Wolf nahe der Gronauer Uranfabrik / Karfreitag Ostermarsch


01.04.15
BewegungenBewegungen, Umwelt, NRW 

 

Von BBU

Beim Ostermarsch am Karfreitag (3. April) an der Urananreicherungsanlage Gronau kann erstmals ein freilebender Wolf beobachtet werden. Die Urananreicherungsanlage befindet sich direkt am Naturschutzgebiet "Fürstentann", das vom Goorbach durchquert wird. Und am Goorbach wurde, laut Gronauer Nachrichten vom 01.04.2015, jüngst ein Wolf gesichtet (und mit Foto dokumentiert).

Der Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG), der gemeinsam mit rund 50 Initiativen und Verbänden zur Teilnahme an dem Ostermarsch aufruft, ist der Auffasung, dass von dem Wolf keinerlei Gefahr für den Ostermarsch ausgeht.

Schon 2014 wurde in Nordhorn, etwa 25 km Luftlinie von Gronau entfernt, ein Wolf beobachtet. Eine Gefährung bestand nicht.

(http://www.gn-online.de/Nachrichten/Wolf-zieht-durch-Nordhorn-Range-63952.html).

Nach Angaben des Natur- und Umweltschutzvereins Gronau gehen Gefahren in der Region für Mensch und Tier von der Urananreicherungsanlage und von den ständigen Urantransporten aus. Und mit dem Ostermarsch am Karfreitag soll speziell darauf hingewiesen werden, dass mit der Zentrifugentechnik, die auch in der Gronauer Urananreicherungsanlage zum Einsatz kommt, hochangereichertes Uran für Atomwaffen produziert werden könnte.

Im Aufruf zur Teilnahme an dem Gronauer Ostermarsch heißt es zudem: "Die atomare Problemliste in Gronau ist lang: Abgereichertes Uran, das auch in Gronau in großen Mengen als Atommüll bei der Urananreicherung anfällt, kann für die Herstellung von panzerbrechender Uranmunition genutzt werden. In Gronau droht zudem durch die neue Uranmüll-Lagerhalle die Entstehung eines oberirdischen Endlagers, denn die Entsorgung des Uranmülls ist weltweit wie bei jeder Art von Atommüll ungeklärt."

Der Ostermarsch in Gronau beginnt Karfreitag als Auftakt der NRW-Ostermärsche um 11.57 Uhr (drei vor zwölf!) mit einer Auftaktkundgebung vor dem Haupttor der Urananreicherungsanlage, Röntgenstraße 4. Der Marsch selber führt dann zur Abschlußkundgebung an der Marienkapelle (Kaiserstiege). Dort fließt der Goorbach in unmittelbarer Nähe vorbei.

Vielleicht unterstützt dann ja auch ein Wolf mit einem "Protest-Heulen" den Widerstand gegen Atomwaffen und Atomanlagen. Alle UmweltschützerInnen und WolfsfreundInnen sind zur Teilnahme an dem Ostermarsch aufgerufen.

 

Mehr zum Konfliktfeld Naturschutz und Urananreicherung unter http://kritische-masse.com.







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