Demonstration in Gedenken an die vom NSU Ermordeten erfolgreich

05.11.12
AntifaschismusAntifaschismus, Berlin, TopNews 

 

von Bündnis gegen Rassismus

Das Motto an diesem Tag lautete: „Das Problem heißt Rassismus - Schluss mit der Vertuschung“. Vor genau einem Jahr wurde die Mordserie des NSU in den Medien bekannt gemacht und löste bei vielen Trauer und Wut aus. Wieder einmal wurde verdeutlicht: Rassismus tötet!

Aus diesem Grund demonstrierten heute ca. 4.000 Menschen gegen den präsenten Rassismus innerhalb der gesamten Gesellschaft und prangerten lautstark die staatlichen Institutionen, die Politik aber auch die Mitte der Gesellschaft an. Symbolisch begann die Demonstration am Refugees Protestcamp, als Beispiel für den institutionellen Rassismus in Deutschland. Offiziell beendet wurde die Demonstration am „Gemeinsamen Terrorabwehrzentrum “ in Treptow, welcher nicht rassistischen Terror, sondern den vermeintlichen islamischen und linken Terror abwehren soll.

Die vom Bündnis gegen Rassismus organisierte Demonstration wurde von migrantischen antirassistischen und linken Gruppen getragen. Unter den Unterstützer_innen befanden sich zudem auch Verbände, Gewerkschaften und Parteien. Auf der Demonstration herrschte sowohl eine Atmosphäre des Gedenkens, als auch eine Stimmung der Entschlossenheit, Wut und Trauer in Widerstand zu wandeln.

Die Berliner Polizei trat mit unangemessener Formation auf. Das Spalierlaufen vor und am Rand der Demonstration war völlig überflüssig und vermittelte ein Bild des Misstrauens gegenüber den Demonstrant_innen. Auf der Abschlusskundgebung wurde dem Bündnis gegen Rassismus zudem die Möglichkeit verweigert, die Namen der Ermordeten, sowie offene Fragen und Forderungen auf die Gebäudewand des „Gemeinsamen Terrorabwehrzentrums“ zu projizieren. Begründet wurde dies damit, dass im besagten Gebäude zu dieser Zeit gearbeitet wurde; an einem Sonntagabend! In einigen Büros brannte zwar Licht, doch waren diese nicht besetzt.

Doch die Veranstalter_innen und Teilnehmer_innen der Demonstration ließen sich nicht provozieren und trugen ihre Anliegen laut und deutlich vor.

In diesem Sinne wurde der vom NSU Ermordeten gedacht, Rassismus angeprangert und auf die Mitschuld des Staates an den rassistischen Morden hingewiesen.

c/o Allmende-Haus alternativer Migrationspolitik und Kultur
Kottbusser Damm 25-26, 10967 Berlin,
bundgrass@yahoo.de
http://buendnisgegenrassismus.org

 


VON: BÜNDNIS GEGEN RASSISMUS






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