Ausstellung Frankfurt - Auschwitz

03.02.14
KulturKultur, Antifaschismus, Hessen, Saarland, News 

 

von Bernd Rausch

- Gallus Frankfurt ab 25.3.2014

- Rathaus Saarbrücken ab 17.6.2014

50 Jahre Frankfurter Auschwitz-Prozesse im Gallus - Ausstellung, Zeitzeugengespräch u. Vortrag

Ab März 1964 fanden im Haus Gallus die Auschwitz-Prozesse statt. Das nehmen Veranstalter und engagierte Leute zum Anlass, sich Ende März und Anfang April in verschiedenen Projekten mit dem Thema zu beschäftigen und der Frage nach der Relevanz für uns heute nachzugehen (das genaue Programm liegt noch nicht vor).

Im Rahmen dieser Gedenktage wird in der Kirche St. Gallus die Ausstellung "Frankfurt-Auschwitz", die sich mit der Verfolgung und Vernichtung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus und der Wirkungsgeschichte nach 1945 beschäftigt, gezeigt. Träger ist der Förderverein Roma, der die dokumentarisch-künstlerische Ausstellung mit 34 Tafeln gemeinsam mit dem Saarbrücker Künstler Bernd Rausch gestaltet hat.

Die Ausstellung wird am 25.3., 19.00 Uhr eröffnet, es sprechen Joachim Brenner, Förderverein Roma, und Bernd Rausch, Künstler, Saarbrücken.

Die Ausstellung wird von zwei Veranstaltungen begleitet:
- 25.3., Dr. Peter Sandner, Historiker, "Zur strafrechtlichen Aufarbeitung der NS-Verbrechen an Sinti und Roma" sowie
- einem Zeitzeuginnengespräch mit Frau Rose und Frau Strauss, Romni aus Frankfurt am Main, deren Eltern die NS-Vernichtungslager überlebt haben (zwischen dem 2. und 10.4., 19.00 Uhr)
(Bitte Programm anfordern.)

Die Dauer der Ausstellung: vom 25.03.bis voraussichtlich 11.04.2014
Ort: St. Gallus , Mainzer Landstr. 295, 60326 Frankfurt
Veranstalter: Förderverein Roma e.V.
Kooperationspartner:
Pfarrei St. Gallus, Kath. Erwachsenenbildung Frankfurt
Kontakt: Pfarrei St. Gallus, Tel. 069 - 731817
st.gallus-ffm@t-online.de

www.ausstellung-rausch.de/Seiten07/Ausstellungsprojekte/Roma-Sinti-2009/Ausstellung_F-A/Eingang.htm

Frankfurt - Auschwitz

Die Ausstellung Frankfurt-Auschwitz hat die Vernichtung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus und deren Wirkungsgeschichte bis in die Gegenwart zum Inhalt. Im Zentrum steht die Liquidierung des sog. Zigeunerlagers in Auschwitz-Birkenau am 2.8.1944 sowie die Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte der Stadt Frankfurt am Main und deren Vorreiterrolle bei der Verfolgung der Roma und Sinti. 500 000 Roma und Sinti wurden durch Nationalsozialisten ermordet.

Frankfurt–Auschwitz - Die Ausstellung ist in vier Bereiche unterteilt

1. Der dokumentarische Teil - Bilder der Ermordeten und der Überlebenden des NS-Vernichtungssystems mit ihren Lebens läufen, die Nennung der NS-Täter, ihrer Funktionen und Karrieren nach 1945, die Forderung nach einer zentralen Gedenkstätte und die Geschichte der Mahntafel am ehemaligen Gesundheitsamt Frankfurt am Main. Auf dem Tripthychon “Das Lager, Die Vernichtung, Die Toten” ist die 150jährige Geschichte einer deutschen Roma-Familie zu sehen. Ergänzt wird der dokumentarische Teil durch Informationen über den Träger der Ausstellung Förderverein Roma e. V.

2. Der künstlerische Teil - Im Zentrum des künstlerischen Teils der Ausstellung stehen die Orte Frankfurt und Auschwitz-
Birkenau, die Verfolgung und Vernichtung der Roma und Sinti. Die Bilder sind Teil einer Bildauseinandersetzung zum deutschen Menschheitsverbrechen. Im Tripthychon “Das Lager, Die Vernichtung, Die Toten” wird der dokumentarische und der künstlerische Teil zu einem neuen Ganzen entwickelt.

3. Filme zu Frankfurt-Auschwitz. Verschiedene Beiträge zeigen ein Interview mit der NS-Ärztin Eva Justin, ihre rassenbiologische Untersuchung an Sinti-Kindern und eine Dokumentation über die Deportation der Roma und Sinti von Frankfurt am Main nach Auschwitz. Zu sehen ist weiterhin die Anbringung der Mahntafel am ehemaligen Stadtgesundheitsamt Frankfurt am Main, dem Arbeitsplatz der NS-Täterin vor und nach 1945. Die Gesamtdauer der Mediendokumentation beträgt etwa 30 Minuten.

4. Die Begleitveranstaltungen - Die Eröffnung thematisiert Intention und Entwicklung der Ausstellung. In einem Gespräch mit Angehörigen wird über die Erfahrung der Überlebenden und deren Kinder berichtet. Die Verfolgung und Vernichtung der Roma und Sinti und deren Wirkungsgeschichte erläutern Historiker und schließlich interpretiert ein Ausstellungs- bzw. Bildgespräch mit der KunstGesellschaft e. V. aus Frankfurt am Main den künstlerischen und den dokumentarischen Teil.

Zusätzlich liegen in den Ausstellungsräumen Handreichungen aus, welche – ebenso wie der Katalog - den Ausstellungsinhalt in Beiträgen und Interviews vertiefen. Geschichte, Hintergründe, Dokumentation der Ausstel lungsorte sowie das aktuelle Ausstellungsprogramm sind ausführlich im Internet einzusehen:
www.ausstellung-rausch.de
Interessenten an der Ausstellung wenden sich bitte an:
Foerderverein.Roma e.V.,
www.foerdervereinroma.de

Haben Sie Interesse die Ausstellung Frankfurt-Auschwitz in ihrer Stadt, in ihrer Gemeinde zu zeigen?
www.ausstellung-rausch.de/Seiten07/Ausstellungsprojekte/Roma-Sinti-2009/Ausstell_Inh_Konzep/Die_Ausstellung.htm


VON: BERND RAUSCH






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