Proteste gegen den 10. Deutschen Akademikertag in Frankfurt am Main

04.11.10
BewegungenBewegungen, Wirtschaft, Hessen, News 

 

CDA muss aufgrund Proteste ein zweites Mal den Veranstaltungsort des 10. Deutschen Akademikertags wechseln. Jetzt nach Nieder-Eschbach. Nachdem die IHK aufgrund von Protesten schon vor Wochen den Mietvertrag für die Räumlichkeiten des 10. Deutschen Akademikertags zurückzog, hat nun auch das Mövenpick-Hotel dem Convent Deutscher Akademikerverbände eine Absage erteilt. Der CDA, der eine Arbeitsgemeinschaft verschiedener verbindungsstudentischer Dachverbände ist, hat seine am 6. November stattfindende Veranstaltung nun nach Nieder-Eschbach in den Darmstädter Hof verlegt. Soraya Quani, Pressesprecherin des Aktionbündnisses gegen den 10. Deutschen Akademikertag, kommentiert: „Wir freuen uns darüber, dass unsere Proteste schon vor dem eigentlichen Veranstaltungstermin ihre Wirkung nicht verfehlen und wir so einen öffentlichen Druck auf den CDA ausüben konnten, der es ihm besonders schwierig macht, Räumlichkeiten in Frankfurt zu finden. Unser Ziel wird aber weiterhin bleiben die Veranstaltung wirksam zu stören, im besten Fall zu verhindern. Um mit allen Demonstranten auch am neuen Veranstaltungsort präsent zu sein, haben wir die Kundgebung am 6. November direkt an den Darmstädter Hof verlegt und auf 11 Uhr angesetzt.

 “ Der Darmstädter Hof ist kein unbeschriebenes Blatt. 2007 fiel er bereits im Zusammenhang mit einer NPD-Versammlung auf. „Dass der reaktionäre CDA, in dem auch rechtsextreme Organisationen vetreten sind, gerade dort seine Zelte aufschlagen will, verwundert uns deshalb nicht“, so Quani. Neben den Aktionen am 6. November in Nieder-Eschbach wird es am selben Tag eine Demonstration gegen den Rhein-Main Kommers in Darmstadt am Luisenplatz geben. Beginn ist 17 Uhr. Weiterhin hält das Bündnis an der Kundgebung am 5.November um 15:30 Uhr am Römer fest. „Es ist ein Skandal, dass die Stadt Frankfurt trotz aller Proteste weiterhin den CDA offiziell empfängt. Der CDA steht für ein antimodernes und deutschtümelndes Weltbild, welches, von sexistischen und autoritären Strukturen geprägt, jede Idee einer weltoffenen und toleranten Gesellschaft attackiert. Dass demokratische Parteien, aus mir unverständlichen Gründen, dies seit Wochen ignorieren und gerade die Fraktion der Grünen nicht über den Tellerrand der Koalitionshörigkeit blickt, ist nicht mehr nachvollziehbar“, kritisiert Quani.

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