Bauwagen-Bewohner besetzen Brache am Rhein

14.05.17
BewegungenBewegungen, NRW, Köln, TopNews 

 

Von Wagenleben Köln

Seit Samstagnachmittag stehen Dutzende bewohnte Laster und Transporter in Köln-Riehl, Slabystrasse direkt am Rhein.

An die 200 Menschen haben sich auf dem wenig genutzten Parkplatz zusammengefunden. Für Essen, Getränke, Sitzgelegenheiten und Musik haben sie gesorgt, die Stimmung unter den Besetzern könnte kaum besser sein. Trotzdem sind sie nicht zum Spaß hier: "Die Stadt Köln drängt Wagen-Bewohner systematisch an den Stadtrand. Aber wir haben ein Recht, so zu leben wie wir wollen und das darf auch sichtbar sein. Wenn die Stadt uns die Plätze wegnimmt, tauchen wir überall unerwartet auf und nehmen uns den Platz, den wir brauchen." erklärt Meike Zettelmeyer, 28 Jahre. Sie lebt eigentlich auf dem Kölner Bauwagenplatz "Wem gehört die Welt", der demnächst vielleicht an den ASB oder einen anderen Investor verkauft werden soll.

Es ist nun schon das zweite Mal in dieser Woche, dass sich die Wagen-Bewohner auf ungenutztem Gelände niederlassen: Am Donnerstag fanden sich in Köln-Müngersdorf einige Busse auf der großen Brache neben Mercedes-Benz ein. Bereits am Freitag wuchs die Zahl auf rund 50 Wohn- Fahrzeuge an, einige stehen dort noch immer.

Was wollen die Besetzer von der Stadt? Joelle Carpenter, die selbst in einer Wohnung lebt und zum Unterstützen vorbei gekommen ist, drückt es so aus: "Es ist wichtig, dass alternative Wohnformen in Köln Platz haben und zwar da, wo man sie sieht. Wir können und wollen uns nicht in Luft auflösen und zeigen mit unseren Besetzungen, dass es geeignete innenstadtnahe Freiflächen gibt."







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