DIE LINKE Gladbeck erneut Zielscheibe der Nazis

01.08.09
AntifaschismusAntifaschismus, NRW, TopNews 

 

Wahlplakate gestohlen und zerfetzt.Nazi-Aufkleber auf Plakatrest. LINKE setzt Belohnung von 200 € aus.

"Schon wieder alles vergebens", die Spitzenkandidatin der LINKEN, Martina Pestke, ist fassungslos, "da habe ich zusammen mit anderen meine Freizeit geopfert um Wahlplakate in Handarbeit anzufertigen und aufzuhängen und dann wird alles mutwillig kaputt gemacht." Die Plakate der LINKEN in Gladbeck-Ost und Rentfort wurden erneut gestohlen, teilweise sogar blindwütig zerstört. Martina Pestke: "Man sieht den zerfetzten Plakaten den Hass förmlich an, der in den Tätern steckt. Nichts ist mehr übrig geblieben von unserer Arbeit."

Ratsmitglied Franz Kruse sieht darin ein typisches Verhalten von Menschen, die sich im Zuge der neoliberalen Ungerechtigkeiten als Looser fühlen müssen. "Das entwürdigt und macht aggressiv", meint er. "An sich könnte ich diese Menschen verstehen, unverständlich ist mir aber warum sich ihr Hass gerade gegen diejenigen richtet, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ihre Situation zu verbessern."

Der Rest eines zerstörten Plakates wurde mit einem Naziaufkleber zusätzlich verunziert. Die Aggressivität der Neonazi-Szene ist bekannt. Dumpfe Wut aus brauner Brut bricht sich anscheinend auch in Gladbeck mit Gewalt ihre Bahn. DIE LINKE hat Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Bürgermeisterkandidat Ralf Michalowsky hat eine Belohnung von 200 € für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Täter führen: "Wenn wir die erwischen, gibt es kein Pardon. Ich bin hellauf empört und wünsche mir, dass die Täter eine gerechte Strafe erhalten, die sie so schnell nicht vergessen."

Doch DIE LINKE lässt sich nicht entmutigen, sie wird weiter machen. Sie wird neue Plakate anfertigen und wird sie erneut aufhängen. Wir können es nicht von heute auf morgen ändern, dass sich Leute in ihrer erbärmlichen Lebenssituation nur durch blinde Zerstörungswut Luft machen können. Aber auf lange Sicht haben wir die Hoffnung, das zu ändern.







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