Ehemalige KZ-Häftlinge Jimmy James und Jiri Franek gestorben

04.02.08
AntifaschismusAntifaschismus, News 

 

Oranienburg (sk) - Lager-Ausbrecherkönig und KZ-Häftling „Jimmy" James, der unter anderem einen Ausbruchsversuch aus dem KZ Sachsenhausen bei Berlin unternommen hatte, ist tot. Der ehemalige Pilot der Royal Air Force, der 1940 über den Niederlanden abgeschossen worden war, sei im Januar im Alter von 92 Jahren gestorben, teilte die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten in Oranienburg mit.

Der frühere Royal Air Force-Pilot Bertram Arthur "Jimmy" James, (17 April 1915 – 18 Januar 2008) war zunächst in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten und an insgesamt 13 verschiedenen Lagerausbrüchen beteiligt, darunter dem, der als "The Great Escape" (dt. Titel „Gesprengte Ketten") mit Steve McQueen verfilmt wurde.

Nach dem grössten Massenausbruch aus einem deutschen Kriegsgefangenenlager war Squadron Leader "Jimmy" James 1944 wieder festgenommen und in das als ausbruchsicher geltende KZ Sachsenhausen gebracht worden. Auch dort gelang ihm vorübergehend die Flucht durch einen selbst gegrabenen Tunnel.Nach nur wenigen Tagen wurden die Flüchtigen jedoch wieder gefasst.

Sein Biograf, der Militärhistoriker Howard Tuck schrieb über ihn: "Die Leute beschrieben ihn oft als den grossartigsten lebenden Engländer und ich denke, sie hatten Recht". Wie die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten in Oranienburg weiter mitteilte, starb Ende vergangenen Jahres auch der KZ-Überlebende Jiri Franek. „Jimmy" James, wie auch Jiri Franek haben vielen Menschen über ihre Erfahrungen im KZ Sachsenhausen berichtet, teilte die Gedenkstättenstiftung mit.







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