Neuerscheinung: 100 Jahre Röchling - Ausbeutung Raub, Kriegsverbrechen

03.02.17
AntifaschismusAntifaschismus, Kultur, Saarland, TopNews 

 

Von Bernd Rausch

„100 Jahre Röchling - Ausbeutung Raub, Kriegsverbrechen“, 102 Seiten Taschenbuchformat (A5) – 9,90 Euro, Autor Bernd Rausch mit einem Vorwort von Josef Reindl.

Das Buch kann bis zum 10.2.2017 zum Preis von 7,90 Euro oder drei Bücher für 20 Euro bei mir erworben werden. Danach kostet es 9,90 Euro im Handel. (Größere Kontingente nach Absprache.

Bestellung an: rausch.b@web.de - Betrag bitte überweisen an: Bernd Rausch, IBAN:DE23 5905 0101 0290 6008 40, BIC: SAKSDE55XXX, Sparkasse Saarbrücken – Ich Sende Dir/Ihnen die Bücher nach Eingang der Zahlung umgehend zu. Die Preise gelten für Lieferadressen in Deutschland 

Im Buchhandel ist das Bauch ab Februar 2017 erhältlich: Bernd Rausch Eigenverlag
ISBN 978-3-00-053761-5

Aus dem Vorwort zum Buch 
Von Josef Reindl (Sozialwissenschaftler)

.. Ganz anders verhält es sich mit Hermann Röchling, dem legendären Stahlmagnaten des Saarlandes. Er, der den Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion befeuerte, die Waffen dazu lieferte, im eigenen Unternehmen die russischen Zwangsarbeiter malträtierte und bei Zuwiderhandlungen im werkseigenen KZ umbringen ließ, ist Ehrenbürger und Namensgeber eines Stadtteils und eines Fußballvereins. Hermann Röchling war ein glühender Gefolgsmann von Adolf Hitler, er gehörte zum inneren Kreis der faschistischen Machtelite, er nutzte die Kriegswirtschaft für den Raub fremden Eigentums, für die persönliche Bereicherung, für das Ausleben seines Herrenmenschentums – und dennoch fällt den Menschen hierzulande zu ihm vor allem ein, dass er ein begnadeter Ingenieur und ein Wohltäter der Arbeiter war. 

Es kann nicht am fehlenden Wissen über seine Untaten liegen. Seine Verbrechen sind juristisch beglaubigt, er ist als Kriegsverbrecher verurteilt worden, seine brutalen Herrschaftsmethoden sind zur Genüge dokumentiert. Aber diejenigen, die den Faschismus im Röchling-Imperium beschrieben haben - wie Hans Horch, Erich Später, Dieter Gräbner und Hubert Kestenich -, sind ‚Rufer in der Wüste‘ geblieben. ... 

Die Causa Röchling, deren Spuren Bernd Rausch in seiner gedrängten Abhandlung folgt, ist aber noch aus einem anderen Grund von besonderer Bedeutung. Sie wirft erneut die Frage nach dem Zusammenhang von Kapitalismus und Faschismus auf ...

Es ist das Verdienst von Bernd Rausch, Röchling nicht als einen durch die Nazis enthemmten und sich radikalisierenden Kapitalisten zu zeichnen, sondern die Kontinuität im Denken und Handeln der Röchlings in den Blick zu nehmen. Sie waren schon die, die sie wurden. Und sie sind sie geblieben, wie die Weigerung zeigt, die eigene Familiengeschichte und insbesondere die braune Vergangenheit kritisch aufarbeiten zu lassen. Dem Buch von Bernd Rausch ist eine große Verbreitung zu wünschen, gerade jetzt, wo am Horizont wieder ein neuer Faschismus aufscheint. Mein größter Wunsch ist, dass Bernd Rausch kein weiterer ‚Rufer in der Wüste‘ wird.

Weitere Infos: http://www.ausstellung-rausch.de/0/Roechling-Buch/Buch.htm







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