Neuerscheinungen Sachbuch

07.03.21
KulturKultur, TopNews 

 

Buchtipps von Michael Lausberg

Buch 1

Mark Honigsbaum: Das Jahrhundert der Pandemien. Aus dem Englischen übersetzt von Monika Niehaus und Susanne Warmuth
Piper Verlag, München 2021, ISBN: 978-3-492-07083-6, 24 Euro

Mark Honigsbaum, Medizinhistoriker und Journalist, legt in diesem Buch eine historische Einordnung der Pandemien in den letzten mehr als 100 Jahren vor. Das Buch wurde unabhängig von der Corona-Pandemie geschrieben, in den USA erschien es schon 2019.

Die modernen Pandemien werden eingeleitet von der Spanischen Grippe, ab Herbst 1918 starben weltweit zwischen 20 Millionen und 50 Millionen Menschen. Damit starben an der Spanischen Grippe mehr Personen als im Ersten Weltkrieg. Die Spanische Grippe trat in drei Wellen auf: im Frühjahr 1918, im Herbst 1918 und in vielen Teilen der Welt noch einmal 1919. Die erste Ausbreitungswelle im Frühjahr 1918 wies keine merklich erhöhte Todesrate auf. Erst die Herbstwelle 1918 und die spätere, dritte Welle im Frühjahr 1919 waren erheblich stärker. Die Übertragungswege entsprachen jenen der Influenza im Allgemeinen, das Virus drang vor allem im Rahmen einer Tröpfchen- und Kontaktinfektion über die Schleimhäute der Atemwege, des Mundes und der Augen in den Körper ein.

Weiterhin wird die Papageienkrankheit, eine Infektionskrankheit, die von Papageien, Tauben und zahlreichen anderen infizierten Vögeln auf den Menschen übertragen werden kann, vorgestellt. Zu den möglichen Symptomen gehören eine Lungenentzündung, Fieber und Kopfschmerzen. Nach einem Befall der Atemwege können sekundär verschiedene Organe wie Herz, Leber und der Verdauungstrakt betroffen werden.

Oder die SARS-Pandemie 2002/2003: Von Südchina ausgehend verbreitete sie sich binnen weniger Wochen über nahezu alle Kontinente und forderte innerhalb eines halben Jahres 774 Menschenleben. Staaten mit lokalen Infektionsketten waren die Volksrepublik China, Hongkong, Singapur, Kanada, Vietnam, Taiwan, die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich.

Das Buch will weder übertriebene Ängste schüren noch eine Unterschätzung der derzeitigen Pandemie beabsichtigen. Beschreibungen und Fakten stehen im Vordergrund und nicht Bewertungen, Verschwörungstheorien schon gar nicht. Manchmal werden die Folgen und das Leiden sehr genau beschrieben, was nicht immer appetitlich ist.

Das letzte Kapitel über Corona ist allerdings relativ kurz, Handlungsempfehlungen und gar ein psychosozialer Umgang mit der Krankheit sind hier nicht zu finden. Die Stärke des Buches liegt darin, dass es die Corona-Pandemie in Relation hinsichtlich Verbreitung und Sterblichkeit zu anderen Krankheiten und Seuchen in Verbindung setzt.

 

Buch 2

Karina Urbach: Das Buch Alice. Wie die Nazis das Kochbuch meiner Mutter raubten, Propyläen, Berlin 2020, ISBN: 978-3-549-10008-0, 25 EURO (D)

Die Historikerin Karina Urbach arbeitete aufgrund von Briefen, Dokumenten und Fotos ihrer Familie und Archivrecherchen die Geschichte von Alice Urbach, ihrer Enkelin, auf. Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft wurde sie von den Nazis verfolgt, musste aus Wien emigrieren. Sie veröffentlichte 1936 damals erfolgreiches Kochbuch, das viel Renommee versprach. Dies wurde jedoch ein Produkt der „geistigen Arisierung“, sondern auch die an ihrem Buch. Der Münchener Verlag Ernst Reinhardt veröffentlichte ihr Buch jahrelang unter einem falschen Autorennamen und gab auch nach dem Krieg die Urheberrechte daran nicht an Alice Urbach zurück. „Der Ernst Reinhardt Verlag wurde von Alice‘ Kindern und Enkeln nie um eine Zahlung gebeten. Das Einzige, was wir erhoffen, ist, dass Alice nach über 80 Jahren von ihrem Verlag wieder zur alleinigen Autorin ihres Werkes gemacht wird.“ (S. 320)

Doch dieses Buch geht nicht nur um den Kampf gegen die widerrechtliche Aneignung ihres Buches, sondern auch um die Biografie von Alice Urbach und die Schicksale ihre Vaters und ihres Onkels.

Das Schicksal einer jüdischen Familie wie viele im 20. Jahrhundert. Schon früh entdeckt sie ihre Leidenschaft für das Kochen. Sie heiratet früh einen Arzt, der aber früh stirbt. Sie muss sich dann mit zwei Kindern nach dem 1. Weltkrieg alleine durchschlagen. Urbach macht ihre Leidenschaft zum Beruf, sie arbeitete sich bis zur Leiterin einer Kochschule hoch. Sie schrieb bereits an einem Kochbuch mit, doch 1936 erschien ein eigenes mit all ihren gesammelten Rezepten: „So kocht man in Wien“.

Nach dem „Anschluss“ Österreichs und der Herrschaft der Nazis kam ein Wendepunkt in ihrem Leben. Ihre jüdische Herkunft macht die gefeierte Kulinarikerin zu einer gehassten Randfigur. Sie wird gezwungen, die Rechte ihres Kochbuchs abzutreten, ihr geistiges Eigentum wird „arisiert“. Alice Urbach muss froh sein, zusammen mit ihren Söhnen, aus Wien zu fliehen. Der Verlag Ernst Reinhardt brachte ihr Kochbuch ab 1938 unter einem neuen Namen „Rudolf Rösch“ als Verfasser heraus.

Alice Urbach führte ihre Emigration schließlich in die USA, wo sie sich eine neue Existenz aufbauen musste. Durch ihre Kochkünste wurde sie wieder zu einer gefragten Person und stellte den US-Amerikanern die Wiener Küche vor. Loslassen konnte sie ihre Vergangenheit jedoch nicht: Sie stellte einen Restitutionsantrag für den Raub ihres geistigen Eigentums. Die Ablehnung traf sie hart: Ob bei der Behörde des österreichischen Staates noch alte Nazis saßen, ist nicht sicher. Eine bittere Erfahrung, die viele Opfer in Österreich und der BRD machen mussten. „Alice‘ Geschichte ist (…) auch eine kleine Geschichte, denn sie war nur eine von Millionen von Frauen, die durch Krieg und Verfolgung ihre Existenzgrundlage verloren. (…) Doch egal wie groß oder klein diese Diebstähle waren, erschreckend bleibt, dass sich unter den Dieben nicht nur hohe Parteibonzen befanden, sondern ganz normale Menschen über Nacht zu Profiteuren wurden.“ (S.320)

Die Hartnäckigkeit und ihr Gerechtigkeitssinn kommen immer wieder im Buch durch, auch nach dem Ende des Nazi-Regimes ihr Recht zu fordern. Das Skandalöse ist, dass sie dies nicht bekommt, eine Art doppelte Verfolgung. Es ist gut, dass hier der österreichische Staat und der Verlag hier öffentlich am Pranger stehen. Möglichkeiten, dies zu ändern, gab es genug.

 

Buch 3

Maye Musk: Eine Frau ein Plan. Ein Leben voller Risiko, Schönheit und Erfolg, 2. Auflage, Benevento, Wals bei Salzburg 2021, ISBN: 978-3-7109-0114-0, 22 EURO (D)

Beim ersten Blick auf die Biografie von Maye Musk könnte man denken, jetzt stellt schon die Mutter eines der umstrittensten Kapitalisten der heutigen Zeit ihre Biografie vor und sonnt sich in dem Erfolg ihres Sohnes. Dass sich das Leben von Maye Musk nicht darauf reduzieren lässt und sie vor allem eine eigenständige, starke Frau ist, zeigt dieses Buch.

Es ist in fünf Teilbereiche gegliedert: Schönheit, Abenteuer, Familie, Erfolg und Gesundheit.

In weiten Teilen erzählt Musk aus ihrem bewegten Leben: angefangen von ihrer Kindheit in Südafrika, ihrem Studium, ihrer Heirat und ihr Leben als Mutter, der häuslichen Gewalt ihres Ehemanns und die anschließende Trennung, finanzielle Sorgen und ihr Halt in ihrer Familie, der Mut auf ein neues Leben in Kanada, ihr Umzug in die USA, die Schwierigkeiten und Fallstricken einer alleinerziehenden Mutter, dann noch der späte Erfolg als Model.

Spannend sind vor allem ihre positiven Einstellungen zum Alter, ein Lebensabschnitt, den sie als leichter als die Jahrzehnte zuvor empfindet.

Versehen ist die Biografie immer wieder mit Tipps und Ratschlägen, die sie bewusst als Schwerpunkt setzt, um anderen Frauen sowohl Mut zu machen als auch ihre Erfahrungen weiterzugeben.

Die gelernte Ernährungsberaterin gibt Tipps zur eigenen körperlichen und mentalen Fitness durch gesunde Ernährung. Auch einige Modetipps gibt es. Diese werden nicht jeden Geschmack treffen, sind aber auch nicht wesentlich für das Buch.

Das Buch lebt eher von einer bemerkenswerten Persönlichkeit, die viel Kraft, Ausdauer und Anpassungsvermögen besitzt. Maye Musk musste mehrmals in anderen Orten ganz neu anfangen und ist eine der bekanntesten Akteurinnen, die im fortgeschrittenen Alter als Model nicht nur erfolgreich ist, sondern auch ein völlig anderes Bild von Charme und Schönheit verkörpert als abgemagerte junge Protagonistinnen.

Insgesamt gesehen eine bemerkenswerte Frau.

 

Buch 4

Lydia Benecke: Auf dünnem Eis. Die Psychologie des Bösen, Lübbe, Köln 2020, ISBN: 978-3-431-05018-9, 18,90 EURO (D)

Die Psychologin und Therapeutin Lydia Benecke fragt in diesem Buch nach den tiefer liegenden Motiven von Kindermördern, Vergewaltigern und kriminellen Psychopathen und wirft einen Blick auf die tiefsten Abgründe des Menschlichen. Außerdem diskutiert sie die Frage: Wie viel davon in jedem von uns?

Im ersten Kapitel geht es um den Frauenschwarm Rodrigo Jacques Alcala-Buquor, der ein düsteres Geheimnis hat. Er hat fünf Frauen von ihm vergewaltigt und ermordet. Danach erklärt die Autorin, was sie an ihrem Beruf so spannend findet und was ihre Motivation als Psychologin ist.

Danach geht um Vorurteile über schwere Straftaten, Straftätertherapie und Alltag im Gefängnis, die dann sachlich widerlegt werden. Die Gefühlswelt krimineller Psychopathen und deren Täuschungstechniken kommen dann an die Reihe. Weiter geht es mit Kriminalpsychologie. Benecke beleuchtet dabei zwanzig psychopathische Bausteine. Anschließend legt sie Interviews mit nicht kriminellen Psychopathen vor und blickt auf ihre Gefühlswelt. Die moralische Seite über Gut und Böse kommt dann zum Tragen. Es werden Gedankenexperimente aufgeführt, in die man sich hineinversetzen möge, um eine Entscheidung fällen zu können und Rückschlüsse auf das eigene Gewissen bekommen. Weiterhin gibt die Tochter einer inhaftierten Mutter gibt Einblicke in deren stark psychopathisches Verhalten. Der Narzissmus von Psychopathen, die um des Tötens willen töten und es als eine Art Spiel ansehen, ob sie erwischt werden oder nicht, wird dann anhand von zwei Fällen vorgestellt. Sie wollen einen perfekten Mord begehen und sehen sich bei Erfolg als unbesiegbar an.

Der Titel suggeriert auf den ersten Blick eine oberflächliche oder sensationsheischende Einführung in die Abgründe menschlichen Verhaltens. Dies verflüchtigt sich aber bei der Lektüre. Die Beweggründe krimineller Psychopathen, die Bandbreite psychopathischer Charaktere und auch, was jeden von uns mit ihnen verbindet, wird hier umfassend dargelegt mit dem Verweis auf die kriminalpsychologische Forschung.

Was jedoch ärgerlich ist: Die Autorin stellt sich selbst zu sehr in den Mittelpunkt, anstatt zu einer reflektierenden Erzählerin zu werden. Sie vergleicht Täter mit sich selbst und hat den Hang, ihre Einsichten über Psychopathologie als allgemeingültig auszugeben. Dabei gibt es diverse andere Ansätze und Forschungsmeinungen. Außerdem gibt es viele Wiederholungen, die wegfallen können.

Buch 5

Bill Kaulitz: Career Suicide. Meine ersten dreißig Jahre, Ullstein, Berlin 2021, ISBN: 978-3-550-20139-4, 22 EURO (D)

Das Gesicht von Tokio Hotel, Bill Kaulitz, bringt mit 31 Jahren seine Autobiographie heraus. Er erzählt von seiner Kindheit in der Provinz, wie er mit seinem Bruder Tom die Band Tokio Hotel gegründet hat und er damit mit 15 Jahren bekannt geworden ist, vom Leben auf der Tour und wie er mit seinem Bruder 2010 nach Los Angeles gezogen ist, um dem Rummel zu entgehen.

Geboren und aufgewachsen in Magdeburg musste Bill früh lernen, schon als Kind sein eigenes Ding zu machen und sich nicht immer an anderen zu orientieren. Sein Traum war zusammen mit Tom aus dem für ihn zu engen Magdeburg fliehen zu können und Musik zu machen. Dafür brach er sogar die Schule ab. Von seiner Operation am Stimmband, das Panikgefühle erzeugte, nicht mehr richtig singen zu können.

Dann die Erfüllung des Traumes einer Musikkarriere, angehimmelt von jugendlichen Fans, über Nacht änderte sich das Leben schlagartig. Die Schattenseiten als Teenie-Idol bemerkte er auch bald. Von vielen vergöttert, von einigen gehasst. Vorboten des Hate-Speech von heute auf T-Shirts und mit Steinen und Flaschen beworfen. Ein goldener Käfig in der Blase Tokio-Hotel, die gestiegene Aufmerksamkeit von Musikbusiness; dies erzählt er fast melancholisch. Dieses andere Leben führte dazu, dass seine Gefühle Achterbahn fuhren. Er musste jetzt auch eine Rolle erfüllen, was eine Einschränkung von Freiheit bedeutete.

Dies ist natürlich Jammern auf hohem Niveau. Sein Traum der Musikkarriere, weg von Magdeburg ist wahr geworden. Dass seine exzentrische Art nicht nur Jubelstürme hervorrufen würde, ist irgendwo logisch.

Ein Einbruch brachte dann das Fass zum Überlaufen und die Brüder flohen regelrecht nach Los Angeles, wo sie seitdem nicht mehr so im Rampenlicht stehen und Privatleben möglich ist.

Es werden auch die strengen Regeln des Musikbusiness offenbar. Ihr Produzent Universal gab die musikalischen Leitlinien vor, der schnelle Profit lockte. Erst nach Ablauf des Vertrages konnte wieder eigene Musik gemacht werden.

Er will zwar jetzt mehr als Bill Kaulitz und nicht mehr mit nur auf Tokio Hotel reduziert werden. Dennoch ist diese Episode Teil seines Lebens, über die er auch reflektiert.

Bill Kaulitz geht sehr detailliert auf seine Kindheit und den Erfolg mit Tokio Hotel. Neben der innigen Beziehung zu Tom beschreibt er seinen Weg zur Selbstfindung und die riesige Chance, aber auch die Last, in der Öffentlichkeit zu stehen. Emotional gibt er einen Einblick hinter das Markenprodukt Tokio Hotel und die Musikbranche.

Die auf den ersten Blick befremdlich anmutende Tatsache, eine Biografie mit lediglich 31 Jahren zu schreiben, verflüchtigt sich schnell. Kaulitz hat schon viel aus seinem bewegten Leben zu erzählen

Wenn man an die Biografien von Musiklegenden und Rebellen in den 1960er und 1970er sich erinnert, passt Bill Kaulitz hier gar nicht hinein. Einige Passagen kommen selbstreflektiert rüber, vor allem Episoden aus seiner Jugend. Sonst hat der Schreibstil etwas zwischen ehrlich-authentisch und dumpf-prollig. Die Emotionen werden ständig gesteigert rübergebracht, was mit der Zeit ermüdet. Vieles schreit nach Selbstdarstellung und Egozentrik eines Pubertierenden, anderes wirkt reifer. Klar ist: Bill Kaulitz ist als Musiker ganz gut aufgehoben, literarische Qualitäten außer einer oft einnehmenden Bildsprache sind weniger ausgeprägt.

 

Buch 6

Gelong Thubten: Der Weg des Mönchs zum Glück. Meditationen für das 21. Jahrhundert, Allegria, Berlin 2020, ISBN: 978-3-7934-2417-8, 20 EURO (D)

Gelong Thubten ist seit 1993 Mönch im tibetisch-buddhistischen Kloster Kagyu Samye Ling und wurde bei einigen der weltweit erfolgreichsten Meditationslehrer ausgebildet. Er lehrt seit geraumer Zeit Meditation und hat sich darauf spezialisiert, nicht-religiöse Achtsamkeitsworkshops und Schulungsprogramme für Gruppen, Organisationen und Unternehmen anzubieten.

In diesem Buch beleuchtet die positiven und sich verbessernden Wirkungen der Meditation und entlarvt gleichzeitig klassische Fehlinterpretationen. Dieses Buch hat den Schwerpunkt der Entfaltung von Glück. Thubten sieht Glück nicht als etwas, was materiell erworben werden kann oder man von außen suchen muss. Es befindet sich vielmehr in uns selbst.

In der modernen Welt werden unsere Wünsche durch Werbung, soziale Medien und andere Aspekte der modernen Konsumkultur geweckt, so dass die Tendenz nach außen Glück und Zufriedenheit zu suchen, schließlich zu einer mentalen Gewohnheit wird.

Er erklärt, wie wir dem nächsten Moment des Vergnügens nachjagen, ohne den Moment zu genießen, in dem wir uns tatsächlich befinden. Stattdessen will er vermitteln, jede Situation aus neuen Perspektiven zu betrachten und gelernte Reaktionen zu durchbrechen.

Glück bezeichnet er als ein Gefühl von Fülle und Freiheit im gegenwärtigen Moment. Unglück als ein Gefühl der Unvollständigkeit, das sich aus dem Verlangen und dem Streben nach Glück außerhalb von uns ergibt.

Indem wir in alltäglichen Situationen Achtsamkeit üben, können wir daraus eine Gewohnheit machen, ein Standard-Geisteszustand. Der Geist soll wie ein Muskel trainiert werden, um gegenüber negativen und nicht hilfreichen Gedanken widerstandsfähiger zu sein. Dies hilft nicht nur in achtsamen Momenten oder Meditationssitzungen, sondern auch bei Problemen und Stress. Dabei werden auch neurologische und psychische Probleme mit einbezogen. Dies stimmt er im Text auf alle Lebensbereiche ab, von Essen über Krankheit, Elternschaft bis hin zur Arbeit. Dabei warnt er allerdings davor, dass Meditation auch schädlich sein kann, wenn sie zu oft oder falsch ausgeführt wird.

In seinen Ausführungen verwendet er oft Analogien und Metaphern, die sich zwar immer wieder mal wiederholen, aber für ein besseres Verständnis sorgen.

Thubten bietet den Lesern einen philosophisch aufschlussreichen und praktisch nützlichen Ratgeber, wie man inneren Frieden und persönliches Glück erreichen kann. Dabei interpretiert er Meditation auf eine moderne Weise, konzentriert sich auf die praktischen Vorteile und die löst sich von den religiösen Hintergründen der Meditation. Es gibt leicht zu befolgende Schritte, die die Meditationspraxis strukturieren. Eine längerfristige Wirkung setzt aber ein regelmäßiges Üben voraus.









<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz