TERRE DES FEMMES fordert konsequente Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen, um häusliche Gewalt und Femizide effektiv zu verhindern

24.11.22
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Von TDF

115.342 Frauen in Deutschland wurden 2021 Opfer von Partnerschaftsgewalt. 113 Frauen wurden von ihrem Partner oder Expartner getötet, wie das BMFSFJ und das Bundeskriminalamt heute bekanntgaben. Häusliche Gewalt ist nach wie vor eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen in Deutschland. Jede Stunde erleiden in Deutschland durchschnittlich 13 Frauen Gewalt in Partnerschaften. Jede vierte Frau wird im Laufe ihres Lebens Betroffene von häuslicher Gewalt. Für viele dieser Frauen bleibt es nicht bei einem einmaligen Gewalterlebnis. Sie, und auch ihre Kinder, erleiden die Gewalt über viele Jahre.  80,3 Prozent der Opfer sind weiblich. Von den Tatverdächtigen sind 78,8 Prozent Männer.

Um hochriskante Fälle von häuslicher Gewalt künftig besser und schneller zu identifizieren, müssen Polizei, Jugendämter, Gerichte und Fachberatungsstellen kooperieren und gemeinsam entscheiden. Bisher hatten Behörden häufig versagt, weil es keinen Informationsaustausch untereinander gab. Eine gute Zusammenarbeit jedoch kann Femizide verhindern!", sagt Christa Stolle,  Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES. "Außerdem brauchen wir dringend mehr Frauenhausplätze und verpflichtende Fortbildungen zum Thema häusliche Gewalt für Polizei und Justiz.“ so Christa Stolle weiter.

Zum internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ setzt TERRE DES FEMMES mit bundesweiten Aktionen ein Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen. In Berlin wird TERRE DES FEMMES am 25.11.2022 um 11 Uhr eine medienwirksame Aktion gemeinsam mit UnterstützerInnen aus Politik und Zivilgesellschaft vor dem Brandenburger Tor zum diesjährigen Thema "#TrautesHeimLeidAllein ? – gemeinsam gegen häusliche Gewalt" durchführen







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