„Tierversuche sind unmenschlich“

08.10.22
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Von Ärzte gegen Tierversuche

Ärzte gegen Tierversuche demonstriert am 8. Oktober und plakatiert Düsseldorf

Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) plakatiert in Düsseldorf mit einer deutlichen Botschaft: „Tierversuche sind unmenschlich – humanbasierte Hightech-Forschung ist erfolgreich und tierversuchsfrei“. Die 52 Plakate, die in Kürze die Bürger aufrütteln sollen, sind Teil einer Öffentlichkeitsoffensive des Ärztevereins. Zur Verstärkung veranstaltet am Samstag, 08. Oktober die ÄgT-Arbeitsgruppe Düsseldorf/Krefeld in der Düsseldorfer Innenstadt auch einen stillen Protestmarsch. Besonders dabei im Fokus: die Tierversuche an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU); insbesondere an Hunden.

„Tierversuche geschehen noch immer im Verborgenen, und die Grausamkeiten sowie fatalen Folgen für Tiere und Menschen sind kaum bekannt. Zudem blockiert das Festhalten am System Tierversuch die leistungsstarke tierversuchsfreie Forschung“, so Eva Nimtschek, Mitglied der AG Düsseldorf/Krefeld der Ärzte gegen Tierversuche. „An der HHU werden Tierversuche u.a. an Beagles gemacht, das wollen wir ebenfalls aufzeigen und mit dem Marsch unserer Trauer um diese Hunde im Versuchslabor Ausdruck verleihen“.

Die HHU ist besonders berüchtigt für ihre grausamen Tierversuche an Beaglehunden im Bereich der Zahnmedizin. Im April 2022 bekam die Poliklinik für Kieferorthopädie des Universitätsklinikums Düsseldorf deswegen den durch Online-Wahl entschiedenen ÄgT-Negativpreis „Herz aus Stein“ verliehen. So zogen Forscher der Poliklinik Beagles jeweils 10 Zähne und frästen Löcher in ihre Kiefer. In einer zweiten Operation wurden 2 weitere Zähne gezogen und Teilstücke dieser Zähne in die gefrästen Löcher eingelegt. In einer dritten Operation wurden dann Titanimplantate in die im Kiefer eingewachsenen Zahnstücke geschraubt. Drei Wochen danach wurden die Hunde getötet. Ziel war herauszufinden, ob sich Zähne als Aufbaumaterial für Kieferknochen eignen – und das, obwohl es für den Aufbau von Kieferknochen vor Einsetzen von Implantaten etliche Verfahren gibt, die beim Menschen erfolgreich angewendet werden und es enorme Unterschiede bezüglich Gebissart, Aufbau von Kiefer, Knochen und Muskulatur zwischen Mensch und Hund gibt.

„Es können nicht genug Menschen die Plakate sehen und sich nicht genug Menschen unserem stillen Trauermarsch durch die Landeshauptstadt anschließen“, so Nimtschek, „denn das Tierleid muss ein Ende haben und die Zeit für den Forschungswandel ist so was von überfällig. Weltweit boomt die tierversuchsfreie Forschung mit brillanter Hightech und muss auch hierzulande endlich den Status der Spitzenforschung erhalten.“ Wie innovativ solche Forschungen bereits sind, dokumentiert der Verein selbst: durch seine vor zwei Jahren gestartete NAT-Database, einer weltweit einzigartigen Datenbank für tierversuchsfreie Forschungsmethoden mit schon fast 1.500 Einträgen.

Düsseldorf ist die vierte von insgesamt sieben Städten, in der die Plakat-Kampagne stattfindet. Die Orte und Termine gibt Ärzte gegen Tierversuche jeweils kurz vorher bekannt und können eingesehen werden unter
www.tierversuche-sind-unmenschlich.de









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