Birlikte 2016 – AfD-Auftritt fand nicht statt


Bildmontage: HF

07.06.16
AntifaschismusAntifaschismus, NRW, Köln, TopNews 

 

Von Köln gegen Rechts

Das Schauspielhaus Köln, einer der wesentlichen Akteure von Birlikte, hatte zusammen mit WDR 5, unterstützt von der AG Arsch Huh und der IG Keupstraße  Konrad Adam, Gründungsmitglied der AfD  zu einer Diskussionsveranstaltung  ins Depot 1 in Mülheim eingeladen. 

Bereits im Vorfeld gab es darüber Streit, weil viele andere Akteure von Birlikte es falsch fanden einem ausgewiesenen Rassisten auf einem antirassistischen Fest  eine Bühne zu verschaffen.

Gegen seine Beteiligung sprachen sich die Initiative  „Keupstraße ist überall“, der Integrationsrat der Stadt Köln, das Antidiskriminierungsbüro, die „Kölner 11“ (Vorstand der  Kölner Bürgerhäuser), die Kölner Grünen, die Initiative „Kein Mensch ist Illegal“, „Köln stellt sich Quer“ und alle Kölner Antifa-Gruppen aus, allesamt Akteure bei den bisherigen Birlikte- Festen.

Sie waren  schlicht  nicht gefragt worden. Eine Reihe von Künstler*innen aus der Musikszene sagten wegen der  Beteiligung der AfD an Birlikte ihre zugesagten Auftritte ab. Alle diese Gruppen und andere  baten Schauspielhaus  und  WDR im Vorfeld, die AfD wieder auszuladen.

Es gab keine Resonanz.

Auch die klare Haltung der Oberbürgermeisterin Frau Reker half nicht. In der Veranstaltung mit dem Titel „Wem gehört die Stadt?“ im Depot 1 sagte sie, dass sie nach ihrer Veranstaltung den  Saal sofort verlassen würde, weil sie als Opfer eines rassistisch motivierten Attentats einen Aufenthalt gemeinsam mit so einem Menschen nicht aushalten würde. An die Veranstalter gerichtet fuhr sie fort, dass ihrer Meinung nach die Veranstaltung mit dem AfD-Vertreter  nicht stattfinden dürfte, wenn sich nur ein Mensch im Saal durch seine Beteiligung beleidigt fühlte.       

Nun es waren viele, die sich beleidigt fühlten.

Wir wollten eine Diskussionsveranstaltung erreichen  - wie auch schon im Vorfeld angeboten - zwischen Schauspielhaus, WDR, AG Arsch Huh, „IG Keupstraße“, Initiative „Keupstraße ist überall“, dem Antifa-Spektrum und allen andern Unterstützer*innen von  Birlikte,  über Strategie und Taktik im Umgang mit der AfD, gemeinsam mit der eingeladenen Professorin für Integrationsforschung Naika Foroutan,  allerdings ohne Beteiligung der AfD. 

Leider haben die Veranstalter darauf so reagiert, dass sie die Opfer des Nagelbombenanschlags, die um 16 Uhr ins Depot 1 zur Veranstaltung wollten,  durch Security versuchten zu blockieren. Das  gelang nicht. Die Bühne wurde von uns besetzt und  Herr Adam von der AfD konnte nicht auftreten.

Es gab dann noch einige kontroverse Redebeiträge. Danach wurde die Veranstaltung beendet, weil WDR und Schauspielhaus sich der Diskussion nicht stellen wollten. 

Entgegen von Pressemeldungen, konnte Frau Meral Sahin, Vorsitzende der IG Keupstraße ohne jegliche Behinderung reden, obwohl wir nicht ihrer Meinung in dem Konflikt waren. 

Wir werden die Diskussion mit Schauspielhaus, AG Arsch Huh und IG Keupstrasse  trotz alledem weiter suchen, um die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit gegen Rechts  in Köln fortzusetzen.

 

Köln gegen Rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis







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