Tierschutz-Erfolg: "Stars in der Manege" ohne exotische Tiere

01.12.08
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Simone Thomalla sagt spontan Elefantennummer ab / Veranstalter verzichten auf den Einsatz von exotischen Tieren

Die jährliche Gala „Stars in der Manege“, die am 2. Weihnachtsfeiertag zum 46. Mal ausgestrahlt wird, bricht mit der jahrzehntelangen Tradition, exotische Tiere vorzuführen. In einem Schreiben des Bayerischen Rundfunk an PETA Deutschland e.V. reagiert dieser auf die von der Organisation zugesandten umfangreichen offiziellen Unterlagen über die Missstände in der Elefanten­haltung bei Circus Krone und schreibt: “Heuer gehen wir noch weiter und verzichten gänzlich auf den Einsatz von Exoten – es wird demnach auch nicht zum Auftritt eines oder mehrere Elefanten kommen.“

Zuvor hatte Schauspielerin Simone Thomalla (u.a. Kommissarin Saalfeld im Tatort Leipzig) die geplante Elefantennummer abgesagt, nachdem sie von PETA Informationen über die physischen und psychischen Erkrankungen der Elefanten bei Circus Krone erhalten hat. 

Simone Thomalla zu ihrer Absage: „Die Absage der Elefantennummer war eine Bauchentscheidung, nachdem mir PETA Informationen über die Elefanten bei Circus Krone geschickt hat. Angesichts der bevorstehenden Aufzeichnung musste ich mich rasch entscheiden. Tierschutz ist mir wichtig, deshalb werde ich mich in Ruhe mit diesem Thema befassen und sorgfältig von allen Seiten Informationen einholen, um mir eine abschließende Meinung bilden zu können.“

Seit Jahren appelliert PETA an die Veranstalter von „Stars in der Manege“, den Bayerischen Rundfunk und die Münchner Abendzeitung, auf Wildtiere zu verzichten, doch immer wieder wurde auf die angeblich vorbildliche Tierhaltung bei Circus Krone hingewiesen. Während einer einjährigen Recherche sammelte PETA nun genügend   Material das mit dem Mythos der einwandfreien Tierhaltung bei Circus Krone aufräumt.

PETA liegen Dokumente vor, wonach die Elefanten an schmerzhafter Arthritis, Abszessen, steifen Gelenken und anderen Erkrankungen leiden. Die Langeweile und der Bewegungsmangel hätten bei den größten Landsäugetieren zu Symptomen der sozialen Vereinsamung geführt. Das stereotype Hin- und Herwiegen der Körper sei Laien aus früheren Zeiten von vernachlässigten Heimkindern bekannt. Bei den Pferden beanstandeten Behörden die viel zu kleinen Boxen und mangelnde Bewegung. Offizielle Behördengutachten sprechen zudem von gravierenden Mängeln, erheblichem Leiden der Pferde infolge der dauerhaften Einschränkung der Möglichkeit zur artgemäßen Bewegung und sogar von Vortäuschung eines Auslaufgeheges.

„Durch den Verzicht auf Exoten wird dem Zeitgeist Rechnung getragen, das ist ein riesiger Erfolg für den Tierschutz“, so Carola Schmitt, Sprecherin bei PETA Deutschland e.V.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.peta.de/circuskrone







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