Haltung und Widerstand. Eine epische Schlacht um Werte und Weltbilder

19.11.18
AntifaschismusAntifaschismus, NRW, OWL, News 

 

Von Initiative 9. November Bünde

Vortrag und Diskussion mit Jutta Ditfurth

Donnerstag, 22. November 2018, 19 Uhr,
Dolbi, Bahnhofstraße 83, Bünde

»Sie haben sich immer wieder gefragt, wie es zum Faschismus kommen konnte – da schlittert man doch nicht einfach hinein? Sie haben Recht! Sehen Sie sich um. Die Enthemmung dieser Gesellschaft ist so sichtbar wie gefährlich weit fortgeschritten. Die Bastionen der bürgerlichen Demokratie zeigen Risse.«

Mit kühlem Blick benennt und analysiert die Autorin, welche Kräfte hier am Werk sind und warum sich diese Entwicklung beschleunigen wird. Jutta Ditfurth fragt: Wer löste die Lawine aus? Wer und was begünstigt ihr Wachstum? Welche Freiheiten, welche Menschen fallen ihr zum Opfer? Und die Gegenwehr? Wem ist zu trauen, wenn der Rassismus bis weit in die bürgerliche Mitte verankert ist und wenn der Antisemitismus auch in Teilen der Linken Anhänger findet?

Geschichte wiederholt sich nicht. Aber menschenfeindliche Werte und inhumane Weltbilder kehren wieder, wenn wir ihre verheerenden Konsequenzen vergessen, und sie bergen neue Formen autoritärer, faschistischer Gesellschaften in sich. »Wir müssen sie sehen wollen, um sie zu bekämpfen«, sagt die Autorin, »denn Völkische und Nazis werden tun, was sie sagen«.

 

Auf Einladung der Initiative 9. November Bünde gibt Jutta Ditfurth eine Vorschau auf ihr im kommenden Jahr erscheinendes Buch "Haltung und Widerstand. Eine epische Schlacht um Werte und Weltbilder".

 

Jutta Ditfurth studierte Soziologie, Politik, Wirtschaftsgeschichte, Kunstgeschichte und Philosophie in Heidelberg, Hamburg, Freiburg, Glasgow und Bielefeld. Sie forschte und lehrte als Soziologin an verschiedenen Hochschulen. Sie arbeitete in den USA und in Deutschland für Rundfunkanstalten und reiste als Auslandsreporterin u.a. für den stern, das Zeit Magazin, das Süddeutsche Magazin, die Weltwoche und andere Medien u.a. in die Sowjetunion, die USA, nach China, Algerien und Kuba.
Seit 1970 ist Jutta Ditfurth in der außerparlamentarischen Linken aktiv, darunter gegen den Vietnam-Krieg, in undogmatischen linken Basisgruppen, der §-218-Bewegung und Frauenbewegung, seit 1975 in der Anti-AKW-Bewegung, ab 1976 für einige Jahre im Sozialistischen Büro (SB) und ab 1981 in der Bewegung gegen die Startbahn West.
1978 gründete sie mit anderen die Grüne Liste Hessen (GLH), 1979 co-organisierte sie die antifaschistische Demonstration und das Festival »Rock gegen Rechts«, als 30.000 bis 40.000 Antifaschist*innen die Nazis aus Frankfurt/Main verjagten. 1979 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern von Die Grünen Hessen und im Januar 1980 gründete sie die Bundespartei Die Grünen mit. 1991 trat sie wegen der Rechtsentwicklung der Grünen aus der Partei aus und beteiligte sich an der Aufklärung und Aktionen gegen die rassistischen Pogrome in Rostock-Lichtenhagen, Solingen und anderswo.
Von 1989 bis 1995 war sie Mitglied im Bundesvorstand der Deutschen Journalistenunion (dju)/IG Medien, sie waren deren Bundesvorsitzende sowie Mitglied im Hauptvorstand der IG Medien. Sie ist seit 1978 Gewerkschaftsmitglied .
1991 wurde sie Mitgründerin der Ökologischen Linken, der sie bis heute angehört. 2001 war sie Mitgründerin der Wähler*innengemeinschaft von ÖkoLinX-Antirassistische Liste.


Die Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Erinnern heißt Partei ergreifen" ist wie immer kostenlos.

 

-- Initiative 9. November Bünde







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