Ostermarsch Rhein/Ruhr 2022: Protest gegen den Ukrainekrieg verzeichnet viel Beteiligung

18.04.22
BewegungenBewegungen, NRW, TopNews 

 

Von Ostermarsch Rhein/Ruhr

An drei Tagen sind über Ostern an Rhein und Ruhr mehr als 2500 Menschen gegen den Krieg in der Ukraine aber auch gegen die Pläne der Bundesregierung für eine Aufrüstung der Bundeswehr mit Milliardenbeträgen auf die Straße gegangen. Die Organisatoren des Ostermarsches Rhein/Ruhr zeigten sich zufrieden mit der Beteiligung an den Aktionen, die deutlich über dem Niveau der Vorjahre gelegen habe. „Wir haben ein deutliches Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine gesetzt und damit auch diejenigen Lügen gestraft, die uns als 5. Kolonne Moskaus diffamiert haben! Wir haben uns für ein sofortiges Ende des Tötens eingesetzt und unsere zukunftgewandte Perspektive einer diplomatischen Lösung des Krieges dargestellt.“ so Joachim Schramm vom Ostermarschkomitee Rhein/Ruhr.

Verschiedene Redner:nnen griffen während der Demonstrationsetappen die aktuellen Forderungen der Friedensbewegung auf. In Düsseldorf  erinnerte der Landesgeschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK) NRW, Joachim Schramm  an grausame Kriege der letzten Jahrzehnte, die am Ende auch auf dem Verhandlungswege beendet worden seien und forderte dies jetzt für die Ukraine. Der Gewerkschafter Martin Körbel-Landwehr kritisierte das 100-Milliarden Sondervermögen für die Bundeswehr angesichts der fehlenden Mittel im Gesundheits- und Sozialbereich. In Essen sprach sich Alfred Keienburg vom Vorstand von pax christi Essen gegen weitere Waffenlieferungen an die Ukraine aus, die den Krieg nur verlängern würden. Zum Abschluss in Dortmund kritisierte Kathrin Vogler, MdB Die LINKE , die Außenministerin Baerbock, die im Umgang mit dem Ukrainekrieg mehr Kreativität einfordere, der aber selber nichts anderes einfiele, als mehr Waffen an die Ukraine zu liefern.

Die Ostermärsche boten eine buntes Bild, sie vereinten christlich motivierte Menschen, Mitglieder verschiedenen Friedensgruppen, Gewerkschafter:innen, Umweltaktivist:innen und Anhänger verschiedener Parteien. Sie alle waren sich einig in der Notwendigkeit, den Krieg in der Ukraine schnellstmöglich durch einen Waffenstillstand zu beenden. Diese Forderung richtet sich an die russische Regierung genau wie an die Regierung der Ukraine. Auch der EU und der NATO wurde die Verantwortung zugewiesen, sich konsequent für eine Friedenslösung einzusetzen, statt mit Waffenlieferungen den Krieg weiter anzuheizen.


Mehr unter: www.ostermarsch-ruhr.de







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