“Heinrich I. Himmler” postet sich ins Gefängnis

27.04.12
AntifaschismusAntifaschismus, Internationales, News 

 

von dokumentationsarchiv

Angebliche Anonymität schützt vor Strafe nicht: Einträge wie “einen Führer braucht das Land”, “Heil euch" und “Sieg Heil” brachten am Donnerstag einem 30-jährigen Wiener 30 Monate Haft, davon zehn Monate unbedingt, ein. Wegen Wiederbetätigung und Herabwürdigung religiöser Lehren musste sich am Donnerstag ein 28-Jähriger in Eisenstadt vor Gericht verantworten.

Der gebürtige Wiener mit Wohnsitz im Südburgenland soll laut Anklage auf Facebook unter dem Nickname “Heinrich I. Himmler” Naziparolen gepostet und Schimpftiraden gegen den Islam losgelassen haben. Er bekannte sich zu den Vorwürfen schuldig. Ein Geschworenensenat unter Vorsitz von Richterin Birgit Falb verurteilte ihn zu 30 Monaten Haft, davon zehn Monate unbedingt. Das Urteil ist rechtskräftig.

Einträge wie “einen Führer braucht das Land”, “Heil euch" und “Sieg Heil” soll der 28-Jährige im Oktober 2010 gemacht haben, bis der Account gelöscht wurde, legte ihm Staatsanwalt Roland Koch zur Last. Ein Link habe zu einem Clip bei Youtube geführt, “mit einem Hakenkreuz als Anfangsbild.”

“Hier geht es eindeutig darum, dass er Symbole, Grußwendungen, belastete Wörter und Liedtextpassagen öffentlich gemacht hat, die niemand anderem zuzuordnen sind als dem Nationalsozialismus”, erklärte der Staatsanwalt. Dass er Symbole verwendet habe, die den Nationalsozialismus verherrlichen, sei dem Angeklagten “völlig klar” gewesen.

Der 28-Jährige soll im Social Network auch den Islam und die Muslime beschimpft haben. “Wir werden euch alle töten, die Öfen sind schon gebaut und vorgewärmt”, habe es etwa geheißen.
via kurier.at: “Heinrich I. Himmler” postet sich ins Gefängnis
siehe auch: Familienvater postete als Heinrich Himmler.

Ein Südburgenländer steht wegen Widerbetätigung vor Gericht – er postete unter dem Namen des NS-Politiker rechtsextremes Gedankengut. Er machte aus seiner rechtsradikalen und antisemitischen Gesinnung kein Hehl. Unter dem Nicknamen Heinrich I. Himmler postete ein Südburgenländer auf einem Sozialen Netzwerk NS-Gedankengut. Am Donnerstag musste sich der mehrfache Vater wegen Wiederbetätigung und Herabwürdigung religiöser Lehren vor einem Geschworenensenat am Landesgericht in Eisenstadt verantworten. Er habe in Postings auch die islamische Religion verhöhnt und verspottet, erklärt ein Sprecher des Landesgerichtes Eisenstadt. Die Vorfälle hatten sich im Oktober 2010 ereignet. Das Bundesamt für Verfassungsschutz konnte die Identität des Mannes aufdecken. Ein Geschworenensenat unter Vorsitz von Richterin Birgit Falb verurteilte ihn zu 30 Monaten Haft, davon zehn Monate unbedingt. Das Urteil ist rechtskräftig; Nazi-Postings und Hasstiraden im Internet: 30 Monate bedingt. 28-jähriger Burgenländer postete als “Heinrich I. Himmler” auf Facebook – Urteil rechtskräftig. Wegen Wiederbetätigung und Herabwürdigung religiöser Lehren musste sich am Donnerstag ein 28-Jähriger in Eisenstadt vor Gericht verantworten

 

 

 


VON: DOKUMENTATIONSARCHIV






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