Zeitzeugin des „geschlossenen Arbeitseinsatzes“ Vera Friedländer verstorben.


Foto: Lothar Eberhardt

06.11.19
AntifaschismusAntifaschismus, Berlin, TopNews 

 

Von Lothar Eberhardt

Sie wird an ihrem Geburtsort Woltersdorf bei Berlin beigesetzt.

Vera Friedländer, Jahrgang 1928, ist geboren in Woltersdorf bei Berlin. Als Anfang März 1943 ihre Mutter im Rahmen der »Fabrikaktion« in der Großen Hamburger Straße in Berlin festgehalten wurde, harrte sie als 15-Jäh­rige mit ihrem Vater und anderen Partnern in sogenannten Misch­ehen viele Stunden vor der Gestapo-Sammelstelle aus. Als die Mutter aus dem Gebäude trat, gehörte sie zu den Regis­trierten, die für spätere Deportationen vorgesehen waren. Viele Angehörige ihrer Familie wurden deportiert und in Auschwitz, There­sien­stadt und anderen Orten ermordet.

Teile ihrer Familie war in den Zügen mit in die Schweiz …
(mögliche Quellen: https://www.phsg.ch/sites/default/files/cms/Dienstleistung/Fachstellen-und-Kompetenzzentren/Demokratiebildung%20und%20Menschenrechte/Abgeschlossene%20Projekte/Doku_Flu%CC%88chtligeimHadwig.pdf ..https://www.ehemalige-synagoge-rexingen.de/aktuelles/veranstaltungen/ausstellung-theresienstadt-verlaengerung)

das sie in einem ihrer Vorträge berichtete bei ihren biographischen Skizzen .

Nach dem Krieg studierte sie Germanistik, promovierte und habilitierte an der Berliner Humboldt-Universität. 1990 war sie Mitbegründerin des Jüdischen Kulturvereins in Berlin. 

Die Schriftstellerin Vera Friedländer war aktiv an dem Projekt Stolpersteine beteiligt.

Geschlossener Arbeitseinsatz bei Salamander

Sie musste als 16-Jährige im Reparaturbetrieb von Salamander in der Köpenicker Str. 6a-7 in Berlin-Kreuzberg Zwangsarbeit leisten. Vera musste nichtmarkierte Schuhe sortieren und fragte sich: Woher kommen diese Schuhe? Nach einer Zeit der Verdrängung hat sie die Erinnerungen wieder aufgerufen und konnte diese Frage und andere, die sich daraus ergaben, sich in ihren jahrelangen Recherchen die in vielen Vorträgen einbrachte und sich beantworten. Viele Jahre sammelte sie dokumentarisches Material, das sie in dem Buch „Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander“ präsentiert.

Vera Friedländer ist im 25. Oktober 2019/* 27.2.1928 verstorben und wird in ihrem Heimatort Woltersdorf am 13.11.19 beerdigt.

Wir von der Initiative/Verein Gedenkort Fontanepromende 15 e.V. verlieren eine der letzten Zeitzeugin.Tröstlich stimmt bis zuletzt das sei in ihrer Sache kompetent tiefgründig recherchiert Vorträge hielt.

Ein Vorstandsmitglied des Vereines Gedenkort Fontanepromenade 15.e.V. fasste es so zusammen:

Auf jeden Fall ist eine weitere wichtige Zeitzeugin gegangen, die fehlen wird und durch ihre Persönlichkeit und politische und publizistzische Arbeit dem faschistischen Unrechts-und Zwangsarbeitssystem ein Gesicht gegeben hat.

Bedauert hat Vera Freidländer das der „obdachlose Gedenkort“ nicht in den sicheren Hafen der Haushalts-Finanzierung durch das Land Berlin überführt werden konnte. Überfällig war es für sie längst und sie die verantwortlichen beteiligte Akteuer den Gedenkort für den „geschlossenen Arbeitseinsatz“ und jüdische Zwangsarbeit zu Tode ververhandelt haben.

 

Filme zu Ihrer Vortragsarbeit:

+++z.b. im Rahmen der Gedenkarbeit zu einem der ersten Gedenkorte für den geschlossenen Arbeitseinsatz ++++

.. http://www.wem-gehoert-kreuzberg.de/i... https://www.facebook.com/GedenkortFon... …. ohne Obdach. Trotzdem finden die langfristig geplanten Veranstaltungen und die inhaltliche Arbeit statt. Im benachbarten Curt Bejach-Gesundheitshaus (http://www.taz.de/!5138551/) in der Urbanstraße 24 in Berlin-Kreuzberg ist seit Mitte April das temporäre Domizil für die Veranstaltungsreihe „Zwangsarbeit von verfolgten Berliner Juden“. Die ersten Veranstaltung wie die mit der Zeitzeugin Frau Vera Friedländer, die über ihr Zwangsarbeit in der Schuhfabrik in bei Salamander in Berlin erzählte und die Recherchen zu ihrem Buch: „Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander“ (https://www.eulenspiegel.com/verlage/...) vorstellte. Veranstaltungen gehen noch weiter am 16. + 23 Mai u.a. siehe das gesamte Programm hier: https://drive.google.com/file/d/14QP5...

 

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Hier Vera Friedländer live 26.4.2018

https://www.youtube.com/watch?v=reefb2VkK-k

 

Weiterer Teil 2 Vera Friedländer 26.4.2018 erzählt über ihrer Zwangsarbeit in Berlin-Kreuzberg

https://www.youtube.com/watch?v=seKbxmR_B9I&t=27s

 

Interview mit ihr im Forum „geDRUCKtes“ 7.03,17

https://www.youtube.com/watch?v=Dfth3iHi30Y

 

Jour Fix VVN-BdA Berlin 19.3.17 Auszug 2

https://studio.youtube.com/video/RtnhoJchFNs/edit

 

Wiederstandhandlungen in der Zentralen Deinststelle

https://studio.youtube.com/video/Z30mnzeoqnI/edit

http://upgr.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de/uploads/Dateien/Pbab2019/Taspi20191106anerkng.pdf

 







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