Bundesweite Unterstützungskampagne für Berliner Initiative »Deutsche Wohnen & Co. enteignen!«

26.02.21
BewegungenBewegungen, Berlin, TopNews 

 

Solidaritätsaktionen in rund 25 Städten

Von Bundesweite Unterstützungskampagne für Berliner Initiative »Deutsche Wohnen & Co. enteignen!«

Anlässlich des Starts der zweiten Sammelphase des Berliner Volksbegehrens »Deutsche Wohnen & Co. enteignen!«, das große Immobilienkonzerne enteignen und vergesellschaften möchte, ist heute eine bundesweite Unterstützungskampagne gestartet. Diese wird von Mieter*inneninitiativen und stadtpolitisch Aktiven aus rund 25 Städten aus ganz Deutschland getragen. Unter den Hashtags #Enteignen und #Vergesellschaften veröffentlichen sie den ganzen Tag über Fotos und Videos, in denen sie ihre Unterstützung für »Deutsche Wohnen & Co. enteignen!« zum Ausdruck bringen.

Felix Wiegand von »Stadt für Alle« und der Interventionistischen Linken aus Frankfurt erklärt hierzu:

»Von Freiburg im Süden bis Kiel im Norden; von Aachen im Westen bis Leipzig im Osten; Großstädte wie Hamburg, Köln oder Stuttgart; aber auch Aschaffenburg, Marburg oder Tübingen – sie alle beteiligen sich an den heutigen Solidaritätsaktionen und setzen damit die Enteignung großer Immobilienkonzerne und die Vergesellschaftung von Wohnraum bundesweit auf die Agenda. Kein Wunder: Mietenwahnsinn, Verdrängung und profitorientierte Stadtentwicklung sind überall ein riesen Problem. Höchste Zeit also, dass die Angst die Seiten wechselt – und endlich nicht mehr die Mieter*innen, sondern die Investor*innen und Immobilienkonzerne aus unseren Städten verdrängt werden!«

Gerade große private, börsennotierte Wohnungsunternehmen wie Vonovia (bundesweit über 350.000 Wohnungen) und Deutsche Wohnen (über 170.000 Wohnungen) sowie intransparente Fondsgesellschaften und Immobilieninvestoren treiben die Ausbeutung und Verdrängung der Mieter*innen voran.

Carla Büttner, Bundessprecherin der linksjugend ['solid] aus Leipzig:

»Für diese Finanzkonzerne ist der private Wohnungsmarkt nichts weiter als ein Anlageobjekt. Während viele Mieter*innen in der Coronakrise nicht mehr wissen, wie sie ihre Miete bezahlen sollen, fließen die Profite für diese Unternehmen ungehindert weiter. Damit muss Schluss sein! Die Berliner Mieter*innen haben mit dem Volksbegehren die Gelegenheit, sich Deutsche Wohnen, Vonovia und Co. vom Hals zu schaffen und dem Mietenwahnsinn ein Ende zu setzen. Diese Chance braucht es dringend auch in anderen Städten.«

Nach dem heutigen Auftakt der Unterstützungskampagne werden in den nächsten Monaten bundesweit eine Vielzahl von Aktionen und (Online-)Veranstaltungen zum Thema stattfinden. Darüberhinaus ist für Ende Mai in Berlin ein Enteignungs-Camp geplant, bei dem – in Corona-gemäßer Form – Aktive aus ganz Deutschland die Initiative »Deutsche Wohnen & Co. enteignen!« beim Unterschriftensammeln unterstützen werden. Bundesweite Unterstützungskampagne für »Deutsche Wohnen & Co. enteignen!«







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