Unternehmen "Barbarossa"


Bildmontage: HF

20.06.16
AntifaschismusAntifaschismus, Internationales, Debatte 

 

Von Karl Wild

Der Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion und der Kriegsverlauf 1941-45

I. Am Vorabend der Götterdämmerung (Teil 1)

Prolog

Hitlers Kriegsabsicht zur Revanche des verlorenen 1. Weltkrieges stand früh in Grundzügen fest ("Mein Kampf", 1923) und bereits 1933 kurz nach der Machtergreifung stimmte er seine Kriegspläne mit der Führung der durch den Versaliller Vertrag gefesselten Reichswehr ("100.000 Mann-Heer") ab. Im Sommer 1940 war die durch die Geheimprotokolle im Anhang des Molotow-Ribbentrop-Freundschaftsvertrages vom Ende August zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion getroffene Aufteilung und Neuordnung Mittel- und Südosteuropas vollzogen und auch der Grenzverlauf zwischen der UdSSR und Finnland im Gefolge des Winterkrieges 1939/40 in Karelien hatte sich durch Gebietsabtretung Finnlands verändert (siehe die entsprechenden Stichworte bei www.wikipedia.org). Auf Kosten der Anrainerstaaten hatten sich die Westgrenzen der SU bis hin zum Bug und zur Donau verschoben.

Hitlers Feldzüge gegen Polen, binnen drei Wochen wurde die auf einen deutschen Angriff vorbereitete zahlenmäßig starke, aber technisch hoffnungslos unterlegene polnische Armee zerschlagen; im Norden Dänemark kampflos besetzt, Norwegen in einer großen See-Luftoperation trotz britisch-französischer Gegenoperationen siegreich und mythenbildend (Narvik) erobert; im Westen Holland, Belgien, Luxemburg und Frankreich trotz britischem Expeditionskorps und personell-technischer Überlegenheit binnen sechs Wochen dank dem Zusammenspiel von Panzer- und taktischen neuartigen Luftkampfverbänden bei sehr geringen eigenen Verlusten überrollt, Revanche für "Schande von Versailles" und 300.000 Briten in den Kanal bei Zurücklassung gesamten Materials geworfen; im Südosten Europas Jugoslawien fast kampflos zerschlagen und Griechenland bei Vertreibung des britischen Korps nach Ägypten relativ verlustreich (Kreta großer Fallschirmjägereinsatz), aber sehr schnell trotz britischer Seeherrschaft) einverleibt und selbst in Nordafrika (Afrikakorps von Rommel) siegreich auf dem Vormarsch schienen durch den Frieden im Osten abgesichert. Der "Blitzkrieg" war geboren.

Aus den Todfeinden "Kommunismus" und "Faschismus" waren Partnern (auf Zeit) geworden. (1)

Deutsche Kriegsplanung gegen die Sowjetunion

Unmittelbar nach Beendigung des Westfeldzuges beauftragte Hitler am 31. Juli 1940 die militärische Führung mit der Planung der zukünftigen strategischen Aufgaben und erließ am 18 Dezember 1940 als Oberster Befehlshaber der Wehrmacht auf Basis der Studien die Weisung Nr. 21 zum Angriff auf die Sowjetunion bis Beginn des Sommers 1941. Endziel sei das asiatische Russland hinter die Linie Astrachan-Archangelsk dauerhaft zurück zu drängen und den Kern europäisches Russland zu unterjochen. Die Wehrmachtführung wollte den Kriegszugzug bis zum Wintereinbruch beenden. 50 bis 60 Besatzungsdivisionen sollten im Land verbleiben und mit winterfesten Ausrüstung ausgestattet werden.

(Fortsetzung folgt!)

(1) siehe diverse Artikel zur Geschichte der Systemauseinandersetzung in Europa von 1919-91. auf projekt3kw.wordpress.com)







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