Veranstaltung anlässlich des 21-jährigen Bestehens der Kurt Eisner Kulturstiftung


Bildmontage:HF

01.03.10
KulturKultur, News, Bayern 

 

Veranstaltung anlässlich des 21-jährigen Bestehens der Kurt Eisner Kulturstiftung am Montag, den 8. März 2010 um 19.00 Uhr im Saal des Alten Rathaus am Marienplatz in München. Das Kulturreferat der Landeshauptstadt München ist Mitveranstalter.  Während der Veranstaltung wird die Grafikmappe im Alten Rathaus ausgestellt, die Grundlage für das Stiftungsvermögen war. (Einige Einzelblätter können in einer abschließenden Versteigerung erworben werden.)

    Programm:

    Einstürzende Musikantenstadl,
    Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der LH München
    Robert Hültner, Autor
    Wolfram P. Kastner (Gründer der Stiftung)
    Ecco Meineke
    Maria Peschek
    Sparifankal
    Moderation: Carl-Ludwig Reichert

Hintergrund:
Die Kurt Eisner Kulturstiftung wurde vor 21 Jahren in München auf Initiative von Wolfram Kastner und Gerhard Koitschew gegründet.

Zwanzig Künstler stifteten damals Lithografien für eine Grafikmappe mit dem Titel "Die Freiheit erhebt ihr Haupt" (Kurt Eisner 1918),
um diese zumindest in Deutschland einzigartige politische Kulturstiftung zu ermöglichen.
(Herbert Achternbusch, Hans M. Bachmayer, Hans Baschang, Ugo Dossi, Günther Förg, Albert Hien, Rupprecht Geiger, Franz Hitzler, Karl Imhof, Clemens Kaletsch, Wolfram Kastner, Stephan Kern, Thomas Lehnerer, Urs Lüthi, Peter Mell, Gerhard Merz, Johannes Muggenthaler,  Aribert von Ostrowski, Dagmar Rhodius und Bernd Zimmer)

Seither wurden 11 Preise und Stipendien vergeben u.a.  an Christian Boltanski, Hans Haacke, Martin Krenn  und Pia Lanzinger. Die hochwertige Grafikmappe ist in einigen öffentlichen Sammlungen (Staatliche Graphische Sammlung, Städtische Galerie u.a.)

Anlass zur Gründung der Stiftung waren eine unwürdige Diskussion im Münchner Stadtrat über ein neues Kurt Eisner-Denkmal und  der bis heute andauernde Zustand der völlig unangemessenen Erinnerung an den Begründer des Freistaats Bayern Kurt Eisner.  Anstatt stolz darauf zu sein, dass in Bayern bereits zwei Tage vor Berlin die Adelsdiktatur beendet  und die Demokratie ermöglicht wurde,  werden bis heute dieses historische Ereignis als Grundlage  der demokratischen Verfassung und seine Protagonisten eher versteckt und verschwiegen.

Weder erinnert an Kurt Eisner ein nach ihm benannter zentraler Platz oder ein würdiges gut sichtbares Denkmal,  weder gibt es im Rathaus oder in der Staatskanzlei ein Porträt von ihm, noch findet im Parlament zum Jahrestag  der Proklamation des Freistaats am 7. November eine würdigende Veranstaltung statt -  noch wird von staatlichen oder städtischen Stellen ein Kranz niedergelegt am Ort der Ermordung Eisners.

Die Kurt Eisner Kulturstiftung ehrt den Revolutionär, Pazifisten und Begründer der Demokratie,  der wie kein anderer deutscher Ministerpräsident nach ihm den Dialog und  die gegenseitige Wertschätzung von Kunst und Politik förderte, - mit Preisverleihungen und Stipendien.  Sie will damit im Sinne Kurt Eisners Kunst, die sich politisch artikuliert, und den Dialog mit Politik und Öffentlichkeit fördern.

Weitere Informationen: www.Kurt-Eisner-Kulturstiftung.de

 

 


VON: KURT EISNER KULTURSTIFTUNG






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