Politisches Engagement und weißes kolonial-rassistisches Denken.

25.09.13
AntifaschismusAntifaschismus, Niedersachsen, News 

 

von Arbeitskreis Politisches Forum

Veranstaltung zu Politischem Engagement und Rassismus am 5./6. 10 in Hannover

Politisches Engagement und weißes kolonial-rassistisches Denken. Innere Kolonisierung und Aufklärung

Seminar mit Aretha Schwarzbach-Apithy (Erziehungswissenschaftlerin und Kolonial-Rassismusforscherin)

Sa. 5.10. von 11.00 – 19.00 Uhr
So. 6.10.
von 11.00 – 16.00 Uhr
Universität Hannover - Schneiderberg 50

Raum: V 108

In diesem Seminar wollen wir die Reproduktion von Rassismus, Weißsein und entsprechenden Ausgrenzungsstrukturen in politischen Strukturen hinterfragen. Wie definieren wir uns und wieso? Wo sehen wir weiße / rassistische Ausgrenzungsstrukturen? Wo sind unsere blinden Flecken? Welche Auswirkungen haben Rassismus /Weißsein als auch deren kritische Analyse auf die eigene politische Arbeit und auf unser Selbstverständnis?

Wir wollen Begrifflichkeiten wie "Rassismus", "Antirassismus", "links", "emanzipatorisch", "fortschrittlich" etc. analysieren und ihre Verankerung in der bürgerlichen Gesellschaft und im weißen europäischem Denken insgesamt ergründen. Eine Frage u.a. wird sein, was das Zeitalter der Aufklärung mit der Entstehung des Rassismus zu tun hat.

Unsere Zielgruppe sind politisch engagierte Menschen, die Interesse haben, sich mit ihren eigenen Anteilen von Rassismus und Weißsein kritisch zu beschäftigen.

Aretha S. Schwarzbach-Apithy ist MA Erziehungswissenschaftlerin und Kolonial-Rassismusforscherin. Sie hält bundesweit Vorträge an Universitäten und für alternative Bildungsvereine und schreibt derzeit an zwei Artikeln für den Sammelband „Ge(g)erbtes Wissen - Kolonialismus, Rassismus und Weißsein im Wissensarchiv 'deutsche Sprache'" (Hrsg. von Susan Arndt). Die Artikel behandeln die MAAFA (so genannter Sklavenhandel) und ihr Vortragsthema der AufklärungsPädagogik. Außerdem bereitet sie ihre Promotion zu „Legitimierung von Herrschaftsstrukturen durch Erziehung" vor.

(Anmeldung bis zum 29.9. unter: kontakt@rls-nds.de)

Diese Veranstaltung findet statt im Rahmen von

Rassismus im Blick

Eine Veranstaltungsreihe zu Rassismus, Weißsein und (Post)kolonialen Kontinuitäten

Organisation: Arbeitskreis Politisches Forum c/o lifeKritik e.V., in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V., der Stiftung Leben und Umwelt, dem Kulturzentrum FAUST e.V., dem AStA Uni Hannover und dem AStA Uni Hildesheim

 

Die weiteren Veranstaltungen sind:

Mi. 13.11. Styling the Revolution. Mode, Geschlecht und Schwarzsein in den USA, 1943-1975

19.00 Uhr - Universität Hildesheim Hauptcampus / Raum I 010

Philipp Dorestal - Vortrag & Diskussion -

Wie wird Style als Mittel der politischen Intervention eingesetzt? Die US-amerikanische Bürgerrechtsbewegung und afroamerikanische Organisationen wie die Black Panther Party oder die Nation of Islam – aber auch das Blaxploitation-Filmgenre – bedienten sich eines spezifischen Stylings, um darüber politische Identitäten wie Gender, Race und Sexualität zu inszenieren.

Mi. 20.11. Der rassistische Blick der Bevölkerungspolitik

19.00 Uhr – Haus der Jugend Hannover / Raum 101

Susanne Schulz - Vortrag & Diskussion -

Seit über zehn Jahren können wir in Deutschland ein Revival explizit bevölkerungspolitischer Strategien in Familien- und MIgrationspolitik beobachten. Seit einigen Jahren sind sie eingebettet in eine "Demografiestrategie" der Bundesregierung. Eines der zentralen Ziele ist eine Steigerung der Geburtenrate, allerdings nur bei bestimmten Bevölkerungsgruppen. Im Kontrast steht dies zu internationalen Programmen, die weiterhin globale Krisenphänomene wie Klimawandel, Migration oder Armut mit zu hohen Bevölkerungszahlen in Verbindung bringen - und darauf ausgerichtet sind, Frauen in Ländern des Globalen Südens vom Gebären abzuhalten. Welche Bedeutung haben rasssistische Denkmuster für diese Programme?

Fr. 29.11. Weiße Wohltätigkeit – Rassismus in der Werbung von Hilfsorganisationen

19.00 Uhr – Kulturzentrum Faust / Café Siesta

- Film & Podiumsdiskussion -

Im Anschluss an den Film ‘White Charity’ von Carolin Philipp und Timo Kiesel, werden im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung unter dem Titel ‘Solidarität und Menschenrechte statt Almosen’ Vertreter_innen aus dem Bereich von Flüchtlingsorganisationen und Fairhandel über Kritik an und Alternativen zur weißen Wohltätigkeit diskutieren.

Weiterführende Informationen findet Ihr unter: 
www.3tes-jahrtausend.org/rassismus


VON: ARBEITSKREIS POLITISCHES FORUM






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