„Annes Schweigen“


Dogan Akhanli

01.05.13
KulturKultur, NRW, Köln, News 

 

von Angela Krumpholz

Nach der erfolgreichen NRW-Premiere und den restlosausverkauften Vorstellungen der Kopro- duktion „Annes Schweigen“ von Dogan Akhanli im Januar 2013, zeigen wir das Stück nun an zwei Zusatzterminen, nämlich dem 11. und 12. Mai 2013, im Rahmen des 'Sommerblut' – Festi- val der Multipolarkultur.

Das deutsch-türkisch-armenische Gemein- schaftsprojekt wurde von Ron Rosenberg inszeniert und thematisiert die Geschichte der jungen, türkischstämmigen Sabiha, die in Deutschland zwischen zwei Kulturen aufwächst. Als ihre Mutter (auf Türkisch 'Anne') stirbt, entdeckt sie bei ihr ein tätowiertes, armenisches Kreuz. Sabiha, zuvor den türk- ischen Nationalisten zugewandt, beginnt eine Suche nach der Geschichte ihrer Mutter, sowie nach ihrer eigenen Identität.

Das Projekt thematisiert die Konflikte, Probleme wie Ausgrenzung und die Sprachlosigkeit einer Generation.

Vor dem Hintergrund des Völkermordes an den Armeniern im Ersten Weltkrieg zwischen 1915 und 1916, der sowohl bei Armeniern wie auch Türken bis heute heftige Diskuss- ionen auslöst, zeigt die Geschichte von Sabiha und ihrer Mutter die Aktualität und Bri- sanz der Thematik. Im Anschluss an die Vorstellungen wird es jeweils ein Publikums- gespräch mit dem Ensemble geben.

Annes Schweigen
+ Մոր լռություն + Annenin Sessizliği  
von Doğan Akhanli
11. + 12. Mai 2013
Ein Projekt für selbstbestimmte Identitätsfindung
Inszenierung Ron Rosenberg
Ausstattung Michael Graessner
Mit Beate Ehlers-Kerbekian
Eine Koproduktion mit THEATER UNTERM DACH Berlin – Prenzlauer Berg.


Der seit 20 Jahren in Deutschland lebende Autor und Menschenrechtler Doğan Akhanli erzählt in seinem Theaterstück Annes Schweigen (Anne bedeutet auf Türkisch 'Mutter') die Geschichte der in Deutschland aufgewachsenen Türkin Sabiha. Als Fremde zwischen den Kulturen fühlt sie sich zu türkischen Nationalisten hingezogen. Als ihre Mutter stirbt, entdeckt sie, dass zwischen deren Brüsten ein armenisches Kreuz tätowiert ist. Mit der Inszenierung von Ron Rosenberg untersucht das Ensemble die Geschichte einer sprach- losen Generation auf der Suche nach Identität. Im Durchleben und Aussprechen der ei- genen Konflikte kann Sabiha zu sich selbst finden, die Geschichte ihrer Mutter verste- hen und den Kreislauf von Gewalt und Verdrängung, Identitätsverlust und Isolation überwinden.

Eine Koproduktion von Theater unterm Dach, Berlin und Theater im Bauturm – Freies Schauspiel Köln. Das deutsch-türkisch-armenische Gemeinschaftsprojekt wird unter- stützt vom Fonds Darstellende Künste e.V., dem Oberbürgermeister der Stadt Köln, dem Bezirksamt Pankow von Berlin, FB Kunst und Kultur, dem KulturForum Türkei Deutschland e.V., den Freunden des Volkes von Arzach (Karabach) e.V. sowie Recherche International e.V. Köln und in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung.

Im Anschluss an die Vorstellungen wird es jeweils ein Publikumsgespräch mit dem Ensemble geben. Das Gastspiel in Köln wird unterstützt durch die Rosa Luxemburg Stiftung Nordrhein-Westfalen.

Termine:

11. und 12. Mai, jeweils 20:00 Uhr
Im Rahmen des Sommerblut – Festival der Multipolarkultur.

Theater im Bauturm
Freies Schauspiel Köln
Aachener Str. 24-26
50674 Köln
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VON: ANGELA KRUMPHOLZ






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