Pro-Sarrazin Kundgebung in Frankfurt verhindert

10.09.10
AntifaschismusAntifaschismus, Hessen, News 

 

Trotz Absage des Veranstalters ca. 25 TeilnehmerInnen – etwa 100 GegendemonstrantInnen – kleinere Tumulte – rassistische Kundgebung verhindert.

Von Frank Hartmann, Bündnis gegen den Rassismus der Mitte

Etwa hundert Menschen aus dem antirassistischen und antifaschistischen Spektrum haben am gestrigen Donnerstag, dem 09. September, im Frankfurter Stadtteil Ginnheim eine Kundgebung für den Rassist und Ex-Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin verhindert.

Trotz Absage der VeranstalterInnen fanden sich gegen 18 Uhr etwa 25 Sarrazin-Fans vor dem Markus-Krankenhaus ein, um ihre Unterstützung für Sarrazins rassistische und sozialdarwinistische Thesen zu bekunden. Als sie sich Richtung Bundesbank in Bewegung setzten, wurden sie von den GegendemonstrantInnen daran gehindert, eine Demonstration durchzuführen und vor der Bundesbank „in Trauer um die Meinungsfreiheit“ Kerzen anzuzünden. Dabei kam es zu Rangeleien zwischen Sarrazin-Anhängern und GegendemonstrantInnen.

Der Sprecher des Bündnisses gegen die Pro-Sarrazin-Demo erklärte: „Die vorgebliche Trauer dieser Leute um Sarrazins Meinungsfreiheit ist pure Heuchelei, sein Buch ein Bestseller. Wir werden nicht dulden, dass öffentliche Unterstützung für Sarrazins Thesen bekundet wird. Der eigentliche Skandal bleibt jedoch der dem zu Grunde liegende Rassismus aus der Mitte der Gesellschaft.“Am Rande wurden auch mehrere offen auftretende Neonazis aus der Rhein-Main-Region von AntifaschistInnen des Ortes verwiesen.







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