Friedensdemonstration 80. Jahrestag des Überfalls auf die UdSSR

16.06.21
BewegungenBewegungen, NRW, Köln, TopNews 

 

Von DFG-VK

Im Rahmen der bundesweiten Aktionstage "Abrüsten statt Aufrüsten" und aus Anlass des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion vor 80 Jahren: Überregionale Friedensdemonstration mit prominenten Redner*innen am 19.6.2021 in Köln

Mit "Tafeln der Erinnerung" bei einem Demonstrationszug und prominenten Redner*innen und Musik bei der anschließenden Kundgebung wollen regionale Friedens- und Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, soziale Bewegungen und linke Parteien am 19.6.2021 in Köln an den Beginn des rassistischen Raub- und Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion vor 80 Jahren erinnern. Gleichzeitig warnen sie vor einer neuen Konfrontation zwischen Russland und der NATO. Die Demonstration ist Teil der bundesweiten Aktionswoche "Abrüsten statt aufrüsten".

Am 22. Juni 1941 überfiel die Wehrmacht mit Truppen verbündeter Staaten die Sowjetunion. 27 Millionen Menschen aus der Sowjetunion fielen dem Raub- und Vernichtungskrieg des "Dritten Reichs" zum Opfer. Dem Angriff waren eine massive Aufrüstung und die Verbreitung von politischen und rassistischen Feindbildern vorangegangen.

"Aus der Geschichte erwächst eine besondere Verantwortung der Bundesrepublik für eine Politik der Abrüstung und Entspannung gerade in Bezug auf die Nachfolgestaaten der Sowjetunion", schreiben die Veranstalter. Sie kritisieren, dass "die NATO-Staaten gegen Russland und China einen Kurs der Konfrontation um geostrategische Vormachtstellung" vorantrieben. Alte und neue Feindbilder würden wieder geschürt. Mit dem US-geführten Militärmanöver "Defender Europe 2021" heize die NATO die Konfrontation weiter an. Der schon jetzt drastisch gestiegene deutsche Rüstungshaushalt solle bis 2030 auf 85 Milliarden Euro verdoppelt werden. Deutschland beteilige sich weiterhin an umstrittenen Kriegen und verschärfe Fluchtursachen durch den Export von Rüstungsgütern in Konfliktregionen.

Senta Pineau vom Kölner Friedensforum erklärt: "Die Bundesregierung versucht noch kurz vor Ende der Legislaturperiode, am 23. Juni, einen Tag nach dem 80. Jahrestag des Überfalls der Wehrmacht auf die Sowjetunion, milliardenschwere Rüstungsprojekte durch das Parlament zu drücken. Das ist zynisch und geschichtsvergessen." Zu diesen Projekten gehöre das milliardenschwere "Future Combat Air System" (FCAS). Es handle sich um das "größte europäische Rüstungsprojekt aller Zeiten", ein von Drohnenschwärmen begleitetes, atomar bewaffnungsfähiges Kampfflugzeug.

Die Veranstalter setzen sich für einen politischen Richtungswechsel ein und wollen "die Stimmen für Abrüstung und Entspannung weltweit" stärken. "Wenn wir eine menschenwürdige Zukunft und die Lösung der brennenden sozialen und ökologischen Herausforderungen der Zeit erreichen wollen, brauchen wir mehr internationale Zusammenarbeit und nicht mehr Aufrüstung und militärische Konfrontation!" sagt Joachim Schramm von der DFG-VK NRW. Dazu fordern die Veranstalter eine neue Entspannungspolitik mit Russland, zivile Lösungen von Konflikten und einen "massiven Sozialaufbau und Klimaschutz" anstelle der militärischen Aufrüstung. Zu der Aktion rufen die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) NRW, das Kölner Friedensforum, der Aachener Friedenspreis, die GEW Köln, Seebrücke Aachen u. a. auf.

Es sprechen Ulrich Schneider (Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer - FIR)

Michael Müller (Vorsitzender der Naturfreunde, Staatssekretär a. D.)

Angelika Claußen (Vorsitzende der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW)

Witich Roßmann (Vorsitzender des DGB Köln)

Flyer mit Aufruf und Programm: https://www.friedenkoeln.de/wp-content/uploads/2021/06/Demo-Gemeinsame-Sicherheit-19-06-21_A4-2.pdf







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