Verschiebung des großen schriftlichen Staatsexamen (M2) in Humanmedizin darf nicht zulasten der Studierenden gehen

01.04.20
KulturKultur, Soziales, Politik, News 

 

Wegen Covid-19 will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das große schriftliche Staatsexamen für Medizinstudierende (M2) verschieben. Die Studierenden sollen eine „Doppelprüfung“ von zweitem und drittem medizinischen Staatsexamen direkt im Anschluss an das „Praktische Jahr“ ablegen. Das würde eine große Mehrbelastung bedeuten, gegen die die angehenden Ärztinnen und Ärzte zurecht protestieren“, erklärt die Gesundheitspolitikerin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Sylvia Gabelmann, anlässlich der gestern vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) veröffentlichten „Verordnung zur Abweichung von der Approbationsordnung für Ärzte bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Gabelmann weiter:

„DIE LINKE fordert, dass für eine Verschiebung aller Prüfungen inklusive der Staatsexamensprüfungen das Einvernehmen mit den Studierenden gesucht wird. Auch wenn es der Bundesgesundheitsminister den Ländern letztlich freistellen will, die Prüfung doch wie ursprünglich geplant im April durchzuführen, bleibt zu kritisieren, dass eine Mitbestimmung der Studierenden bei einer möglichen Verschiebung der Prüfung nicht garantiert wird.

Die Linksfraktion im Bundestag begrüßt, dass Medizinstudierende das Klinikpersonal zeitweise unterstützen können. Denn in den meisten Krankenhäusern fehlt es an Personal – eine Folge der jahrelang falschen Krankenhauspolitik der Bundesregierung. Eine Tätigkeit bei der Pandemie-Bewältigung muss aber als Teil des „Praktischen Jahres“ anzurechnen sein.

Einkommen für Tätigkeiten in der Gesundheitsversorgung im Rahmen der Pandemie-Bewältigung darf zudem nicht auf den BAföG-Anspruch angerechnet werden. Entsprechende Pläne der Bundesregierung lehnen wir entschieden ab.“

 







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