Blockupy solidarisiert sich mit Warnstreik der Bankbeschäftigten

03.05.12
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von BLOCKUPY Frankfurt

Blockaden richten sich nicht gegen Bankmitarbeiter

Das Aktionsbündnis BLOCKUPY FRANKFURT solidarisiert sich mit dem heutigen Warnstreik der Bankbeschäftigten und schließt sich ihrer Forderung nach einer deutlichen Lohnsteigerung an.

„Das Missverhältnis zwischen steigenden Gewinnen und Vermögenseinkünften auf der einen Seite und sinkenden oder stagnierenden Reallöhnen auf der anderen Seite in Deutschland ist mit verantwortlich für die hohe Arbeitslosigkeit in anderen Teilen Europas. Das auf niedrigen Löhnen beruhende deutsche Exportmodell führt zu den Leistungsbilanzunterschieden der europäischen Länder und ist damit eine der zentralen Krisenursachen", sagte Roland Süß von Blockupy. "Wir begrüßen und unterstützen daher jeden Kampf von Beschäftigten für höhere Löhne."

Auch die weiteren Forderungen, die Verdi mit diesem Warnstreik anmahnt, finden die Unterstützung von Blockupy. Dazu zählt auch die Forderung nach einer verbindlichen Regelung zum Schutz der Beraterinnen und Berater, damit die Banken die Haftungsrisiken für Fehlberatungen, die nicht zuletzt durch immer größeren Erfolgsdruck aus den Vorständen ausgelöst werden, nicht auf die Beschäftigen abwälzen können.

"Die Aktionen von BLOCKUPY FRANKFURT richten sich in keiner Form gegen die Beschäftigten der Banken, die ebenso wie andere Lohnabhängige Betroffene und nicht Auslöser der Krise sind. Wir freuen uns, wenn auch viele Bankbeschäftigte an unseren Aktionen teilnehmen – oder auch den durch die Blockade freien Tag am 18. Mai für ihre Freizeit und Erholung nutzen. Die Adressaten von BLOCKUPY sind die Vorstände und Verantwortlichen, die durch ihre Politik Millionen Menschen in Europa in Erwerbslosigkeit, Prekarität, Armut und Elend gestürzt haben und ihnen durch erpresserisch durchgesetzte Lohn- und Sozialkürzungen jede Perspektive nehmen wollen", stellte Christoph Kleine von BLOCKUPY klar.

Vor den Aktionen wird BLOCKUPY FRANKFURT noch einmal das Gespräch mit den Betriebsräten und Vertrauensleuten der betroffenen Banken suchen, um die Aktionsplanungen zu erläutern, für Teilnahme und Unterstützung zu werben und mögliche Missverständnisse auszuräumen.

"Widerstand gegen das Spardiktat von Troika und Regierung – Für internationale Solidarität und Demokratisierung aller Lebensbereiche" lautet das Motto der Blockupy-Aktionstage. Am Mittwoch und Donnerstag, 16. und 17. Mai, sollen zentrale Anlagen und Plätze in Frankfurt besetzt werden; am Freitag, 18. Mai, mit Massenblockaden die EZB und andere Banken blockiert werden.

Am Samstag, 19. Mai, folgt eine große europäische Demonstration. Der Widerstand richtet sich gegen die europaweite Kürzungspolitik der Troika aus Europäischer Zentralbank, EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds IWF.

Weitere Informationen:
blockupy-frankfurt.org
www.attac.de

 

 


VON: BLOCKUPY FRANKFURT






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