Antifa - Abendspaziergang in Mönchengladbach

18.08.09
AntifaschismusAntifaschismus, NRW, TopNews 

 

Von Dieter Braeg

Für den  17. August hatten, wieder einmal, die Nazis zu einer bundesweiten  dezentralen Flashmob-Aktion zum 22. Todestag von Rudolf Heß aufgerufen. Überall wollte man antreten, auch in Mönchengladbach um 19,30 um dann, weil es in Wunsiedel keinen Gedenkmarsch gibt, auf dem Europaplatz um 19,30 Uhr zu "gedenken".
Das wurde nichts!
An die hundert, vor allem junge Frauen und Männer, waren präsent im Rahmen eines spontan organisierten Abendspazierganges unter dem Motto "Rund um Europa - Grenzen". In einem Flyer des Bündnis "Speak Up - Argumente gegen Intoleranz" lautete das Motto:
 "Machen Sie ihr Kreuz an der richtigen Stelle!!! Braune in die Tonne!" will das Bündnis seinen Teil dazu beitragen, dass der NPD und anderen Nazis die Stühle im Mönchengladbacher Stadtrat weggenommen werden.
Im Internet hatten Fascho - Organisationen zum Flash-Mobs am 17.08. anläßlich des 22. Todestages von Rudolf Heß aufgerufen. In der Liste der über 100 geplanten Orte stand auch der Europaplatz vor dem Mönchengladbacher Hauptbahnhof.
"Lieber ein mal zu viel frische Luft schnappen, als den Nazis den öffentlichen Raum zu überlassen", war der richtige Gedanke von fast 100 Demokratinnen und Demokraten, vor allem jüngeren Alters. Die kamen dann bunt oder in schwarz, laut oder leise, einzeln oder in der Gruppe zusammen und machten eines klar: In Mönchengladbach ist kein Platz für Faschisten!

Das Bündnis "Speak Up" machte im Flyer deutlich wie die NPD in Mönchengladbach arbeitet,  ihre zwei Vertreter im Stadtrat  glänzen mit Abwesenheit und kassieren dafür über 52.000,- Euro Steuergelder(Geschäftsführerentschädigung) und zusätzlich während der ganzen Amtszeit monatlich 418.--€. (das sind in den fünf  Amtsjahren pro Ratsmitglied 25 080.--€)

Mit der ekelerregenden Ideologie eines sogenannten nationalen Sozialismus betreiben sie eine faschistische Politik, die zur Abschaffung der Demokratie führt. Man wirbt für Arbeitsplätze "zuerst" für Deutsche. Dazu versucht man die Jugendkultur zu "übernehmen" da gibt es dann Schulhof CD's - man unterwandert.  Sie greifen alles auf -  kopieren - ob Rock oder Rap, ob kultiges oder stylisches Outfit. Mit moderner Sprache versucht sie die Jugend zu verführen.

Deswegen wurde das neue Bündnis "Speak up" aktiv. Es will, so die Gründerinnen und Gründer, nicht als Konkurrenz zum bestehenden Bündnis "Aufstehen! Für Menschenwürde - Gegen Rechtsextremismus" verstanden werden, es will eine Lücke schließen.
Aktiv vor Ort eine Gegenöffentlichkeit schaffen!
Den Nazis den öffentlichen Raum nehmen. Und dass das geht wurde am 17. August eindrucksvoll auf dem Europaplatz demonstriert. Eine kleine verschwindende Gruppe jugendlicher Faschisten hatte keine Chance!
Die Nazis konnten sich nicht entfalten.
Warum allerdings die Polizei da, sogar mit Einsatzreserve auf dem Parkplatz bei der Sittardstraße, präsent war konnte nicht genau geklärt werden.

Es bleibt dabei:
In Mönchengladbach ist kein Platz für Faschisten!

Dieter Braeg







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