Der ewige Tanz um das goldene Kalb

01.09.09
KulturKultur, TopNews 

 

Von Dieter Riedler

Sie sind schnell von dem Wege getreten,
den ich ihnen geboten habe,
Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht
und haben’s angebetet
2. Buch Moose, Kap. 32,8

Moses warnte vor dem goldenen Kalb schon in der Heiligen Schrift,
die Sucht nach Geld ist für den Menschen das schlimmste Gift.
Immer mehr sinkt des Menschen Würde im Land,
wer schon Millionen besitzt, rafft weiter mit gieriger Hand

Die oberen Zehntausend verteidigen mit Geld ihre Macht,
für das einfache Volk wird es immer mehr Nacht.
Die noch arbeiten dürfen, kuschen und senken den Blick,
um die Arbeit nicht zu verlieren, fügen sie sich in ihr Geschick.

Immer schlimmer wirkt auf die Menschen Druck und Ausbeuterei,
wer die Norm nicht mehr schafft, den setzt man frei.
die herrschende Klasse lässt die Arbeiter immer mehr spüren,
wenn ihr euch auflehnt, wird die Kündigung zur Arge führen.

Denen die sie angeblich vertreten in Regierung und Parlament,
ist schon immer der Reichen Rock näher als den Armen ihr Hemd.
Die Zeichen der Schrift haben sie niemals verstanden.
Der Glauben der Väter kam mit dem goldenen Kalb abhanden.

Dem Wahlvolk jahrelang Sand in die Augen zu streuen,
nach den Worten des Herrn werden auch sie noch bereuen.
Schon der alte Tell sprach in den Schweizer Bergen dort oben
all zu straff gespannt, dann zerspringt der Bogen.

Wenn zur Wahl die Menschen das Richtige sagen,
dann können auch sie das goldene Kalb zerschlagen.
Nur so wird der politische Himmel wieder klar und rein.
Demokratie hat immer Herrschaft des Volkes zu sein.

getextet im Vogtland 2009, Nr. 16







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