Neuerscheinungen Arbeit und Arbeitswelt

19.08.20
KulturKultur, Wirtschaft, TopNews 

 

Buchtipps von Michael Lausberg

Buch 1

Stefan Keller: Spuren der Arbeit. Von der Manufaktur zur Serverfarm. Reportage, Rotpunktverlag, Zürich 2020, ISBN: 978-3-85869-869-8, 34 EURO (D)

Stefan Kellers groß angelegte historische Reportage zeigt 200 Jahre Geschichte der Arbeit exemplarisch im Kanton Thurgau am Bodensee. Dies wird mit zahlreichen Statistiken und historischen Daten unterfüttert. Sein Buch auf einen Auftrag des Amts für Wirtschaft und Arbeit (AWA) des Kantons Thurgau zurück, das in diesem Jahr sein hundertjähriges Jubiläum feiert.

 

Foto: pexels.com

Das Buch beginnt im Jahre 1801 mit dem Lyriker Friedrich Hölderlin, der bei der Fabrikantenfamilie von Gonzenbach eine Stelle als Hauslehrer antrat. Hölderlin ist aber nur der Aufhänger, im Folgenden wird anhand der von Gonzenbachs der Übergang von einer vorindustriellen Baumwollfabrik über die frühkapitalistische Ära hin zur Entwicklung der damals bedeutenden Textil- und Stickereiindustrie mitsamt Kinderarbeit behandelt. Die Macht- und Besitzverhältnisse dieser Epochen werden ebenfalls vorgestellt: wer im Besitz der Manufaktur war, der war auch der inoffizielle Herrscher der Gegend. Die Abwanderung in die Fabriken führte zu einer Landflucht der meist bitterarmen Bauern, die sich dort eine Steigerung der Lebensverhältnisse erhofften. Die frei werdenden Flächen wurden zwar für neue Erwerbszweige wie Käseproduktion genutzt, konnten aber nicht mit den entstehenden Fabriken konkurrieren. Deutsche wanderten nach der gescheiterten Revolution 1848 in die Ostschweiz ein und gründeten dort auch Fabriken.

Die Textil- und Stickereiindustrie geriet um die Jahrhundertwende in eine schwere Krise und spielte Jahrzehnte später keine Rolle mehr. Stattdessen erlebte der Maschinenbau einen starken Aufschwung und auch die Automobilindustrie wuchs, so dass Arbeitskräfte aus anderen Regionen der Schweiz oder aus dem nahen Ausland (Italien) extra angeworben werden mussten. So veränderte sich auch die Bevölkerungsstruktur im Thurgau, der Lebensstil des homo oekonomicus setzte sich durch.

Der Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit wurde natürlich auch durch Streiks ausgefochten. Die eigentlich internationalistisch und sozialistisch ausgerichteten Gewerkschaften hatten zum Teil aber auch Berührungsängste mit ausländischen Arbeitnehmern. Arbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit wurden nicht als soziales Problem, sondern Ausdruck von Faulheit gesehen, ein utilitaristisches Weltbild offenbart sich dabei. Die Brücke zum digitalen Zeitalter wird mit der Vorstellung des Datenzentrums für Banken in Diessenhofen geschlagen, ein Ausdruck der Bedeutung des Dienstleistungssektors für die heutige Wirtschaft.

Im Anhang findet man noch Quellen, eine historische Chronologie, ein Personenregister und Informationen zum Autor. 

Das Buch ist aber kein reine Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Ostschweiz, sondern bekommt durch Einzelbiografien von Vertretern der verschiedenen Schichten und Klassen eine menschliche Note. Dazu gibt es Geschichten über Kapitalisten, deren Angestellte, einheimische und ausländische Arbeiter, Wanderburschen und Frauen. Zeitgenössische Aufnahmen am Ende des Buches sorgen für einen visuellen Eindruck. Leitlinien der wirtschaftlichen Entwicklung des Thurgaus sind in anderen Bereichen Mitteleuropas von ähnlicher Natur, so dass das Buch ist mehr als eine Regionalstudie.

Buch 2

Brexit-Handbuch für Unternehmen und Berater. Steuerrecht – Zollrecht – Gesellschaftsrecht – Sozialversicherungsrecht, Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2020, ISBN: 978-3-7910-4835-2, 59,95 EURO (D)

Seit dem 1.2.2020 ist das Vereinte Königreich aus der EU ausgetreten. Dies hat weitreichende Folgen für die Aktivitäten deutscher Unternehmen in Großbritannien sowie umgekehrt. Dieses Praxishandbuch von verschiedenen Fachleuten vermittelt einen kompakten Überblick über die wesentlichen rechtlichen Folgen des Brexits in den Bereichen Steuerrecht, Zollrecht, Gesellschaftsrecht, Arbeits- und Sozialversicherungsrecht. Dabei werden angesichts der politischen Unsicherheiten ab 2021 drohenden harte Brexit sowie die bislang beschlossenen nationalen Übergangs- und Erleichterungsregelungen betrachtet, mit einem Schwerpunkt des Nordirland-Protokolls.

Das Buch beginnt mit der Vorstellung der Autoren und einem Abkürzungsverzeichnis. Im ersten Teil geht es um die allgemeinen Hintergründe. Dort werden die bisherigen Stationen des teils dramatischen Verhandlungen vom Referendum 2016 bis zur dritten Verhandlungsphase mit Fristverlängerung komprimiert dargelegt. Danach geht es um den künftigen rechtlichen Status Großbritanniens und die Änderungen im Verhältnis zwischen der EU und dem Inselreich. Die Vorbereitungen in der BRD mit Umwandlungsrecht, Brexit-Übergangsgesetz und Brexit-Steuerbegleitgesetz. Im zweiten Teil geht es um das Gesellschaftsrecht: Dort werden die Rechtslage bis zum Brexit, die Rechtslage nach dem Brexit geordnet nach britischer und deutscher Sichtweise, die grenzüberschreitenden Strukturierungen bis zum Brexit und die Zeit nach dem Brexit behandelt.

Anschließend werden die Auswirkungen im Bereich der direkten Unternehmenssteuern vorgestellt. Nach einer einleitenden Darstellung folgen die Hauptherausforderungen deutscher Unternehmen mit Direktinvestitionen in Großbritannien und Hinweise für die Implikationen des Brexit für britische Direktinvestitionen in der BRD. Beide Teile gliedern sich in transaktionsbezogene Implikationen und Folgen für die laufende Besteuerung. Weiterhin kommt die Grunderwerbssteuer zur Sprache. Nach einer Einleitung werden dort die gesetzgeberischen Reaktionen, die Erwerbsvorgänge im Einzelnen, die geplanten Gesetzesänderungen und die Steuervergünstigungen angesprochen. Die Koordination der Systeme der sozialen Sicherheit zwischen Großbritannien und der EU werden dann thematisiert.

Danach folgen die umsatzsteuerlichen Auswirkungen mit Verweisen auf das deutsche, britische und EU-Recht. Dabei wird zunächst auf die Behandlung von Transaktionen mit Großbritannien bis zum 31.12.2020 eingegangen, danach kommen noch die wichtigsten Konsequenzen des Brexits zur Sprache. Nach demselben Prinzip werden die zollrechtlichen Auswirkungen danach behandelt. Die durch den Brexit ausgelösten Fragen für bestehende und künftige Arbeitnehmerentsendungen sind Gegenstand des nächsten Teilbereiches. Abschließend wird noch ein Einblick in den Sonderstatus von Nordirland und die diesbezüglich im Austrittsabkommen vereinbarten Regelungen gegeben.

Fallbeispiele und Checklisten am Ende eines jeden Abschnitts bieten Arbeitshilfen zur Einordnung der anstehenden Änderungen. Dort gibt es auch jeweils eine Literaturliste.

Im Anhang findet man noch ein ausführliches Stichwortverzeichnis.

Hier können sich die verschiedenen Gruppen aus Wirtschaft, Recht und Politik über die augenblicklich bekannten rechtlichen Grundlagen umfassend informieren. Beispielsfälle, Checklisten und Praxistipps erleichtern das Verständnis der komplexen Materie. Dank des umfangreichen Stichwortverzeichnisses können unterschiedliche Bereiche schnell nachgeschlagen werden.

Buch 3

Stefanie Puckett: Der Code agiler Organisationen. Das Playbook für den Wandel zur agilen Organisationskultur, Business Village, Göttingen 2020, ISBN: 978-3-86980-482-8, 29,95 EURO (D)

Ohne agile Denk- und Verhaltensmuster hat es jedes Unternehmen schwer, sich langfristig am Markt zu halten. Dieses Buch geht speziell auf die Inhalte und Umsetzung agiler Organisationskultur als Teil dieser Transformation im digitalen Zeitalter ein.

Das Buch beschreibt zunächst die Notwendigkeit, den Inhalt einer agilen Organisationskultur und die richtigen Bedingungen für einen Kulturwandel. Auf Basis von Analysen agiler Organisationen und solcher in Transformationen hat die Autorin ein Modell herausgearbeitet, was das Kernstück des Buches ist, das TEC-Modell. Es brauche deshalb ein Modell, weil erstens Kulturentwicklung wesentlich von einem Denken in Interaktionsfolgen und Wechselwirkungen geprägt sei und zweitens dadurch Wirkzusammenhänge und Zukunftsvisionen klarer beschrieben werden können: „Der große Vorteil dieses Modells im täglichen Arbeiten ist, dass sich ein in sich konsistentes Leitbild darstellt, an dem Führende wie Fachkräfte ihr Verhalten ausrichten können. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass jede Unternehmenskultur stets das Ergebnis von Konsequenzen und Konsistenz des Verhaltens der betroffenen Akteure darstellt.“ (S. 53f)

Das TEC-Modell besteht aus den drei Kulturhauptelementen Transparenz, Empowerment und Kollaboration. Es ist weder eine Schablone, noch eine Blaupause. Die Umsetzung jedes der drei Elemente sieht für jedes Unternehmen anders aus.

Jedes der drei Hauptelemente gliedert sich in weitere Unterdimensionen. Diese werden im Folgenden näher beschrieben. Danach werden noch mögliche Fallstricke und Probleme näher beschrieben und gezeigt, wie das Modell initiiert werden kann. Im Anhang findet man noch die benutzten Quellen.

Zahlreiche Unternehmen experimentieren mit flexiblen Arbeitszeiten, flexiblen und mobilen Arbeitsorten, Teamwork ohne persönliche Präsenz, etc. Neben der Arbeitsgestaltung werden zunehmend auch Führungs- und Strukturprinzipien von Organisationen überdacht. Das Buch gibt einen umfassenden Einblick, wie agile Organisationen gestaltet werden können und spricht dabei besonders Führungskräfte und Unternehmensleitungen an.

Dies muss natürlich mit Basics wie faire Löhne, gutem Arbeitsschutz und der Einbeziehung von Gewerkschaften bzw. Interessenvertretern flankiert werden, sonst nutzt die beste Organisationskultur nichts.

 

Buch 4

Carolin Wolf: Gemeinsam denken. Die VUKA-Welt braucht mehrere Köpfe, Business Village, Göttingen 2019, ISBN: 978-3-86980-470-8, 24,95 EURO (D)

Die aus dem amerikanischen stammende Abkürzung VUKA steht für Volatility (Unbeständigkeit), Uncertainty (Unsicherheit), Complexity (Komplexität) und Ambiguity (Mehrdeutigkeit). Dies wird auf den wirtschaftlichen und organisatorischen Sektor übertragen. Dieses Buch will helfen, gemeinsames Denken als Haltung und Methode zu erproben, um in einer zunehmend komplexen Welt tragfähige Entscheidungen zu treffen und Handlungen dazu aufzubauen. Es werden Rahmenbedingungen, förderliche Haltungen und Verhaltensweisen sowohl von Einzelnen als auch im Zusammenwirken in der Gruppe ebenso wie unterstützende Kommunikationsformate beschrieben.

Das Buch beginnt mit einer Analyse der sich verändernden Welt und der damit verbundenen Notwendigkeit für gemeinsames Denken und dem gemeinsamen Sinn. Danach werden Organisationen, bei denen dies schon ausgeprägt ist, näher vor. Die Elemente des gemeinsamen Denkens wie den Rahmen für Mitgestaltung, ein Umfeld des Lernens, ausreichend Zeit, die stimmige Verfassung von Gehirn und Körper kommen dann zur Sprache. Förderliche Haltungen und Ausrichtung des Einzelnen wie Umgang mit Ambivalenzen oder eine offene Haltung gegenüber Ungewissheit werden dann thematisiert. Basiselemente des Miteinanders wie Synchronisieren in den Kommunikation, Einfluss der Wortwahl und Kooperation werden danach vorgestellt. Die Kernelemente der qualifizierten Diskussion und der systemische Dialog folgen dann.

Weiter geht es mit den Möglichkeiten erfolgreichen gemeinsamen Denkens in der qualifizierten Diskussion in Meetings. Die Gestaltung von Projektarbeit und der Fokus auf das Zusammenspiel von Moderation und Selbstorganisation schließen sich an. Veranstaltungsformate, die das Denken in Gruppen unterstützen wie den Open Space, das World Café, die Metalog-Konferenz oder die Skizze einer dreitägigen Metalog-Konferenz, werden danach ausgebreitet. Die wichtigsten Punkte für gemeinsames Denken werden in einem Schlusskapitel nochmals zusammengestellt.

Das Buch vermittelt gut, wie bei Organisation im öffentlichen und privaten Sektor ein Umfeld geschaffen wird, um gemeinsam arbeits- und handlungsfähig zu sein. Die verschiedenen Kommunikationsformen sind teils schon bekannt, hier werden sie an idealtypischen Beispielen veranschaulicht. Essenziell ist, dass dieses gemeinsame Denken einen klar vermittelten Sinn und klare Rahmenbedingungen als Fundament braucht.

 

Buch 5

Norman Glaser: Digitale Brandstiftung. Die digitale Entzündung der Marke, Business Village, Göttingen 2018, ISBN: 978-3-869-80427-9, 34,95 EURO (D)

Der entscheidende Prozess für die Wiedererkennung eines Produktes beim Kunden ist das Branding. Als Branding wird die Entwicklung einer Marke hin zu einer eigenen Identität bezeichnet. Der Kunde erkennt die Marke als solche und verbindet im besten Fall positive Eigenschaften mit ihr. Norman Glaser, geschäftsführender Gesellschafter in der Unternehmensgruppe MARKENKONSTRUKT, zeigt in diesem Buch, wie die Markenführung im digitalen Zeitalter funktionieren kann. Dabei geht es darum, die Marken in die digitale Welt zu transformieren, neue digitale Marken zu schaffen und Marken nachhaltig weiterzuentwickeln.

Er liefert Werkzeuge, die durch die Digitalisierung möglich werden, um eine Marke aufzubauen und/oder zu positionieren, um langfristigen Erfolg im digitalen Zeitalter zu haben: „Ich will Dir zeigen, wie Marken in heutigen, digital geprägten Märkten und digitaler Kommunikation entstehen und leben. Wie man sie erfindet, animiert, erweitert, verbessert und perfektioniert. Ich möchte zeigen, wie Marken dank digitaler Markenführung erfolgreich werden und bleiben. Ich möchte zeigen, wie und warum auch digitalen Marken gute oder schlechte Schicksale widerfahren und wie letztere vermieden werden können. Ich möchte zeigen, welche branchen-, unternehmens- und produktspezifischen Themenfelder dank digitaler Markenführung aufgegriffen und verarbeitet werden können, dass sie die mit der Marke assoziierten Erklärungen, Verheißungen, Ankündigungen und Versprechen und Wunschvorstellungen verkörpern.“ (S. 17)

Außerdem zeigt er an verschiedenen Beispielen, die Auswirkungen der Digitalisierung auf Unternehmen und Marken sowie deren Vor- und Nachteile auf. Dies wird mit allgemeinen Informationen zu Reputationsmanagement, nachhaltige Markenführung, Leadership, Digital Brand Storytelling und die verschiedenen Aspekte des „Brand Identity Statements“ verbunden.

Hier wird das Branding, besonders in Bezug auf den zunehmend wachsenden Einfluss digitaler Kommunikationsmittel, analysiert und diskutiert. Es spiegelt den gegenwärtigen Wissensstand wider, mit Zukunftsprognosen sollte man vorsichtig sein. Es enthält vielseitige Anregungen für Anwender und Planer, wie effektive Marketing-Tools im digitalen Zeitalter aussehen können. Schritt für Schritt werden Verfahren gezeigt, wie man zu einem Markenkern, der zum eigenen Unternehmen passt, gelangt.

Buch 6

Judith Claushues/Albert Hurtz: Lean Leadership. Agiles Lernen gelingt nur mit den Menschen, Business Village, Göttingen 2018, ISBN: 978-3-86980-363-0, 34,95 EURO (D)

In diesem Buch wird gezeigt, wie Führung es schafft, mit Agilität, guter Kommunikation und Abstimmung eine Win-Win-Situation zu erreichen, in der die Unternehmen gewinnen, weil sie wettbewerbsfähig und anpassungsfähig bleiben, und die Mitarbeiter gewinnen, weil sie erleben, dass sie etwas bewirken können und damit motivierter und leistungsfähiger sind.

Im ersten Kapitel geht es um die Ursprünge, Ziele und vier Dimensionen und das dem Buch zugrundeliegende Grundmodell von Lean Leadership. Außerdem wird auf die Unterschiede zwischen traditionellen Führungskräften und Lean Leader eingegangen. Danach werden die Prinzipien des Shop Floor Managements und des agilen Projektmanagements als die beiden Säulen von Lean Leadership behandelt. Anschließend werden die drei für das Lean Leadership elementaren Führungsaufgaben Coachen, Managen und Inspirieren erläutert und dies mit Inhalten und praktischen Beispielen veranschaulicht. Wie die verschiedenen Unternehmensabteilungen und Führungsebenen bis hin zur Leitung durch die Kaskadenstruktur miteinander verknüpft werden, wird dann gezeigt. Es werden Zielkaskaden, Kommunikationskaskaden und Coachingkaskaden und deren Anwendungen für den Informationsfluss und die Entwicklung der Mitarbeiter und Führungskräfte deutlich gemacht.

Weiterhin werden Tipps, Anregungen und Handlungsempfehlungen gegeben, wie Lean Leadership im Unternehmen eingeführt werden soll und wie Hindernisse konstruktiv bewältigt werden können. Danach geht es um die Entwicklung hin zum Lean Leader: Dort wird gezeigt, wie man die Führungsaufgaben Managen, Inspirieren und Coachen mit Leben füllt und konkret angeht.

Das größte Hindernis auf dem Weg zu Lean Leadership ist die Zeit. Wie man diesem Hindernis begegnet und nützliche Routinen aufbaut, wird dann angesprochen. Außerdem werden Strategien beschrieben, wie man mit Führungskräften umgeht, die sich mit den neuen Anforderungen schwer tun. Weiterhin werden Audits an die Hand gegeben, mit denen man sowohl den eigenen Entwicklungsstand als auch den von Teams beleuchten und Handlungsbedarf ableiten kann. Nach einer Motivationshilfe im Nachwort findet man noch ein Literaturverzeichnis und ein Stichwortverzeichnis.

Hier gibt es zahlreiche Anregungen, Instrumente und Methoden zur eigenen Anwendung. Didaktisch ist das Buch ansprechend. Es wird viel mit praktischen Beispielen gearbeitet, Merkblöcke, Schaubilder und Abbildungen zur Visualisierung benutzt. Dennoch ist es nicht damit getan, Tools und Methoden zu kennen. Diese einzuüben braucht Zeit und fordert permanentes Einüben, Frustrationstoleranz und eine uneingeschränkte Bereitschaft zur Veränderung.

 







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