Jusos Saar demonstrierten gegen die AfD

05.11.15
AntifaschismusAntifaschismus, Saarland, News 

 

Von Jusos Saar

Die Partei „ Alternative für Deutschland“ wollte am 4. November im Rahmen ihrer sog. „Herbstoffensive“ vor dem Landtag des Saarlandes gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung demonstrieren. Die Jusos initiierten eine Gegenkundgebung, welche in enger Zusammenarbeit mit dem Bündnis „Bunt statt Braun“ durchgeführt wurde. Da die Bannmeile durch den Landtag nicht aufgehoben wurde, musste die Route des Bündnis „Bunt statt Braun“ abgekürzt werden und konnte nicht am Versammlungsort der AfD vorbeiführen. „Die AfD hat ihren Ton verschärft. Sie tritt mit rechtspopulistischen Thesen und einer aggressiven, rassistischen Sprache auf. Die AfD will keine Probleme lösen. Die AfD ist das Problem. Darum dürfen ihre Thesen nicht unwidersprochen bleiben,“ stellt Philipp Weis Vorsitzender der Jusos Saar fest. Deshalb versammelten sich gestern (4. November) um 18 Uhr über 2000 Menschen am Schlossplatz, am Startpunkt der Demo des Bündnisses „Bunt statt Braun“, um Flagge gegen rechtspopulistische Stimmungsmache zu zeigen. „Die Saarbrücker haben wieder einmal gezeigt, dass es ihnen nicht egal ist, wenn rechte Kräfte versuchen in ihrer Stadt Fremdenfeindlichkeit zu verbreiten. Während die AfD nur mit 70 Teilnehmern präsent sein konnte, war der Gegenprotest um das 30-fache größer. Für uns ist das ein gutes Zeichen,“ so Philipp Weis. Auch konnten die Jusos Saar feststellen, dass an der Kundgebung der AfD nicht nur ‚besorgte Bürger‘ teilnahmen, sondern auch regional bekannte Nazis zugegen waren. Diese waren offenbar nicht nur stille Beobachter der Kundgebung oder wurden aufgefordert, die Kundgebung zu verlassen. Sie waren scheinbar erwünschte Kundgebungsteilnehmer seitens der Organisatoren. Damit ist für die Jusos Saar einmal mehr bewiesen, welchen Wählerkreis die AfD ansprechen möchte. Alle rechten Kräfte sind ihr offenbar willkommen, egal ob sie sich noch dem Grundgesetz und seinen Grundsätzen verpflichtet fühlen oder nicht. „Die AfD hat damit wieder einmal gezeigt, wessen Geistes Kind sie ist. Wer mit Neonazis demonstriert, der stellt sich selbst in die rechte Ecke,“ so Philipp Weis abschließend.







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