Neuerscheinungen Literatur


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20.03.20
KulturKultur, TopNews 

 

Buchtipps von Michael Lausberg

Buch 1

Susanne Wedlich: Das Buch vom Schleim. Naturkunden, Matthes & Seitz, Berlin 2019, ISBN: 978-3-95797-774-0, 34 EURO

Schleim verursacht in der Vorstellung eher negative Assoziationen oder sogar Ekel. Die Wissenschaftsjournalistin Susanne Wedlich hat jetzt sich mit diesem Thema intensiver beschäftigt und legt ein außergewöhnliches Buch vor, was die Substanz in einem neuen Licht erscheinen lässt.

Dort lernt man, dass Schleim in der Physik, im Organismus, in der Evolution, in der Natur, in der Umwelt vorkommt und es große Wirkung zeigt. Für unseren biologischen Organismus ist Schleim überlebenswichtig. Schleim hat verschiedene Schutzfunktionen: Darmschleimhaut im Dickdarm ist in engem Kontakt mit der Darmflora. Der Schleim ist ein wichtiger Bestandteil der Barrierefunktion des Darms, der eine starke Immunreaktion mit der Darmflora verhindert, schmiert Darminhalt bei Transport und Ausscheidung. Dies wird in mehreren Kapiteln ausführlich beschrieben.

Nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere ist Schleim wichtig. Nicht nur bei den allseits bekannten Schnecken, sondern auch bei Fröschen oder Spinnen, die den Schleim elementar für ihre Nahrung brauchen. Ihre Zungen sind mit Schleim behaftet, was ihren bei der Jagd auf Beute und damit zum eigenen Überleben hilft.

Außerdem erklärt die Autorin, dass Schleim wichtig ist für Zusammenhänge von biologischen Prozessen zu Lande, zu Wasser und in der Luft vor Anhand von verschiedenen Beispielen weist sie nach, wie verschiedene Systeme miteinander verknüpft sind und voneinander abhängen. Zum Beispiel existiert eine hauchdünne Schleimschicht auf den Ozeanen, die ein eigenes Ökosystem bildet und durch den Klimawandel gefährdet ist. Das Nachwort verrät auch die Funktion von Schleim im Weltall.

Neben naturwissenschaftlichen Phänomenen vermittelt Wedlich auch kulturelles und kulturgeschichtliches Wissen. Neben den Kinofilmen mit Schleimmonstern erfährt man, dass Patricia Highsmith aufgrund ihrer geliebten Schnecken deren Schleim gar nicht mehr als störend empfand. Und wer wusste schon vorher, dass im Alten Ägypten Schleim als göttliche Grundsubstanz angesehen wurde.

Solche überraschende Einblicke durchziehen das gesamte Buch, das populärwissenschaftlich und spannend, manchmal auch ein wenig komisch in Anbetracht der weit verbreiteten Vorurteile gegen die Substanz, geschrieben ist. Die Bedeutung von Schleim für uns Menschen und für Umweltbedingungen lässt ihn in einem anderen Licht erscheinen. Schleimmonster im Kino jedoch nicht.

Buch 2

Ines Geipel und Joachim Walther: Gesperrte Ablage. Unterdrückte Literaturgeschichte in Ostdeutschland 1945 – 1989, Lilienfeld Verlag, Düsseldorf 2015, ISBN 978-3-940357-50-2, 24,90 EURO (D)

Ines Geipel und Joachim Walther trugen in jahrelanger Recherchearbeit über „unterdrückte Literatur“ in der SBZ/DDR über 100 Autoren zusammen, die sie dem „Archives unterdrückter Literatur in der DDR“ sammelten. Diese ist in den Räumen der Berliner „Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“ untergebracht. Ziel des Archivs ist folgendes: „Die Einrichtung und notwendige Dokumentation eines ‚Archives unterdrückter Literatur in der DDR‘ soll einen breiteren und fundierteren Blick auf den Literaturraum DDR ermöglichen. Mit den gesammelten und archivalisch aufbereiteten Texten wird das Archiv bislang völlig unbekanntes Material anbieten, das eine Ergänzung und notwendige Korrektur des von der offiziellen DDR-Literaturwissenschaft vorgegebenen und auch im Westen oftmals unkritisch übernommenen Literaturkanons erlaubt.“(Homepage) Dies bildet die Grundlage dieser Publikation. In dieser wurden die Nachlässe der Autoren, persönliche Korrespondenzen und auch die Stasi-Akten über sie ausgewertet. Auch die bis dahin unveröffentlichte Erzählungen, Gedichte, Essays, Liedtexte und Tagebücher der Autoren werden in ausgewählter Form vorgestellt.

Ines Geipel schildert dabei den Zeitraum angefangen von der SBZ über die Zeit nach dem Mauerbau bis hin zum Prager Frühling 1968. Joachim Walther widmet sich der Zeit ab 1968 bis hin zur Wende 1989. Dies geschieht zusammen mit dem Versuch einer Aufarbeitung der Literatur- und Kulturpolitik. Die staatlichen Formen der Intervention, die Härte der Bestrafung und die Unterdrückungsmechanismen variierten aber innerhalb des Untersuchungszeitraumes. Es werden völlig unterschiedliche Personen, in verschiedenen Gattungen, aus unterschiedlichen politischen Spektren, die aus unterschiedlichsten Motivlagen die Literatur als Ausdruck ihrer Selbst und als Form politischen Aufbegehrens wählten. Manche davon waren Mitglieder in künstlerischen alternativen Szenen oder in einer geheimen Gruppe, andere blieben unbekannte Einzelkämpfer, deren Lebenswege oft scheiterten und die gar den Freitod wählten. Darunter sind Schriftsteller, die aufgrund ihrer literarischen Tätigkeit im Gefängnis landeten und politische Häftlinge, die erst dort anfingen zu schreiben. Walther spricht sogar in den 1980er Jahren „doppelt ausgeschlossenen“ Personen, die sowohl vom offiziellen Kulturbetrieb ausgeschlossen waren als auch außerhalb der literarischen Subkultur schrieben. Die Wahl mancher Termini Walthers zeugt dabei nicht von objektiver Aufarbeitung, sondern eher von einer politischen Streitschrift.

Am Ende des Bandes findet sich neben einem Personenregister und einem Literaturverzeichnis, das vor allem die ebenfalls von Geipel und Walther bei der Büchergilde Gutenberg herausgegebenen Bände der Verschwiegenen Bibliothek aufführt, eine Gesamtaufstellung der im Archiv unterdrückter Literatur in der DDR erfassten Autorinnen und Autoren mit ihren Biographien, den im Archiv einsehbaren Texten und ihren sonstigen Veröffentlichungen.

Hier werden zum Teil schlimme Einzelschicksale öffentlich gemacht, die in einem Zusammenhang mit staatlich verfolgter Literatur stehen. Posthum veröffentlichte Texte sind gute Primärquellen für weitere Forschungen. Die Literatur- und Kulturpolitik von 1945-1989 wird mit Phasen wechselnder Intensität insgesamt als willkürlich, repressiv und doktrinär beschrieben und die verschiedenen Arten der Zensur vorgestellt. Dabei erfolgt allerdings wenig Auseinandersetzung mit forschungsrelevanter Sekundärliteratur zur Literaturgeschichte der DDR, die nach der Wende entstanden ist. Wo, wie und warum die alternative Kultur- und Literaturszene ihre Nischen aufbauen und trotz der Repression eigene Publikationswege finden konnte und zur Wende beitragen konnte, wird aus der Untersuchung nicht ersichtlich.

 

Buch 3

Oswald Egger : Triumph der Farben, Lilienfeld Verlag, Düsseldorf , ISBN 978-3-940357-73-1, 25 EURO (D)

Der Lyriker Oswald Egger ist bekannt für seine Experimente mit Sprache und ihre Vermischung mit anderen Wissenschaftsgebieten. Auch dieses Buch, das in der Schriftenreihe der Kunststiftung NRW erscheint, ist auf den ersten Blick für den Laien ein nicht zu durchschauendes Konglomerat von geometrischen, mathematischen, künstlerischen, koloristischen und poetischen Elementen.

Einen ersten Zugang erhält man mit der Beschäftigung mit Eggers Prosa, die auf der geometrischen Unendlichkeit beruht. Dies wird in Beziehung zu den geometrischen Untersuchungen und Buntordnungen der Mathematiker Karl Merz, Ákos Császár, Lajos Szilassi, und zu bestimmten kunsttheoretischen Schriften (Kandinsky usw.) gesetzt. Petrarcas Triumph der Zeit und der Triumph der Ewigkeit werden als Farbraum transponiert. Er lässt die Leser auf ein Abenteuer ein und will die Wörter wie physikalische Körper sehen. Die 166 Kapitel durchziehen kolorierte geometrische Figuren wie Würfel, Dreiecke oder experimentelle Quader. Dabei stehen zumeist ganzseitigen Farbtafeln im Mittelpunkt: Sie umfassen Quadrate in dreiundzwanzig Reihen zu je acht Dreiergruppen. Die 184 Farbquadrate führen als Kettenreaktion betrachtet ein Eigenleben zu Buntordnungen, die miteinander in Beziehung stehen. Dieses Experiment wird im Vierfarbdruck präsentiert und hat den Hintergrund, Feststehendes in der Sprache aufzulösen und umgekehrt die Wörter wie physikalische Körper zu sehen.

Dieses durchaus eigenwillige Buch zwingt den Leser zu neuen Betrachtungsweisen durch Freude am Experiment. Es lässt sich in keinerlei vorgefertigte Formen pressen, und birgt viel Rätselhaftes und hinterlässt große Interpretationsspielräume.

Buch 4

Herausgegeben von Georg Holzer und Carolin Fischer: Pierre de Ronsard: »Sonette für Hélène« Mit den verstreuten Amoren, Französisch — Deutsch, Übersetzt und kommentiert von Georg Holzer, Elfenbein Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-941184-68-8, € 24,— (D)

Pierre de Ronsard (1524- 1585), gilt heute als der bedeutendste französische Lyriker der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Der Berliner Elfenbein-Verlag hat in drei kommentierten und zweisprachigen Bänden de Ronsards „Amoren“, seine meist in Sonettform gedichtete Liebeslyrik herausgebracht. »Amoren fu?r Cassandre« (1552) erschien im Jahr 2006, »Amoren fu?r Marie« (1556) vier Jahre später.

»Sonette für Hélène«  (1578) bildet den Abschluss der Trilogie. Der Dramaturg Georg Holzer, der im Jahre 2008 den André-Gide-Preis für deutsch-französische Literaturübersetzungen erhielt, liefert dazu eine Kommentierung. Dem Band werden auch sa?mtliche verstreuten Amoren beigegeben, so dass nun die gesamte Liebeslyrik Ronsards ersichtlich wird.

Pierre de Ronsards Leben und seine Ziele der Lyrik waren nicht unbescheiden. Seine humanistische Revolte gegen die damalige Dominanz der lateinischen Sprache und für eine nationale Dichtung brachte ihm den Ehrentitel „Prince des poètes et poète des princes“ ein. Er sah sich in der Tradition seines berühmten Vorgängers Homer und wollte eine Nationaldichtung, die „Franciade“ schaffen. Diese vollmundige Versprechung blieb allerdings in Fragmenten stecken. Er wollte Homer in einer Art von Wettstreit sogar übertreffen. Nicht umsonst gilt besingt er in diesem Werk seine Liebe zu He?le?ne, die der Helena in Homers  „Ilias“ gleicht. Neben Homer kommen hier auch seine Bezüge zum Humanisten und angesagten Liebeslyriker seiner Zeit, dem Italiener Petrarca, hervor.

»Sonette für Hélène«   knüpft programmatisch an die beiden Sonettzyklen an. Allerdings war de Ronsard bei der Abfassung schon über 50, einen hohen Alter in der Renaissance. Der betagte de Ronsard soll von Caterina de’ Medici, die Ko?nigin von Frankreich, angeblich persönlich ermutigt worden sein, der adeligen Dame He?le?ne de Surge?res durch ein Auftragswerk den Hof zu machen. Diese Anbetungen beruhten allerdings nicht auf Gegenseitigkeit, was für das Ego des Dichters wohl nicht leicht zu ertragen war. So besingt er in seinen Sonetten seine platonische unerhörte Liebe zu He?le?ne. Er inszeniert sich selbst dabei als Leidender und Vertreter der echten Liebe, die er aber mit derben, teilweise sexistischen Phantasien füllt. Es ist ein Fest der Selbstironie und sein letztes bedeutendstes Werk.

Um das Werk richtig zu verstehen und einordnen zu können, sollten vorher die hilfreichen Erläuterungen gelesen werden. Ohne Hinweise auf den Entstehungshintergrund, die Tradition des Wettstreites der Dichter, die Pléiade und die historischen Voraussetzungen in der französischen Renaissance lässt sich das Werk nicht würdigen.

Ronsards Lyrik in „Sonette für Hélène“ ist gleichzeitig sinnlich und frivol, empfindsam und in sexueller Hinsicht derb. Hier wird ein Lyriker wieder einem deutschsprachigen Publikum präsentiert, der auch ein bedeutender Teil der französischen Literaturgeschichte darstellt. De Ronsards Nachwirkungen waren sehr wechselhaft. Zu Lebzeiten war er ein gefeierter Star, danach geriet er auch wegen schlechter Kritiken in Vergessenheit. Erst seit der Mitte des 18. Jahrhunderts begann seine Wiederentdeckung zunächst in Frankreich selbst, dann in verschiedenen Etappen im Ausland. Dieser dreiteilige Zyklus hilft mit, ihn auch in der BRD schätzen zu lernen.

Buch 5

Hanns Zischler: Der zerrissene Brief, Galiani, Berlin 2020, ISBN: 978-3-86971-207-9  20 Euro (D)

Hanns Zischler ist vor allem als Filmschauspieler, Dramaturg, oder Regisseur bekannt. Dies ist sein Debütroman.

Die Rahmenhandlung spielt in den 1960er Jahren: Die Studentin Elsa ist in einer Krise. Sie hat trotz 60 Jahre Altersunterschied eine gute Verbindung zu Pauline Lassenius, die sie einmal in den Ferien bei sich aufnahm. Diese lädt sie zu sich nach Hause ein. Dort erzählt Pauline ihr ihre ungewöhnliche Lebensgeschichte. Pauline wird in einem kleinen Dorf groß. Als sie Max begegnet, treffen sich zwei Abenteuerseelen und verlieben sich. Die Sehnsucht nach der Ferne treibt sie aber zunächst in unterschiedliche Richtungen. 1899 reist Pauline allein nach New York und entdeckt dort die Botanik für sich. Max zieht es an die kanadische Pazifikküste und nach Kamtschatka. Nach ihrer Rückkehr in Paulines Heimat werden die beiden ein Paar und leben jahrelang in Schweden. Dabei werden Briefe, Fotos und Artefakte aus aller Welt als Erinnerung herangezogen.

Elsa vergisst über die Erzählungen von Pauline ihre eigenen Sorgen, ihre Rolle in dem Werk beschränkt sich mehr darauf, den Dialog durch Nachfragen am Leben zu erhalten. Ohne es zu wissen, ist das letzte Treffen vor Paulines Tod, in dem sie rückblickend ihr Leben erzählt. So schließt sich auch für Pauline ein Kreis.

Hier werden anhand Paulines Leben vergangene Epochen erfahrbar, in die man sich anfangs noch schwer hineinversetzen kann. Dass junge Frauen heute New York besuchen ist eben eine Selbstverständlichkeit. Neben Stationen aus ihren Reisen und Lebensorten geht es auch um die deutsche Geschichte. Im Mittelpunkt steht aber die Beziehung zwischen Pauline und Max. Man hat währen des Werkes das Gefühl, dass Elsa die Rolle der jugendlichen Pauline einnimmt, die von ihren Erzählungen fasziniert ist und auch genauso wissbegierig und abenteuerlustig ist wie ihre Tante.

Buch 6

 

Svetlana Lavochkina: Puschkins Erben. Roman. Aus dem Englischen von Diana Feuerbach, Voland & Quast, Berlin/Dresden/Leipzig 2019, ISBN: 978-3863912420, 24 EURO (D)

Dies ist der mehrfach ausgezeichnete Debütroman von Svetlana Lavochkina, der nun in deutscher Übersetzung erscheint. Die Geschichte nimmt ihren Ausgangspunkt im Sommer 1820, als der berühmte russische Dichter Alexander Puschkin auf dem Weg in die Verbannung im Fluss Dnjepr bei Zaporoschje in der heutige Ukraine badet und dabei seinen wertvollen Türkisring. Er bekommt daraufhin starkes Fieber und wird in ein umliegendes Gasthaus gebracht. Dessen Wirtin bekommt dann neun Monate später ein Kind.

Die Geschichte geht dann in die Mitte der 1970er Jahre über, zu der großen Silvesterfeier der Familie Katz in Zaporoschje 1976. Dort stellt sich heraus, dass die Familie Katz einen berühmten Vorfahren hatte: nämlich Alexander Puschkin, der der Erzeuger des Kindes 1820 war. Dies ist der Ausgangspunkt für die folgende Handlung von Puschkins Erben, die die verschiedensten Erzählstränge hat und zwischen Zaporoschje, Odessa und Moskau  hin und her pendelt. Hinzu kommen noch Briefe aus Amerika, ein weiterer Handlungsort. Im Hintergrund wirken immer wieder Puschkin, Tschechow, Dostojewski, Tolstoi, Dickens und Hemingway und Nabokow, vordergründig die vielen Charaktere, von denen viele eine literarische Ader haben oder einer bestimmten Figur ähneln. Eine der Hauptfiguren, Alka, ist zum Beispiel Hemingway-Experte. Die einzelnen Charaktere sind miteinander verbunden, dennoch hat jeder sein eigenes Schicksal.

Puschkin ist eine Art Schattenmann der gesamten Handlung, der immer wieder zwischendrin auftaucht unter anderem durch Zitate seiner Verse an strategischen Punkten. Der sinnliche Stil des Romans wird immer wieder durch humorige Passagen unterbrochen, das Thema Sex spielt nicht nur im Jahre 1820 eine wesentliche Rolle. Literatur und menschliche Schicksale ebenso. Die Charaktere werden präzise beschrieben, genauso die jeweiligen Beziehungen untereinander kunstvoll zusammenpassen.

Puschkins Türkisring ist von zentraler Bedeutung für die Handlung des Romans und seine Abrundung am Ende. Der Roman spielt am Ende der Handlung in den 1980er Jahren und in die Perestroika-Zeit. Er endet damit, dass die jüngste Figur, Sonka, ein Kind, nach Amerika gezogen ist. Die letzte Zeile, Teil eines verspäteten und rechtskräftigen Briefes, endet mit der Notiz, dass Sonka“, jetzt ihr ganzes „Russisch“ vergessen hat.

Das Buch zeichnet sich durch eine Vielschichtigkeit der Ereignisse und der Charaktere aus. Es hat verschiedene Zeit und Handlungsebenen, über allem thront als eine Vaterfigur Alexander Puschkin. Wenn man großzügig interpretiert, kann man Analogien oder Metaphern zu Puschkins Werken oder die anderer russischer Literaten herstellen. Jedenfalls ist es eine kunstvoll zusammengestellte Erzählung, die tiefgründig ist und auch sprachlich überzeugen kann.

 







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