Aktivisti aus Forstkasten in Haft nach lebensbedrohlichen Hängetrauma

21.06.21
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Von "Kasti bleibt!"

Bei der Räumung des Wunder-Barrios im Forst Kasten, gegen 5 Uhr am 21. Juni 2021, wurde ein Aktivisti durch das willkürliche Durchgreifen der Kletterpolizei gleich mehrfach in Lebensgefahr gebracht.

Anfänglich rieb das Räumungsseil der Polizei dauerhaft an der Seilbbrücke an der mensch in acht meter Höhe gesichert war. Durch die Reibung entsteht ein Schaden an den Seilen, der dazu führen kann, dass das Sicherungsseil reißt und besagtes Aktivisti in die Tiefe stürzt. Beim Umgang mit Klettermaterialien, egal in welchem Kontext, muss akribisch Wert darauf gelegt werden, dass jegliche Form der Beschädigung vermieden wird. Wir gehen davon aus, dass dieser grundlegende, lebensichernde Umgang auch Teil der Kletterausbildung von Polizist:innen ist. Als wäre diese Fahrlässigkeit nicht schon genug, benutze die Polizei zum Aufstieg scharfkantige Steigeisen in der Nähe der Sicherungsseile. Kommt ein gespanntes Seil in Kontakt mit scharfkantigen Gegenständen, kann das zu einem sofortigen Riss führen.

Später erlitt besagtes Aktivisti durch die unprofessionelle Räumung der Einsatzkräfte einen orthostatischen Schock, auch als „Hängetrauma“ bekannt, welcher potenziell lebensbedrohlich sein kann. Dies passierte dadurch, dass die Beine des Aktivisti über längere Zeit abgeklemmt wurden. Schwerkraftbedingt sammelte sich so vermehrt Blut in den Beinen, was dann zum Kreislaufkollaps am Boden führte. Dies hätte höchstwahrscheinlich vermieden werden können, wenn die Polizist:innen profesionell geräumt hätten oder wenigstens das Aktivisti danach in einen stabilisierende Haltung gebracht hätten, anstatt es zum Aufstehen zu zwingen. Es stellte sich heraus, dass während der Räumung auch der Unterarm, durch einen Tritt, ebenjenes Aktivistis verletzt wurde.

Aufgrund dieser zahlreichen Widerrechtshandlungen seitens der Polizei, verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Aktivistischen so stark, dass es schließlich in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Von dort aus wurde es direkt in die Gefangenensammelstelle gebracht. Es vergingen Stunden in denen dem Aktivisti sowohl Nahrung als auch das Telefonieren verwehrt blieben. Erst nach 18 Uhr (Mensch konnte seit dem Morgengrauen aufgrund der Polizei nichts mehr Essen) wurden Käsesemmeln angeboten, obwohl zuvor mehrfach klar kommuniziert wurde, dass der Mensch sich ausschließlich vegan ernährt. GeSa-Supportis brachten der Polizei original verpacktes geeignetes Essen welches jedoch vehement abgelehnt wurde. Die Polizist:innen sagten das Aktivisti sei versorgt, was offensichtlich nicht der Wahrheit entsprach.







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