Kapitalfaschismus im Konsumparadies – Was wäre wenn?

15.02.18
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Von Reinhold Schramm

»ARD-Film über Flucht und Neonazis. Du bist der Flüchtling! Nazis übernehmen Europa, Tausende Menschen fliehen nach Afrika: Der ARD-Film „Aufbruch ins Ungewisse“ ist ein didaktischer Perspektivwechsel. Was, wenn Europäer in Afrika Schutz suchten? «

Vgl. Tageszeitung, taz.de *

Kommentar

Was wäre wenn?

  • Vor und nach 1933 bis 1945, hatte es keinen nennenswerten antifaschistischen Widerstand in Deutschland gegeben.
  • Nach den Olympischen Spielen 1936 stand auch die deutsche Arbeiterklasse in ihrer Mehrheit an der Seite der NS-Kapitalfaschisten.
  • Die Produktivität der Rüstungsindustrien erreichte im Frühjahr 1944, also mehr als ein Jahr nach Stalingrad, ihre höchste Produktivität. Als die benötigten Rohstofflieferungen in Folge der Kriegsentwicklung zur Neige gingen, erst danach brach auch die Produktion von Rüstungsgütern zunehmend zusammen.
  • Die Befreiung von IG-Farben/Siemens/Krupp/Deutsche Bank und NSDAP-Kapitalfaschismus kam von den alliierten Mächten, und nicht von der deutsch-österreichischen Volksgemeinschaft. Auch nicht von der deutschen Arbeiterklasse.
  • In der Spitze erreichte die NSDAP rund 7,3 Millionen Parteimitglieder. Davon rund 30 Prozent die zur sozioökonomischen Arbeiterklasse gehörten. Damit hatte die NSDAP, mit 2,2 Millionen Parteikameraden aus der AK, mehr Mitglieder aus der deutschen Arbeiterklasse in ihren Reihen als vor 1933 die SPD und KPD zusammen.
  • Die SPD-Führung verweigerte einen antifaschistischen und militärischen Kampf gegen die NSDAP-Kapitalfaschisten. Die rechtssozialdemokratische Führung wirkte auch in diesem Sinne auf die Gewerkschaften ein.
  • Die einzige Partei die zusammen mit anderen linken und bürgerlich-humanistischen Organisationen, Kleingruppen und Einzelpersonen, einen antifaschistischen Widerstand leistete, das war die Kommunistische Partei Deutschlands.
  • In Folge ihres antifaschistischen Widerstandes, vor 1945, wurde die KPD 1956 von den Bonner “Demokraten“ und der Nachfolgejustiz verboten.
  • Abschließend besorgten die Bonner Nachfolge-“Demokraten“, um die Reste des Antikapitalismus in Westdeutschland zu beseitigen, unter Federführung von Willy Brandt 1972 den sog. “Radikalenerlass“, gegen Postboden und Putzfrauen im Staatsdienst.
  • Analoges wurde über die BStU und “Gauck-Kommission“, nach 1990, fortgesetzt. Heute gibt es nur noch wenige parlamentarische Antifaschisten.

 

Der Schoß bleibt fruchtbar noch. Bei einer erneuten Machtübernahme der parteipolitisch und gesellschaftspolitisch organisierten Kapitalfaschisten der deutschen Finanz- und Monopolbourgeoisie würde sich erneut eine Mehrheit der Bevölkerung und Sozialpartner [Volksgemeinschaft] der Bourgeoisie beugen!

Ohne antikapitalistische Aufklärung gibt es keinen wirksamen Antifaschismus. Wer über Faschismus spricht, der muss auch über den Kapitalismus, die gesellschaftspolitische Wurzel und Quelle des Nationalismus, Antisemitismus und Rassismus, und Kapitalismus-Imperialismus, sprechen.

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Was wäre wenn, – auch in Folge der kommenden französischen AKW-Katastrophe –, rund 20 Millionen Menschen aus Europa auf der Flucht wären?

Ein User-Kommentar von “Misanthrop“, zu: “Du bist der Flüchtling!“

»Aber so abwegig ist ein solches Szenario wirklich nicht. Man denke nur mal, wenn eines der Kernkraftwerke an unserer Westgrenze den Geist aufgibt, obwohl die natürlich alle nach feinstem japanischen Qualitätsstandard gebaut sind?

Dann könnte es schon sein, dass mal 15-20 Mio Deutsche Asyl suchen werden. Zwar haben wir Deutsche uns 'mustergültig' gegenüber aus anderen Gründen Geflüchteten verhalten, aber man weiß nicht, ob das die für uns nötigen Asylgeber alle so sehen werden.«  –  Vgl.*

 

* Vgl. Tageszeitung, taz.de am 14.02.2018: »Du bist der Flüchtling! Nazis übernehmen Europa, Tausende Menschen fliehen nach Afrika.« Von Jens Müller.  »„Im Zuge der Säuberungen für ein faires und gerechtes Deutschland wurden die letzten Redakteure der volksfeindlichen Zeitung Süddeutsche Post festgenommen, die sich in den Kellerräumen des Verlagsgebäudes versteckt gehalten hatten. – Stockholm. Als letztes Land der ehemaligen EU schließt ab morgen auch Schweden seine Grenzen.“«

www.taz.de/!5481486/#bb_message_3591551

 

15.02.2018, Reinhold Schramm







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