SCHULBESETZUNGEN IN GÖTTINGEN

07.11.22
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Von "End Fossil: Occupy!"

Schüler*innen besetzten Georg Christoph Lichtenberg Gesamtschule und Hainberg Gymnasium

Montag Morgen, den 07.11., besetzten Schüler*innen das Hainberg Gymnasium und die Georg Christoph Lichtenberg Gesamtschule in Göttingen, um den Klimaprotest erneut in die Schulen zu tragen. Die Schüler*innen sind Teil der Kampagne "End Fossil: Occupy!", welche schon im Oktober den Hörsaal ZHG 011 der Georg-August Universität Göttingen besetzte. Die Bewegung ist weltweit organisiert und hat schon in Barcelona und Madrid Universitäten besetzt, in vielen weiteren Städten auf der ganzen Welt werden weitere Besetzungen folgen.

Noa Giesge, eine der Besetzer*innen, kommentiert die Aktion: "wir lernen in der Schule für die Uni, Ausbildung und Arbeit, also für eine Zukunft und Aussichten auf Karriere. Doch unsere Perspektive ist Klimakrise, also eine kaputte Zukunft und nicht Wohlstand. Deswegen nehmen wir uns diesen Ort, den wir täglich besuchen müssen, da wir keine andere Wahl haben, als unseren Protest mit einer neuen Aktionsform, Schulbesetzungen, auszudrücken, um endlich eine notwendige wirkliche Veränderung herbeizuführen."

Am Hainberg Gymnasium wurde gegen 11:30 Uhr während einer Schüler*innen
Vollversammlung von Aktivist*innen der Gruppe End Fossil: Occupy! verkündet, dass die Aula der Schule besetzt sei. Es solle ein offener Raum geschaffen werden in dem alle interessierten Schüler*innen diskutieren, sich informieren, weiterbilden, lernen und ihrem Protest einen Ausdruck geben können. Auch an der Georg Christoph Lichtenberg Gesamtschule wurde das Forum mit Sofas, Pflanzen, Transparenten und Plakaten mit den Forderungen um 12 Uhr morgens besetzt. Beide Schulen sollen laut den Besetzer*innen bis auf weiteres besetzt bleiben.

"Wir protestieren schon lange als Klimabewegung, schon vor, aber auch in der Corona-Pandemie. Wir waren mal sehr wenige, dann Millionen und dann wieder wenige, nur eines hat sich nicht geändert: die Klimakrise wird immer schlimmer und es wird nicht ansatzweise genug dagegen unternommen. Da der Klimastreik keine ausreichenden Maßnahmen herbeigeführt hat, müssen wir ihn auf die nächste Ebene heben und von den Straßen in die Schulen gehen, um ein allumfassendes gesellschaftliches Umdenken in unserem Umfeld anzuregen und gleichzeitig die Regierung zum handeln auffzuordern." sagt Florian Burgen von End Fossil. Weiter führt er aus: "Es gab ein Umdenken in Teilen der Gesellschaft was das Konsumverhalten angeht, nun muss auch ein systematisches Umdenken geschehen. Denn große Säulen unserer Gesellschaft und Infrastruktur, vor allem der Energie und Verkehrssektor beruhen grundlegend auf einem fossilen Wirtschaftssystem welches eine schnelle klimafreundliche Transformation unmöglich macht, also gilt es, diese systematische Grundlage für die Zerstörung unseres Planeten zu überwinden. Deswegen muss auch das Bildungssystem Schüler*innen, Auszubildende und Studierende auf diese Transformation vorbereiten und nicht einfach so tun als ob nichts wäre!"







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