Auf nach Kalkar – für Abrüstung statt Abrüstung!

29.09.21
BewegungenBewegungen, NRW, TopNews 

 

Von Ostermarsch Rhein-Ruhr

Friedensdemonstration am 3. Oktober: Klimaschutz und Gesundheitssicherung statt Hightech-Kriegszentralen!

Die nordrhein-westfälische Friedensbewegung ruft direkt nach der Wahl für den 3. Oktober zu einer Demonstration gegen die Luftwaffen-Kommandozentralen der Bundeswehr und NATO im niederrheinischen Kalkar auf. Die Demonstration richtet sich aus aktuellem Anlass gegen die Pläne, auch die Bundeswehr mit Kampfdrohnen auszustatten bzw. im EU-Rahmen neu zu entwickeln. Joachim Schramm, Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen und Mitorganisator der Friedensaktion erklärte:

„Alle für eine neue Bundesregierung in Frage kommenden Parteien haben zu Kampfdrohnen eine bedenkliche Haltung. Die einen sind eindeutig dafür, die anderen lehnen sich zumindest nicht eindeutig ab. Dabei haben sowohl die Drohneneinsätze in Afghanistan als auch im letzten Jahr im Krieg um Berg-Karabach gezeigt, welche menschenverachtenden und kriegsbefördernde Waffen Kampfdrohnen sind. Bei einer Anschaffung für die Bundeswehr würden sie vom Zentrum Luftoperationen in Kalkar kommandiert.“ Daher wollen die Friedensgruppen von Rhein und Ruhr vor dieser zentralen militärischen Schaltstelle ihren Protest deutlich machen und von einer neuen Bundesregierung eine andere Politik einfordern. Der Protest richtet sich gegen eine rückwärtsgewandte Politik, die trotz dringender Probleme wie dem Klimawandel immer noch Milliardensummen für Hightech-Rüstung verschwendet. Dieses Rückwärtsgewandte soll anschaulich gemacht werden, indem eine Gruppe mit Aussagen zu dieser Politik den letzte Teil der Demonstration rückwärts zurücklegen wird.

Die Aktionen in Kalkar beginnen um 11:30 Uhr mit einer Kundgebung vor der Von-Seydlitz-Kaserne. Dort spricht von der lokalen Initiative „Aufstehen gegen Rassismus Kleve“ Jannik Berbalk zum Streit um das aus der Nazizeit stammende Kriegerdenkmal in Kalkar. Anschließend wird die Aktion mit einer Demonstration zum Marktplatz in Kalkar fortgesetzt. Auf der Abschlusskundgebung dort ab 12:45 Uhr spricht Lühr Henken vom Bundesausschuss Friedensratschlag, der in der bundesweiten Anti-Drohnenkampagne aktiv ist.  Er wird die Gefahren durch eine weitere Drohne-Aufrüstung aufzeigen. Zweiter Redner ist Martin Körbel-Landwehr, Personalratsvorsitzender der Uniklinik Düsseldorf. Er wird das Missverhältnis zwischen den Milliardenausgaben für Rüstung und der mangelnden Ausstattung des Gesundheitswesens ansprechen.  Für Musik sorgt das Joel Handley Duo aus Duisburg und das Georgie Kollektiv aus Kleve.

Seit Jahren wird für Bundeswehr und NATO in Kalkar und im benachbarten Uedem militärische Infrastruktur für den Hightech-Krieg ausgebaut. Die Friedensbewegung in NRW kritisiert, dass der Ausbau und die Nutzung der militärischen Einrichtungen in Kalkar einen Bruch des Vertrags zur Deutschen Einheit und des 2+4 Vertrags darstellen: Diese Verträge enthalten die Verpflichtung, dass von deutschem Boden keine Handlungen ausgehen sollen, die das friedliche Miteinander der Völker stören. Daran soll mit der Friedensdemonstration am Jahrestag der deutschen Vereinigung erinnert werden.

Weitere Informationen unter: www.demo-kalkar.de .
Hier der Flyer zur Aktion.







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz