EINE BILANZ UND AUSBLICK

04.06.14
AntifaschismusAntifaschismus, Köln, NRW, News 

 

von KAMPAGNE „KEIN VEEDEL FÜR RASSISMUS“

Pro Köln hat im Gegensatz zu Pro NRW Schiffbruch erlitten. Zum guten Teil haben sie selbst dazu beigetragen, ebenso die Kölner Justiz und die Neven DuMont Berichterstattung über den Prozess.

Auch unsere Kampagne hat vermutlich einiges dazu beigetragen.

Positiverweise wurde nahezu der gesamte Strassenwahlkampf von PK verhindert, durch Proteste begleitet oder von PK abgesagt.

Bemerkenswerterweise wurde sogar ein von der Kampagne nicht festgestellter Spontanauftritt von Uckermann nach seiner Entlassung aus dem Gefaengnis in Bilderstöckchen spontan von Passanten blockiert, Uckermann konnte erst unter Polizeischutz abziehen.

Fast immer genügte ein kleiner Kern von Aktiven mit braunen Säcken, Lärminstrumenten und Transparent und nach kurzer Zeit sammelten sich Anwohner oder Passanten um PK ihre Wut hören und sehen zu lassen.

Im ersten Kreis von Stadtteilen um die Innenstadt (Südstadt, Ehrenfeld, Nippes und teilweise Kalk), traf PK auf zahlenmässig starken organisierten Widerstand, fast alle Aktivitäten von PK fanden daher dort nicht statt. In den weiter ausserhalb liegenden Viertel war es oft eine eingeflogene Gruppe von ausserhalb, die den Anfang machte.

Dabei war die Idee, ein Büro einzurichten, um u.a. Anwohner, Gruppen und Aktivisten aus den Stadtvierteln unmittelbar anzusprechen, goldrichtig, hätte aber systematischer und stärker sein können.

Die Parteien einzubinden, um über PK Staende informiert zu werden, blieb marginal.

Im Gegensatz zu unorganisierten nichtursprungsdeutschen Passanten, beteiligte sich die organiserte migrantische Linke kaum, ebenso war die Beteiligung der klassischen Antifa-Szene an der Organisierung und Teilnahme an den Gegenaktionen eher gering, soweit sie nicht direkt vor der eigenen Haustür stattfanden.

Prima geklappt hat es, PK hart entgegenzuarbeiten, es aber im Gegensatz zu ihren früheren Auftritten zu vermeiden, dass sie durch unsere Mobilisierung in aller Munde waren.

Grossartig geklappt hat die Arbeit in und mit den Riehlern. Nachdem PK gehindert worden war, an der Bürgerversammlung wegen des Flüchtlingshauses teilzunehmen, gründete sich ein runder Tisch aus Nachbarn,Kirchen, und anderen Aktiven, die einerseits Sorge trugen ein „Wir und die“ gegenüber den Flüchtlingen zu verhindern und sich schliesslich in grosser Zahl an der praktischen Verhinderung der ProNRW Abschlusskundgebung beteiligten und entschlossen zum Erfolg beitrugen.

Sehr eindrucksvoll waren die öffentlichen Abhängungen der PK Plakate. Es wurden ebenfalls fleissig PK Plakate sehr kreativ verändert, übermalt und entfernt. In der Innenstadt, dem ersten Stadtteilring und auch einigen Aussenstadtteilen blieben, trotz der wahnsinnigen Plakatiererei von PK, wenig davon sichtbar. In Nippes war der Pilotversuch erfolgreich, vier zentrale Kreuzungen so mit „geliehenen“ Linken-Plakaten zuzuhängen, dass PK dort keinen Platz mehr hatte.

Entgegen den Erwartungen gab PK wenig Stimmen an die AFD ab. Mehr als 8000 PK Waehlerinnen gingen nicht zur Wahl. Dieses rechtsextreme Potential ist weiterhin vorhanden , aber für PK nicht mehr zu mobilisieren gewesen.

Ausblick:

In Köln bleibt zu beobachten, ob PK es schafft, Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen, evtl durch Unterstützung aus den Kommunen, in denen sie zugelegt haben. Frage ist weiterhin, ob sie dann die Einrichtung der Flüchtlingsheime, bzw die Moschee weiter für sich zu funktionalisieren versuchen.

Sicherlich nötig ist es, die „Kümmerfunktion“, die PK einzunehmen versuchte, indem sie bei potentiellen gesellschaftlichen (oft rassistischen) Konflikten zur Stelle war, nicht weiter „rechten“ zu überlassen, sondern wo auch immer selbst dazusein. Das könnte auch für die unsäglichen "Montagsdemos" gelten.

Frage ist, ob wir von Köln aus helfen können, in den Orten, wo PK zugelegt hat oder stärker geblieben sind, sie zurückzudrängen. Wichtig ist sicherlich, das Augenmerk auf Leverkusen zu haben. Dort hat PK dazugewonnen (0,4% jetzt 4,4%). Und wird wohl im Rat nicht wie in Köln komplett isoliert.

Die Kampagne könnte auch den Vorschlag der Linken aufgreifen, zu versuchen, alle Wohnungsgesellschaften und andere Initiativen zu bewegen, Wohnungen füer Fluechtlinge bereitzustellen um deren Kasernierung in Heimen zu vermeiden.

Das Label „Kein Veedel für Rassismus“ ist für viele mittlerweile bekannt und beliebt und sollte weiter genutzt werden. Gut waere es dafuer, das Büro aufrechtzuhalten und als Multiplikator zu staerken.


VON: KAMPAGNE „KEIN VEEDEL FÜR RASSISMUS“






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