LKW.

Zeichnungen wie der Aufbau der Panzer von innen, Tabellen und Perspektivwechsel bei den Abbildungen sorgen für einen visuellen Eindruck.

Im Anhang findet man noch ein Glossar für die wichtigsten Fachbegriffe und ein Abkürzungsverzeichnis.

Dies ist eine Mischung zwischen Bildband und informativem Text. Es wird Wert gelegt, dieses Spezialthema in den Kontext des Zweiten Weltkrieges und davor einzuarbeiten. Modelle, Ausführungen, Munition, Technik, Panzerung und anderes stehen dennoch im Vordergrund. Gut ist die detaillierte Beschreibung des Aufbaus der Panzerwaffe in der Vorkriegszeit im Grundlagenkapitel. Leider fehlen ein Literaturverzeichnis und Links zu dem Thema.


Buch 6

Simon Lohmeyer: Irre gut. Deine Beste Zeit ist jetzt, Knaur, München 2021, ISBN: 978-3-426- 67609-7, 18 EURO (D)

Simon Lohmeyer schrieb fünf Jahre einen Lifestyle-Blog, heute berät er mit seiner Kreativagentur „LAZY“ Firmen. In seiner Freizeit bereist er gerne fotografierend und schreibend die Welt In diesem Buch beschreibt er seine Abenteuer und die Erkenntnisse, die er selbst daraus gezogen hat.

Dabei ist diese autobiografische Erzählung keinesfalls nur rosarot gefärbt, er musste lernen mit Schicksalsschlägen wie die Drogenabhängigkeit seines Vaters, den Selbstmord seiner Schwester oder verschiedene berufliche und persönliche Sinnkrisen zu meistern. Probleme oder Nackenschläge sieht er dabei als Teil seines Lebensweges an.

Grenzerfahrungen wie der Umgang mit Rauschmitteln werden auch außergewöhnlich offen ausgebreitet, dabei geht es auch um Fragen der Legalisierung und dem gesellschaftlichen Umgang damit.

Lohmeyer hat gelernt, im Hier und Jetzt zu leben, Dinge einfach zu machen und nicht in die ferne Zukunft zu verschieben, und niemals zu denken, man hätte alles in Leben schon erlebt. Die Erhaltung von Neugier, das Sammeln von Erfahrungen und seine kleinen Träume zu leben, sind Konstanten in seinem Leben.

Am Ende des Buches gibt es eine Übersicht von Botschaften und Lebenseinstellungen.

Doch nicht Länder und Kultur stehen im Mittelpunkt, auch seine Erinnerungen an die spannenden Menschen, die er getroffen hat. Lohmeyer nimmt viel davon mit, es ist vor allem eine große Reise zu sich selbst: „Dabei entdeckte er jenen Ort, an dem er sich wirklich zu Hause fühlt, bei sich selbst.“ (S. 6)

Das Wort Selbstfindung ist dabei das Schlüsselwort des Buches, das nebenbei auch Reiseabenteuer weltweit und die daraus gewonnenen Schlüsse darstellt. Reisen prägen die Reisenden und bringen sie in ihrer persönlichen Entwicklung weiter. Die dort erlebten Abenteuer werden lebensphilosophisch verpackt und immer mit Lektionen zum Nachdenken unterfüttert.









<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz