Grüne Jugend Saarlouis: Rechtes Potential im Kreis Saarlouis nicht unterschätzen!

18.09.08
AntifaschismusAntifaschismus, Saarland, News 

 

Saarlouis (sk) - Zum 17. Todestag von Samuel Yeboah, der am 19. September 1991 Opfer eines rassistisch motivierten Brandanschlages wurde, fordert die Grüne Jugend mehr Engagement gegen rechtsextreme Tendenzen im Kreis Saarlouis. So sei es nur selbstverständlich, dass sich die Mitgliedszahlen der NPD laut Verfassungsschutz fast verdoppelt haben, wenn man nicht bereit sei, vor Ort Geld in die Aufklärung gegen Rechts zu investieren.

"Wir müssen uns vor Augen führen, dass der Tod von Samuel Yeboah ein Ausdruck der menschenverachtenden und gewalttätigen Ideologie der Rechtsextremen ist. Dieses gewaltbereite Potenzial ist immer noch in den rechtsextremen Parteien und Kammeradschaften vorhanden. Besonders im Hinblick auf die weggefallende 5%-Hürde ist es wichtig, Aktionen gegen Rechts zu fördern und durch eine kontinuierliche Aufklärungsarbeit rechtem Gedankengut den Nährboden zu entziehen. Nur so kann man langfristig rechte Propaganda aus den Kommunalparlamenten fernhalten." so Thorsten Comtesse, Vorsitzender der Grünen Jugend in Saarlouis. "Das Engagement gegen Rechts darf kein Konjunkturthema, sondern muss kontinuierlicher grundlegender Bestandteil der politischen Arbeit im Kreis Saarlouis sein. Wir brauchen zudem eine starke demokratische Zivilgesellschaft, die Rechtsextremen zeigt, dass wir ihre menschenfeindlichen Ideen und Handlungen nicht tolerieren, dass wir uns gegen sie engagieren und aktiv werden - auf Straßen, Plätzen, in der Nachbarschaft, in Vereinen, in den Medien und im Parlament. Der Rechtsextremismus muss politisch und zivilgesellschaftlich weiterhin vor Ort bekämpft werden." Projekte wie der Tag gegen Rechts, welcher jährlich vom Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) veranstaltet wird, sollen so z.B. als Pilotprojekte in Kombination mit einer Aufklärungskampagne über Zuschüsse von der Kreisstadt finanziert werden.

Die Grüne Jugend Saarlouis kündigte derweil an, die Solidaritätsaktion der Partei "Die Linke" zum Todestag von Samuel Yeboah zu unterstützen. Man spricht sich auch für die Umbenennung der "Von-Lettow-Vorbeck-Straße" in "Samuel-Yeboah-Straße" aus, um ein deutliches Zeichen gegen Rassimus zu setzen.







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